|
PROF. ARCH. BRUNO REICHLIN, ARCH. BENOIT CARRIE ARCH. THIERRY ROZE, Paris - F
IDEE GUIDA AL PROGETTO
- Limitare al minimo indispensabile gli interventi sul complesso edilizio Ex-Gil, posto sotto tutela e pertanto:
- Salvaguardare le vedute d'assieme del complesso rispetto ai punti di vista principali documentati dall'iconografia d'origine;
- Ridurre le zone di contatto fra l'esistente e il nuovo a figure semplici e immediatamente identificabili
- Conferire il massimo di visibilità ai nuovi edifici dell'Accademia, a dispetto del fatto che i fronti stradali urbanisticamente piú importanti sono già occupati dall'Ex-Gil
- Creare la transizione fra le chiare articolazioni volumetriche della Ex-Gil e i disparati allineamenti geomatrici delle abitazioni a ridosso della nuova Accademia sul confine ad ovest
- Disporre i nuovi ingressi alle aree didattiche e scientifiche dell'Accademia a quota 255, riconoscendo l'importanza urbanistica della nuova zona a verde pubblico pedonale e ciclabile, dei posteggi della zona sportiva e della fermata del bus in via Trieste.
SCELTE PLASTICHE: IL VOLUME A LOSANGA
Il volume a losanga del settore scientifico alto quanto il corpo principale dell'Ex-Gil, è immediatamente identificabile, sia dal centro storico quando si imbocca il ponte Druso, con vista leggermente dominante, sia procedendo a piedi o in bicicletta lungo la nuova zona di verde pubblico guadagnata sull'antico sedime ferroviario.
- Visto dal centro storico, vale a dire di piatto, questo corpo di fabbrica crea un fondale all'esistente, ma la plasticità del volume a losanga evita l'effetto di un grande schermo piatto.
- Visto da vicino, vale a dire dal percorso pedonale e ciclabile, lo sbieco della forma a losanga libera la vista sull'insieme della Ex-Gil.
IDEE GUIDA ALLA ORGANIZZAZIONE SPAZIALE INTERNA
La distribuzione del programma e, rispettivamente, l'organizzazione spaziale ottemperano ai criteri seguenti:
- Nelle costruzioni nuove sono riunite:
- Le aree di grande affluenza e direttamente accessibili al pubblico e agli allievi che raggiungono l'Accademia dal percorso pedonale e ciclabile, dalla fermata dei bus in via Trieste, o ancora, dai parcheggi prospicenti il campo sportivo.
- Le aree scientifiche, che costituiscono il dispositivo più originale e il cuore dell'Accademia (autonomia dei moduli, ciascuno con un proprio centro, e tuttavia combinabili e segmentabili; flessibilità e trasparenza dei posti di lavoro, ma varietà di spazi, possibilità di isolamento ecc.)
- Nell'edificio della GIL sono stati sistemati quegli elementi del programma che per esigenze distributive, carattere e superfici richieste sono i più compatibili con gli spazi d'origine.
ARCH. MARKUS SCHERER, ARCH. WALTER ANGONESE, BOZEN
PROJEKTBESCHREIBUNG
Das ehemalige GIL Gebäude ist in das gebaute Umfeld eingebunden. Am ursprünglichen Konzept hat sich wenig geändert, nimmt man das neue dreieckige Gebäude aus. Wesentlich geändert hat sich aber die Beziehung zum Fluß und somit zur Stadt. Die Ufer der Talfer sind heute ein wichtiger Freiraum, welcher Stadtteile verbindet. Um das komplexe Raumprogramm der Europäischen Akademie umzusetzen, genügt es nicht alleine den lnnenhof zu verbauen. Ein städtebaulich bedeutsames Potential ist am Vorplatz gegeben.
Das Projekt sieht zwei neue unterschiedliche Baukörper vor. Der historische Bestand fügt sie zu einem Ganzen zusammen.
Der öffentlichen Bereich (Bibliothek, Hörsäle und Cafeteria) ist im eingeschossigen Bauteil längs der Uferlinie vorgesehen. Das Gebäude erreicht die Höhe des Vorplatzes, sodaß die historischen Bauten nicht beeinträchtigt werden. Drei große Lichtsäulen sollen den öffentlichen Charakter unterstreichen und sind nachts beleuchtet. Die Orientierung zum Fluß und dem viel genutzten städtischen Freiraum hin sind wesentlich für den öffentlichen Charakter dieses Bereiches und können auch unabhängig genutzt werden. Der Zugang erfolgt direkt über den Grünbereich oder über den lnnenhof nahe dem Haupteingang. Das Auditorium erhält ebenso diese Doppelfunktion und wird über den heute ungenutzten Haupteingang der Vorhalle erschlossen. Der Anschluß an die anderen Funktionsbereiche der Europäischen Akademie erfolgt über den zweigeschossigen Bogengang, der verglast wird, im übrigen jedoch seine ursprüngliche Ausstattung wiedererhalten soll.
Der halböffentliche Bereich für Vorlesungen, Kurse und andere Veranstaltungen ist in der ehemaligen Turnhalle vorgesehen. Die Seminarräume sind als Raum im Raum-Lösung vorgesehen. Auf eine behutsame Einfügung derselben unter Wahrung des Gesamtbildes wird besonders Wert gelegt.
Die Seminarräume sind über eine interne Treppe mit dem Clubraum und dem Sprachlabor im Untergeschoß verbunden. Das Kurs- und Tagungssekretariat liegt im Verbindungsbau direkt neben dem Haupteingang.
Der ruhige, sogenannte Zentralbereich mit der Verwaltung, der Geschäftsführung und den verschiedenen Fachbereichen wird über den Haupteingang des winkelförmigen Gebäudes erschlossen. Hier befindet sich auch der Empfang, das lnfo-Büro und die Haupttreppe mit dem Verteilerknoten zu den einzelnen Bereichen.
Die Verwaltung, die Geschäftsführung und die Hausmeisterwohnung (zentral mit Überblick über das gesamte Gelände) sind im Bürowinkel, die wissenschaftlichen Fachbereiche im Neubau (lnnenhof) vorgesehen. Der Zugang zu den einzelnen Fachbereichen erfolgt über den Haupteingang und einen zweigeschossigen Verbindungsbau. Ein getrennter Eingang, der eine unabhängige Nutzung erlaubt, ist im lnnenhof vorgesehen. Dieser neue Baukörper übernimmt Ansätze der historischen Konzeption und versucht durch einen konsequenten und modulären Zweckbau den vorgegebenen Anforderungen gerecht zu werden. Um die Großzügigkeit des lnnenhofes zu wahren, ist das dreigeschossige Gebäude auf Stützen gestellt.
Der bestehende Vorplatz erhält durch den Neubau am Ufer und die Unterbringung der öffentlichen Bereich der Europäischen Akademie seine Bedeutung wieder. Der ursprünglichen Projektidee entsprechend, ist der Charakter dieses Vorplatzes städtischer Natur. Auf eine Begrünung dieses Bereiches wird deshalb bewußt verzichtet. Der lnnenhof hingegen, ehemals Park und Übungshof, wird analog zum ursprünglichen Projekt begrünt und bepflanzt.
Für die bestehende Bausubstanz wird die Restaurierung vorgeschlagen. Die neuen Baukörper werden in traditioneller Konstruktionstechnik (Stahlbeton und Blendmauerwerk) vorgesehen. Durch die Verwendung von einfachen Materialien kann von einer kostengünstigeren Lösung ausgegangen werden. Passive Sonnenenergienutzung durch Solarröhren (für Flachdächer) und die Nutzung der Photovoltaik (für die Glasfassade) können für den Neubau im lnnenhof und den Bürowinkel in Betracht gezogen werden
ARCH. FLORIAN RIEGLER, ARCH. ROGER RIEWE, GRAZ
ERLÄUTERUNGSBERICHT
DER STÄDTEBAULICHE KONTEXT
Prämissen für unseren Entwurfsansatz waren zum einen die Beibehaltung der stadträumlichen Wirkung des bestehenden Gebäudekomplexes und zum anderen die Akzentuierung der Geländekante auf dem Wettbewerbsareal unter Rücksichtnahme der Proportionen des Bestandes.
DIE BAULICHE INTERVENTION
Die Geländekante wird zum Talferufer und zur Drususstraße durch eine Begrenzungsmauer und durch die neuen Baukörper akzentuiert.
Der Hofbereich wird bis zu dieser Mauer heraus geführt und als Bauplatz für die neuen Gebäude genutzt. Die neuen Baukörper sind aus der Fußgängerperspektive von der Drususbrücke nicht wahrnehmbar, wodurch die eingeprägte stadträumliche Situation beibehalten wird. Von der Drususbrücke kommend erkennt man erst an der Bauplatzgrenze, daß neue Baukörper dem 'Gil'-Komplex auf Hofniveau hinzugefügt werden.
Durch die Ausnützung des Niveausprungs kann eine zweigeschoßige Gebäudestruktur zwischen dem Bestand eingefügt werden und ein neuer Eingang an der Drususstraße zwischen Stiegenhaustüren und Turnsaal geschaffen werden, der zugleich Druchgangsbereich zum Hof ist. Durch die Anordnung der neuen Baukörper zwischen den bestehenden Bauten bleibt ein weiter Bereich des Hofes unbebaut, der als oberirdische PKW-Abstellfläche genutzt werden kann. Hierdurch erübrigt sich der Bau einer Tiefgarage. Der Hofbereich soll mit groß wachsenden Laubbäumen begrünt werden.
ERSCHLIESSUNG UND RAUMKONZEPT
Der Haupteingang befindet sich an der Drususstraße. Das Foyer befindet sich somit zwischen Akademie und Bibliothek und ist auch vom Hof aus zugängig. Foyer und Café bilden ein räumliches Zentrum von dem die Akademie erschlossen wird. Durch die Anordnung der Baukörper und durch die Situierung der Erschließung wird eine stadtähnliche Struktur geschaffen. Durch die Lage und Situierung auf dem Grundstück sind die Fachbereichsgebäude zu einem sehr hohen Grad lärmgeschützt. Die neuen Baukörper werden durch große Lichthöfe voneinander getrennt. Durch die Ausbildung von zweigeschoßigen Atrien gelangt das Tageslicht bis weit in die Gebäude hinein.
Die öffentlichen Funktionsbereiche sind in der Mitte des Akademiekomplexes im bestehenden Schultrakt untergebracht worden, der Turnsaal wird zur Bibliothek umgenutzt, der große Hörsaal wird, wie in der Wettbewerbsausschreibung empfohlen, im bestehenden Auditorium untergebracht, der kleine Hörsaal ist unmittelbar daneben, unterirdisch situiert worden. Während des Hoschschulbetriebes kann man vom höher gelegenen Talferufer durch den Akademiekomplex zum Hof gelangen. Durch diese semipermeable Durchlässigkeit und durch die Anordnung der Baukörper wird der Niveausprung zwischen Talferufer und Hof dreidimensional gefaßt und artikuliert.
ARCH. MICHAEL SZYSZKOWITZ, ARCH. KARLA KOWALSKI, GRAZ
PROJEKTBESCHREIBUNG
Die Erhaltung der städtebaulichen Wirkung und des typologisch formalen Charakters der Bauvolumina bestimmen den Entwurf.
Der Wettbewerbsentwurf bezieht sich unmittelbar auf die ursprüngliche Planung von Mansutti und Miozzo, formuliert sie nur anders.
Sämtliche nachträglichen Einbauten werden entfernt. Durch die Unterbauung des Vorplatzes werden oberirdische Bauvolumina fast gänzlich vermieden. Lediglich das Hauswarthaus im Hof ergänzt den Bestand, entwickelt sich aber aus der Pergola und ist typologisch eher wie ein Gartenhaus zu sehen, also Bestandteil des Hofes. Die Bepflanzung des Hofes entspricht der Ursprungsplanung von Mansutti und Miozzo.
Talferseitig wird die Böschung ersetzt durch eine bauliche Kante, deren architektonische Formulierung mehr mit der eines Landschaftsbauwerks zu tun hat als mit der des bestehenden Gebäudes.
In den Vorplatz sind 3 abgesenkte Höfe eingeschnitten. Die Kronen ihrer Bäume werden über ihren Rand hinausragen und den Vorplatz ähnlich wie bei Mansutti und Miozzo gliedern.
Der bepflanzte Streifen an der Drususallee wird durch einen Glaskörper ersetzt, der den darunter liegenden Bereich mit Tageslicht versorgt und abends als leuchtendes Lichtband für die Akademie werben kann.
Die Betonscheibe in östlicher Fortsetzung des Glaskörpers ist zusätzlicher Schallschutz für die ohnehin schon schallgeschützten abgesenkten Höfe.
Der Wettbewerbsentwurf nutzt die Höhenentwicklung des Bestandes. Der Laubengang auf Hofniveau wird zur neuen Haupterschließung. Von ihm aus werden die auf 2 versetzte Geschosse verteilten Fachbereiche erschlossen, Vortragsräume, Hörsäle und Cafeteria.
Der Haupteingang bleibt an der ursprünglichen Stelle, von hier aus wird vor allem die Bibliothek in der ehemaligen Turnhalle erschlossen. Der Eingang zum Auditorium bleibt erhalten, Auditorium und Cafeteria sind dadurch getrennt nutzbar. 2 weitere Eingänge auf Hofniveau im Bereich des Laubenganges kommen hinzu und stellen einen Bezug zum Hof her. Die Fachbereiche lassen sich jeweils getrennt erschließen. Am Ende der kurzen Erschließungsflure öffnet sich ein Raum, der in dem oberen Geschoß den Blick über die Talfer auf Bozen freigibt.
Das äußere Erscheinungsbild des Bestandes wird wieder in den Originalzustand versetzt. Die ursprüngliche Farbigkeit wird wieder hergestellt.
Der Einbau der Bibliothek in die ehemalige Turnhalle und die räumliche Verbindung mit dem Hofgeschoß verändern zwar den Bestand, nicht aber dessen volumetrisches Konzept.
Der Entwurfsansatz der Unterbauung und der abgesenkten Höfe ist ein tragfähiger Ansatz zur Reduzierung des Energiebedarfs.
Die Oberflächen des Hofes und des Vorplatzes sollen nicht bzw nur in geringem Maße versiegelt werden.
Unterhalb des ehemaligen Sportfeldes und der Hauswartwohnung ist eine Tiefgarage mit 66 Plätzen vorgesehen, die von der Triester Straße erschlossen wird. Oberirdisch sind nur 6 Stellplätze vorgesehen. Obwohl diese Zahl sicherlich zu erhöhen wäre, haben wir bewußt darauf verzichtet und das Stellplatzangebot in der Tiefgarage vergrößert, weil ansonsten des Freiraumkonzept von Mansutti und Miozzo erheblich gestört würde.
PROF. ARCH. HANS KOLLHOFF, KOLLHOFF & TIMMERMANN, BERLIN
Städtebaulicher Ansatz des Projektes ist die Annahme der bestehenden Hauptwegachsen:
- Drususstraße,
- Promenade und Flußraum, Rad & Fußgänger
- Ehemalige Bahntrasse, Rad & Fußgänger
Zu Drususstraße hin erfolgt eine Betonung der Linearität des fließenden Verkehrs und gleichzeitig die Abschirmung derselben durch eine begleitende Mauer. Durch das Hinunterfahren in die Drususstraße nimmt die Abschottung immer mehr zu. Was für den Autofahrer der Turm, so ist für den Fußgänger die Mauer das begleitende Element des Steigen und Fallens.
Zum Flußraum hin erzielen wir durch das Freilegen des Auditoriums mit dem neuen Oberen Platz ein neues 'Herz' der jetzigen Akademieanlage, als auch einen Ausgangsort einer zukünftigen baulichen Entwicklung (Universitätsgelände) entlang des Flusses. Die neue Struktur der zukünftigen Universität ließe den Flußraum in den Stadtraum einfließen und umgekehrt.
Die klare Linearität als Ausdruck des Fließens.
Die alte Bahntrasse liegt parallel zur bestehenden Hauptverkehrsachse Drususstraße. Hier bilden die Planer der alten geschwungenen Wegführung folgend eine neue Fußgängerzone aus. Sowohl universitäre Gebäude, als auch ein zukünftiges integratives Wohnheim jenseits der Brücke in Richtung Altstadt, bewirken einen neuen städtebaulichen Akzent.
KONZEPTIONELLE LÖSUNG
Dem Entwurf liegt der Dialog zwischen alter Bausubstanz und neuen Anforderungen zugrunde.
Somit werden beide Hauptkomplexe durch eine gemeinsame Glasarchitektur verbunden, unter deren Schutz, das alte Gebäude mit Würde sich gegenüber dem Neuen behaupten kann.
Diese Glaskonstruktion bildet das Rückgrad der Gesamten Anlage und das klar ablesbare innere Erschließungssystem.
Alle geforderten Bereiche, Fachabteilungen, Verwaltung, Bibliothek und Hörsäle liegen in unmittelbarer Nähe zu diesem verglasten Innenhof.
Ist das bestehende Auditorium bedingt durch das Freilegen das wichtigste Gebäude außerhalb der Anlage geworden, so ist der große Hörsaal das innere Herz der Akademie, und liegt folglich zentral freigestellt in der Halle.
Das Erschließungssystem verbindet die unterschiedlichen Bereiche auf einer offenen, abwechslungsreichen Art und Weise womit die inneren Straßen wiederum verspielt Altes mit Neuem verbinden.
Offenheit und Transparenz als einladende Merkmale des wiederbelebten Areals.
Die Gemeinsamkeit der beiden Architekturstile ist die harmonische Schlichtheit sowohl der Form als auch des Materials.
Der Raum des Lichtes als Ort, wo nicht nur die Begegnung der Benutzer, sonder auch ein offener Dialog zwischen gebauter Vergangenheit und Gegenwart stattfinden kann.
ÄUSSERE UND INNERE GESTALTUNG
Der klaren Architektur der Rationalisten wird eine rationelle Architektur der 90er Jahre gegenübergestellt.
Zwischen den zwei bodenbehafteten Baukörpern schmiegt sich die luftige Stahl-Glas-Architektur und bestimmt mit ihrer Klarheit die neue Hoffassade, während zur Straße hin das alte Erscheinungsbild beibehalten wurde. |