Energiesystem
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Energiesystem
Dank der doppelten Fassade an Hof – und Ostgebäude ist es auch südlich der Alpen möglich, über große Glasflächen die zur Verfügung stehende Sonnenstrahlung passiv optimal zu nutzen.
| Im Winter wirkt die geschlossene Doppelfassade, innenseitig als Pfosten-Riegelfassade mit Isolierglasscheiben und außenseitig - in Form einer einfach verglasten Hängefassade ausgeführt - als transparenter Wärmepuffer, der die Sonnenstrahlung bei nur geringen Transmissionswärmeverlusten für die Räume sehr gut nutzbar macht. |
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 Ausschnitt der Doppelfassade
| Im Sommer wird der Großteil der Strahlungsenergie an den Sonnenschutzlamellen zwischen den Glasflächen abgefangen. Weiters wird die Oberflächentemperatur der Pfosten-Riegelfassade durch Öffnen der am Kopf- und Fußpunkt der Fassade befindlichen Dreh- bzw. Schiebeelemente und einen dadurch hervorgerufenen Kamineffekt gesenkt und warme Luftmassen abgeführt.
Die aktive Sonnenenergienutzung beruht auf einem innovativen Heiz- und Kühlsystem. Die von der Sonne eingestrahlte Energiemenge beträgt in Bozen bei optimal ausgerichteter Kollektorfläche über das Jahr ca. 1200 kWh/m², 1/3 davon fallen im Winterhalbjahr an, 2/3 im Sommer. Verteilt auf die Flachdächer von Bibliothek, Hof-, Zentral- und Ostegebäude nutzen Vakuumröhrenkollektoren mit einer aktiven Absorberfläche von 472m² diese Energie. Die Anlage dient ganzjährig der Brauchwassererwärmung und in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst der Grundbeheizung. Im Sommer wird die Solaranlage mit Temperaturen von über 90°C gefahren und dient mit der an die Absorptionskältemaschine abgegebenen Leistung zur Kühlung der Gebäude.
 Sonnenkollektoren |
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Den über die Wärmeleistung der Sonnenkollektoren hinausgehenden Bedarf deckt ein Blockheizkraftwerk ab. Dieses ist auch der Hauptwärmeproduzent im Winter. Ihm zur Seite stehen zwei Gas-Brennwertkessel, welche die Spitzenlasten abdecken und in elektrischen Schwachlastzeiten (wie z.B. nachts) die Grundheizung übernehmen. |
Die Dimensionierung und Regelung des Blockheizkraftwerkes orientiert sich am Stromverbrauch des Gebäudes, eine Netzeinspeisung ist nicht vorgesehen.
Das gesamte Gebäude der Europäischen Akademie wird kontrolliert gelüftet und die Wärme im Winter bzw. Kälte im Sommer über Wärmetauscher mit einem Temperaturwirkungsgrad von über 90% zurück gewonnen. In den Bürobereichen übernimmt die Lüftung die Frischluftzufuhr, während die Funktionen Heizen und Kühlen energiesparend in den Räumen direkt über Niedertemperatur -Radiatoren und Decken-Fächerkühler erfolgen, welche thermostatisch geregelt sind und somit sowohl die Nutzerbedürfnisse als auch die unterschiedliche Ausrichtung der Räume im Gebäude berücksichtigen.
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