Freiheit in der Gestaltung
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Freiheit in der Gestaltung
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Wie das eigene Haus aussieht, das möchte der Bauherr selbst entscheiden. Schließlich ist es ja seins. Da ihm selbst in der Regel aber das Fachwissen fehlt, ist er auf das Know-How des Architekten angewiesen. Dieser ist fortan sein Hauptgesprächspartner und Ratgeber. Gerhard Spitaler aus Eppan berichtet von einer gelungene Bau-Beziehung. |
Wenn man baut, hat man ja bestimmte Vorstellung. Ob man die verwirklichen kann oder nicht, hängt sicher zunächst einmal von der Wahl des Architekten ab. Wie haben sie „den Richtigen" gefunden? Das war eigentlich ein Zufall, ein glücklicher, wie sich hinterher herausstellte. Ich und meine Frau Patrizia haben unsere Architekten, Herrn Flora und Herrn Sommer, über unsere Nachbarin kennen gelernt, deren Sohn in Innsbruck bei Herrn Flora studiert. Herr Flora hat die Planung für den geförderten Wohnbau und auch für einige private Bauherren hier übernommen und so sind wir in Kontakt gekommen. Er ist ein junger Architekt. Seine innovativen Ideen haben mir von Anfang an gefallen.
Wie ging es dann weiter? Im Unterschied vielleicht zu anderen Bauherrn habe ich mich relativ schnell dafür entschieden, dem Architekten in der Gestaltung größere Freiheiten zu lassen. Ich dachte mir, er hat das Verständnis, er weiß, wie das Gesamtprojekt auszuschauen hat. Wir als Laien haben das Verständnis nicht und haben deswegen ihm das Projekt anvertraut. Bei den einzelnen Bauschritten haben wir natürlich mitgeredet und diskutiert. Der Fachmann jedoch war er und wir haben ihm da einfach vertraut.
Hatten sie bestimmte Vorgaben für ihn? Ja, bestimmte Ideen hatten wir schon. Allerdings weniger was die Komplettplanung anbelangt, als einzelne Dinge, die wir eben gern dabei gehabt hätten.
Zum Beispiel wollten wir die Flexibilität haben, aus der Wohnfläche eventuell zu einem späteren Zeitpunkt zwei oder drei Wohneinheiten zu machen. Darauf ist er eingegangen und hat eine äußere Stiege miteingeplant. So dass der obere Bereich zu einer eigenen kleinen Wohnung mit separatem Eingang werden kann.
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 | Solche Vorgaben, wenn man es so will, hatten wir schon. Die letztendlich Einteilung hat jedoch komplett er übernommen.
Gab es auch Aspekte in der Planung oder auch während des Baus, bei dem Sie mit dem Architekten nicht direkt eine Einigung gefunden haben?
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Natürlich hat es auch Diskussionen gegeben. Ein Aspekt war beispielsweise die Holzfassade. Wir konnten uns das am Anfang nicht so gut vorstellen, die Fassade komplett aus Holz zu machen. Herr Flora hat dann eine gemeinsame Fahrt nach Vorarlberg vorgeschlagen, wo wir verschiedene Fassaden anschauen wollten. Holzfassaden und auch andere. | Wir sollten uns einfach ein besseres Bild machen können. Das hat auch funktioniert, muss ich sagen. Denn wir haben dort zum ersten Mal eine helle Holzfassade gesehen, ähnlich wie die, die wir jetzt haben. Die hat uns gleich sehr gut gefallen und so sind wir dann von der Idee Holzfassade nicht mehr abgekommen. Glücklicherweise, wie wir jetzt im Nachhinein finden. 19.04.2005 Bilder: Wohnhaus Fam. Spitaler/ Eppan Das Interview führte Claudia Tappeiner.
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