Alto Adige: concorrenza lontana e mercati nuovi
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L'allargamento dell'UE |
Alto Adige: concorrenza lontana e mercati nuovi
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Chiudiamo la carrellata di interviste alle redazioni di giornali di minoranze con un intervento di Toni Ebner, del locale Dolomiten. Le sue riflessioni si concentrano sulla dimensione economica dell'allargamento: quali rischi e quali vantaggi per il mercato altoatesino? (In lingua tedesca) | Wie reagiert die von ihrer Zeitschrift vertretene Minderheit auf die Osterweiterung? Welche Hoffnungen, welche Ängste, welche Zweifel werden gehegt?
Die Südtiroler Volksgruppe reagiert sehr positiv - auch gibt es keine Ängste, da der Ost-Markt aus Südtiroler Sicht doch relativ weit entfernt ist. Der einzige Zweifel herrscht in der Landwirtschaft, wo man mit starker Konkurrenz rechnet, der man allerdings gewappnet entgegentritt - Südtirol setzt voll auf Qualitätsprodukte. Und die Wirtschaft insgesamt betrachtet den Ost-Markt als Hoffnungsmarkt.
Wie hat Ihre Zeitung auf die EU-Osterweiterung am 1. Mai reagiert? War die Osterweiterung Gegenstand ihrer Titelseite? (Titel, Inhalt der relevanten Artikel) Selbstverständlich war die Osterweiterung Thema in den "Dolomiten" und auch auf der Titelseite. Beispielsweise in der Ausgabe vom 30. April. Hier berichteten wir auf Seite eins über die neuen Beitrittsländer und die geplanten Festakte. Im Ressort Politik brachten wir „Die EU-Erweiterung auf einen Blick" mit verschiedenen Angaben zu Bevölkerungszahlen, Wirtschaftsraum, Gremien und Sprachen in der erweiterten EU. In einer Serie zu den neuen Mitgliedsstaaten stellten wir bereits einige Tage vor dem 1.Mai täglich einen neuen Beitrittskandidaten vor. In der Ausgabe vom 30.April war dies Ungarn. Neben einem Beitrag zu allerlei Landestypischem, sprach der Budapester Psychologe Gabor Szamosi über seine Landsleute und deren eher negative Einstellung zum EU-Beitritt. Ein größerer Artikel war den neuen Regelungen an den Grenzen gewidmet. So braucht es ja beispielsweise für einen Kurztrip nach Warschau heute nur noch den Personalausweis, während man bislang für die meisten Osteuropareisen einen Pass oder gar ein Visum benötigte. Allerdings entfallen die Grenzkontrollen zu den neuen Ländern noch nicht: Sie gehören noch nicht zum Schengen-Raum.
Die EU-Erweiterung war selbstverständlich auch Thema im Wirtschaftsteil der „Dolomiten". So verknüpfen die neuen Beitrittsländer mit der Aufnahme in die EU vor allem große wirtschaftliche Hoffnungen. Doch machen sich auch hier negativere Stimmen laut. Da sind die Ängste der Neuen, von den reichen Alt-Europäern ökonomisch überrollt oder gar aufgekauft zu werden, gleichzeitig zeigen die Etablierten vor allem in Zeiten schwacher wirtschaftlicher Entwicklung, wo die Grenzen der Solidarität liegen. Schon früh kündigten Deutschland und Österreich an, in einer Übergangszeit die nationalen Arbeitsmärkte vor dem Zuzug von Menschen aus den Beitrittsstaaten zu schützen. All das und vieles mehr war Thema der „Dolomiten" in den Tagen um den 1.Mai. Selbstverständlich wurde die EU-Erweiterung auch insbesondere aus dem südtioler Blickwinkel betrachtet, mit Stellungnahmen südtiroler Politiker und mit einem Bericht über Südtirol als Kernland Mitteleuropas, das sich nun, nachdem Wien und Triest nicht mehr Randstädte zum abgetrennten Osten, sondern Zentren im mitteleuropäischen Binnenland sind, auch geografisch wieder im Zentrum Europas befindet.
12.07.2004
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