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Dopo aver analizzato la situazione della minoranza ungherese in Romania è la volta della Slovacchia. Grazie a un'analisi della redazione del Új Szó, possiamo ricostruire le prospettive future di una comunità in bilico tra timore della concorrenza e necessità di confronto.(in lingua tedesca)
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Edita Slezakova ist Direktorin der Petit Press AG und Chefredakteurin der Új Szó, einer in der Slowakei erscheinenden ungarischen Zeitung. Daneben ist sie Mitglied des Verwaltungsrates von Midas.
Aus ihrer Redaktion in Bratislava stammen die folgenden Beobachtungen.
Wie reagiert die von ihrer Zeitschrift vertretene Minderheit auf die Osterweiterung?
Welche Hoffnungen, welche Ängste, welche Zweifel werden gehegt?
Den Beitritt der Slowakei zur EU hat die Mehrheit der Ungarn in der Slowakei unterstützt (die Zustimmung war von Seiten der Ungarn verhältnissmäßig höher als bei den Angehörigen der slowakischen Mehrheit). Die Mehrheit der Bevölkerung, wie auch die ungarisch-ethnische Minderheit, erwartet sich durch den Zufluss ausländischen Kapitals vor allem einen Wirtschaftsaufschwung sowie eine Verbesserung des Lebensstandards. Die Unternehmer sehen den Beitritt zur EU vor allem als eine riesige, als die einzige Möglichkeit für das Land.Die größten Ängste wurden in der Bevölkerung durch Informationen über eventuelle Preiserhöhungen hervorgerufen, und auch die Einschränkungen des Arbeitsmarktes seitens einiger "alter" EU-Mitgliedsländer haben die positive Einstellung der Bevölkerung geschwächt. Es ist heute jedem klar, dass die Übergangszeit nicht einfach wird und dass es auch nicht leicht sein wird, auf dem europäischen Markt im Konkurrenzkampf zu bestehen. Mann sollte jedoch nicht vergessen , dass die Möglichkeit, die vor allem die jungen Menschen nun haben, an ausländischen Universitäten zu studieren viel zum Aufschwung der Wirtschaft und zur Entwicklung der Menschen beitragen kann.
Wie hat Ihre Zeitung auf die EU-Osterweiterung am 1. Mai reagiert?
Die Tageszeitung Új Szó hat sich bereits einige Monate vor dem EU-Beitritt regelmäßig mit der Erweiterung der EU beschäftigt. Da der 1. Mai in der Slowakei ein staatlicher Feiertag ist, ist die Zeitung an diesem Tag nicht erschienen. Jedoch brachte sie am 30.April und am 3. Mai das Thema auf den ersten Seiten. In der Vorbereitungsphase auf den Beitritt in die EU hat sich die Tageszeitung mit aktuellen Fragen beschäftigt, wie zum Beispiel mit den neuen Zollregeln, mit Änderungen der Mehrwertsteuer, mit dem freien Personenverkehr über die Grenzen, mit Beschränkungen einzelner Länder auf dem Arbeitsmarkt usw. Die Exemplare vom 30.April und dem 3. Mai haben keine „ernsten Themen", sondern die mit dem Beitritt zur EU zusammenhängenden Festlichkeiten behandelt.
War die Osterweiterung Gegenstand ihrer Titelseite? (Titel, Inhalt der relevanten Artikel)
Natürlich. Hier führe ich einige Zitate von der Titelseite der Ausgabe vom 30. April an.
Titel: " In einigen Stunden in der Europäischen Union "
Text: " Noch ein paar Stunden und die Slowakei tritt gemeinsam mit neun weiteren Staaten der Europäischen Union bei. Dies bedeutet unter anderem, dass die Zollkontrollen an den Grenzen wegfallen, und dass man ohne Pass, allein mit dem Personalausweis in jedes beliebige EU-Land fahren kann."
Des Weiteren wurde über die Veranstaltungen berichtet, die in diesen Tagen stattgefunden haben. Zitat von der Ausgabe am 3. Mai (Titelseite)
Titel: " Endlich sind wir drin"
Text: " Wir sind schon Mitglieder der Europäischen Union. (...) Wer konnte, überschritt in diesen geschichtlichen Stunden irgendeine innere Grenze der Union. (...) Es herrschte ein reges Kommen und Gehen an der gesamten slowakisch-ungarischen Grenze. Sehr viele Gemeinden feierten, dass das Ungarische und das Ungarische nun noch näher zueinander kamen."
Es wurde noch über zahlreiche Festlichkeiten, Programme berichtet.
Das Interview fürthe Valentina Bergonzi
05.07.2004