Sprachcafé – caffè delle lingue
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Sprachcafé – caffè delle lingue
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Es ist Dienstag, 18.00 Uhr, im Jugendzentrum papperlapapp: es trudeln Selbstsichere und Schüchterne, Ältere und Jüngere, Einheimische und Globetrotter, Sprachbegeisterte und Neugierige ein... es ist Zeit für das Sprachcafé! | Ein Sprachcafé unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von einem anderen Café. Menschen sitzen ungezwungen zusammen, unterhalten sich, trinken etwas, kommen und gehen wann sie möchten. Nur auf den zweiten Blick fällt dem Aufmerksamen die Einzigartigkeit des Sprachcafés auf. Wer von einem zum anderen Tisch geht und sich an den Gesprächen beteiligen möchte, wird bemerken:
| an jedem Tisch wird eine andere Sprache gesprochen! |
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In vielen größeren Städten Europas gibt es bereits Sprachcafés. Seit Oktober 2001 existiert auch eines in Bozen. In Bozen leben ca. zwei Drittel italienisch- und ca. ein Drittel deutschsprachige Menschen - Kulturen sind es weitaus mehr. Das Sprachcafé findet zwei Mal im Monat statt und ist bereits zum Fixpunkt für viele sprachbegeisterte Südtiroler und Ausländer geworden. Bei Kaffee oder einem Bier quatschen sie mit ihren Tischnachbarn auf Deutsch, Italienisch, Französisch, Spanisch oder Englisch. Bei manchen reicht es anfangs nur zum einfachen „Wie geht es dir?". Andere diskutieren über Kultur und Sprache, über Religion und Kulinarisches, aber auch über Reisen, über Schwierigkeiten im In- und Ausland oder über Persönliches. Die Teilnehmer lernen sich kennen, tauschen sich aus und nicht selten geht es nach den zwei Stunden im papperlapapp noch gemeinsam zum Kebab-Stand.
Ursprüngliche Zielgruppe für das Sprachcafé waren Schüler und Studierende. Tatsächlich kommt aber eine breit gefächerte Gruppe: Jugendliche, Pensionisten, Berufstätige, Sprachkursbesucher und viele mehr. Gemeinsames Ziel ist es, in gelöster Stimmung Fremdsprachen zu sprechen. Es dürfen Fehler gemacht werden und einfach nur Zuhören ist auch erlaubt. Lehrpersonen gibt es keine, dennoch ist immer ein Gesprächsleiter der jeweiligen Muttersprache am Tisch, der das Gespräch animiert und neue Besucher mit einbezieht. Da es manchmal anstrengend ist, sich länger in einer Fremdsprache zu unterhalten, besteht auch die Möglichkeit sich an den Tisch zu setzen, an dem die jeweilige Muttersprache gesprochen wird. Somit kann der Lernende an einem anderen Tisch zum Experten werden. Wer an einem Abend eine ganze Reise machen will, kann sich auch nacheinander an verschiedene Tische gesellen und sich mal hier und mal dort mit unterhalten.
Seit ungefähr drei Jahren erfreut sich das Sprachcafé großer Beliebtheit. Das nächste Treffen findet am 4.Oktober und danach wie immer jeden 1. und 3. Dienstag im Monat statt. Also ihr Selbstsicheren und Schüchternen, Älteren und Jüngeren, liebe Einheimische und Globetrotter, Sprachbegeisterte und Neugierige: A bientot, see you, bis dann, a presto, hasta la vista!
Bozen, 29.09.2005
Irene Egger
Irene Egger ist pädagogische Leiterin des Jugendzentrums papperlapapp.
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