Amnesty International: Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns
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Amnesty International: Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns
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Die weltweit häufigste Todesursache von Frauen im Alter zwischen 16 und 44 Jahren ist häusliche Gewalt. Amnesty International Österreich nimmt den Tag der Menschenrechte zum Anlass um durch zahlreiche Veranstaltungen an diesen weltweiten Menschenrechtsskandal zu erinnern. |
Gewalt an Frauen fordert mehr Opfer als Krebs, Verkehrsunfälle, Malaria und Krieg. Sie findet Tag für Tag in allen Ländern, Kulturen und sozialen Schichten statt. In Österreich werden, laut Angaben von Amnesty International, drei Viertel aller in der Kriminalstatistik ausgewiesenen Gewalt- und Tötungsdelikte im familiären Kontext begangen. Gewalt an Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung, die meist im Verborgenen stattfindet. Doch ist Gewalt nie "privat", sondern fordert das Eingreifen privater und staatlicher Einrichtungen.
Mit der weltweiten Kampagne „Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns" stellt Amnesty International das Eintreten gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Aktionen. Ziel ist es, den Stimmen der Frauen und Männer, die die Beseitigung von Diskriminierung und Gewalt fordern, weltweit Gehör zu verschaffen und EntscheidungsträgerInnen, Organisationen und Einzelpersonen zu ermutigen, sich öffentlich zum Schutz der Menschenrechte von Frauen zu bekennen.
Der 10. Dezember, der Tag der Menschenrechte bildet den Abschluss der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen", einer Aktion die seit 1991 alljährlich vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen bis zum 10. Dezember an die Rechte der Frauen erinnert.
Hintergrund Am 25. November 1960 starben in der Dominikanischen Republik die drei Schwestern Mirabal. Sie wurden wegen ihrer Aktivitäten gegen Diktator Trujillo vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet. 1981 fand in Bogotá ein Treffen von engagierten Frauen aus Lateinamerika und der Karibik statt. Sie riefen den 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aus, der daraufhin vom Center for Women`s Global Leadership in den USA 1991 als Ausgangspunkt für ihre Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen" gewählt wurde. Seither machen Frauengruppen aus Südamerika, Asien und Westeuropa alljährlich vom 25. November bis zum 10. Dezember durch Aktionen auf die tägliche Gewalt an Frauen aufmerksam.
Schon 1992 schlossen sich auch österreichische Organisationen den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen an. Mittlerweile ist dieser Zeitrahmen weitweit ein fixer Bestandteil im Einsatz für die Durchsetzung der Rechte der Frauen – auch für amnesty international.
10. Dezember 2004 – Tagung Gegen Gewalt an Frauen in Wien Den Abschluss der Veranstaltungsreihe mit der die Menschenrechtsorganisation in den vergangenen 16 Tagen in Österreich die Frauenrechte ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt hat, bildet die Tagung „Gegen Gewalt an Frauen" die am heutigen 10. Dezember in Wien stattfindet. Durch Beiträge von MenschenrechtlerInnen, RechtsexpertInnen und PsychologInnen soll die Problematik von verschiedenen Seiten beleuchtet und den Austausch zwischen den verschiedenen involvierten Berufsgruppen gefördert werden.
10.12.2004
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