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Ein Innovationswerkzeug mit Namen Rosi - Teil 2 
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Dann liegt also die Hilfestellung von Rosi darin, durch gezielte Fragen, das firmeninterne Know-how zu bündeln und zu koordinieren?
Hofer: Ja genau. Durch diese strukturierten Fragebögen mit einem Rating-Verfahren, kann der Unternehmer entscheiden ob diese Innovation - also diese neue Idee gepaart mit einen guten Management, wie wir Innovation bestriebsnah definieren -  weiter vorangetrieben wird, weil sie marktfähig ist, oder ob man das Ganze blockt.

Ob Rosi zur richtigen Entscheidung verhilft, hängt demnach von den Kenntnissen und der Kompetenz der firmeninternen Mitarbeiter ab, oder?
Hofer (lacht): Ja, das stimmt! Aber die machen sich ja auch Gedanken! Nehmen wir den Fall an, der Produktionsleiter hält von dem neuen Projekt nichts. Dann bringt er dies über sein Rating zum Ausdruck, das in dem Fall wohl miserabel ausfällt. Für den Unternehmer bedeutet dies dann soviel wie: Hallo, da muss ich aufpassen, womöglich hat er recht!

Wer hat denn Rosi erschaffen?
Hofer: Ursprünglich stammt das Instrumentarium von der Deutschen Luft- und Raumfahrtsgesellschaft. Dort hat man mit einem  - natürlich viel komplexeren – System die unterschiedlichen Forschungszweige und –projekte bewertet. Davon ausgehend hat man im Düsseldorfer Raum ein kommunales Projekt gestartet und ein Bewertungsschema für die KMU, also die Klein- und mittelständischen Unternehmen, kreiert. Wir haben dieses dann unsererseits für die Südtiroler Verhältnissen adaptiert. Gemeinsam mit der Tiroler Zukunftsstiftung führen wir Rosi nun in die KMUs in Tirol und Südtirol ein. Über diese Zusammenarbeit konnten wir auch ein Interreg-Projekt beantragen, dessen Kick-off-Meeting gestern in Innsbruck stattgefunden hat.

Was folgt jetzt?
Hofer: Nun wird Rosi im Pilotversuch ein halbes Jahr an 10 Südtiroler getestet. Von einigen haben wir bereits sehr positive Rückmeldungen.

Erlauben sie noch eine abschließende Frage aus Neugierde. Warum trägt denn das Werkzeug, den innovativen Namen Rosi?
Hofer (lacht): Der Name ist, wie so oft, ein Kürzel. Er steht ganz einfach für regional orientiertes System der Innovation. Rosi ist der Markenname, aber schlussendlich bezeichnet er nichts anderes als ein Innovationsentscheidungsinstrumentarium. Dies ist eigentlich der richtige Begriff, auch wenn Rosi natürlich eindeutig der nettere Name ist.

17.11.2005

Das Interview führte Julia Reichert.


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Ein Innovationswerkzeug mit Namen Rosi - Teil 1

 
 
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