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Ein Innovationswerkzeug mit Namen Rosi 
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Innovation? Ja klar. Wer im Wettbewerb mithalten möchte, muss innovativ sein. Das liest man überall. Doch wie wird man das? Hubert Hofer, Direktor des BIC Südtirol erklärt, wie kleine und mittelgroße Unternehmen erfolgreich innovative Produkte oder Prozesse einführen können, ohne am Markt vorbeizuwirtschaften. Die Hilfestellung kommt von Rosi, dem Innovationswerkzeug.

Herr Hofer, was ist Rosi?
Hofer: Rosi ist ein Entscheidungsinstrumentarium für einen Unternehmer, der innovative Projekte nach vorne bringen möchte. Rosi hilft ihm, herauszufinden, wo es sich lohnt zusätzliches Budget zu investieren und wo nicht.

Wie funktioniert das?
Hofer: Ein Unternehmer, beispielsweise aus der Elektrobranche, bewertet durch ein automatisches Rating-System die Innovationsprozesse, die er im Unternehmen hat und erhält somit Aufschluss über die Marktfähigkeit der geplanten Innovation. Um bei unserem Beispiel aus der Elektrobranche zu bleiben, wäre es vorstellbar, dass ein Unternehmen die Idee hat, eine neue intelligente Leuchte auf den Markt zu bringen – eine, die je nach Tageslichteinstrahlung ihr Licht automatisch reguliert. Die betreffende Firma hat auch bereits die Kosten dieses neuen Produkts in Erfahrung bringen können, kennt aber noch nicht das Marktpotential.

Und hier schreitet dann Rosi zur Tat?
Hofer: Ja, an dieser Stelle kann Rosi eingesetzt werden, um festzustellen, ob die Innovation erfolgreich sein kann. Innovation kann hier natürlich auch einen neuen Prozess oder eine Verbesserung eines bestehenden Produkts bedeuten. Und natürlich, wie in unserem Beispiel, ein neues Produkt

Welches sind die konkreten Arbeitsschritte von Rosi?
Hofer: Nun, der Kern von Rosi ist ein Fragebogen-System in Excel. Als ersten Schritt treffen sich die Schlüsselfiguren im Unternehmen zu einem Initialworkshop. Das sind, neben dem Unternehmer, beispielsweise der Vertriebsleiter bzw. Marketingleiter, der Produktionsleiter und so weiter. Diesen Personen werden dann mittels eines systematischen Fragebogens, Fragen zum neuen Projekt gestellt. Jeder der Beteiligten antwortet auf die Fragen und gewichtet gleichzeitig noch seine Aussage für den gesamten Entscheidungsprozess.

Was sind das für Fragen?
Hofer: Die Fragen beziehen sich auf verschiedene Bereiche, auf den Markt, auf die Produktion, das heißt auf die Umsetzbarkeit, auf die Kosten und so weiter. Eine markttechnische Frage lautet beispielsweise: Was mache ich mit diesem neuen Produkt besser als die Konkurrenz? Oder auch, welchen Mehrwert gebe ich meinem Kunden mit diesem Produkt?
Im Ganzen umfasst der Fragebogen 26 Fragen, für deren Beantwortung der Mitarbeiter ungefähr 1 Stunde braucht. Anschließend liefert er seine Antworten an einen Moderator ab.
 
Ist das auch ein Mitarbeiter der Firma?
Hofer: Meistens ja. Es kann aber auch ein externer Berater hinzugezogen werden. Der Moderator bündelt die Meinungen der befragten Personen und gibt diese gebündelte Fassung an den Unternehmer weiter. In einem Finalworkshop werden dann schließlich die Aussagen aus dem Fragebögen präsentiert und diskutiert. Am Ende steht dann die Innovationsentscheidung. Das heißt, der Unternehmer legt fest, wie viel Budget er in das zur Diskussion stehende Produkt oder den Innovationsprozess investiert. weiter


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Ein Innovationswerkzeug mit Namen Rosi - Teil 2


 
 
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