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Die Stimme der Ladiner 
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Täglich erklingt sie (noch) nicht, wöchentlich schon: La Usc de Ladins (deutsch die Stimme der Ladiner). Jeden Samstag erscheint das einzige ausschließlich in ladinischer Sprache verfasste Printmedium der kleinsten Südtiroler Sprachgruppe. David Lardschneider, Redakteur in St.Ulrich im Grödnertal, spricht über die Besonderheiten einer Zeitung, die in fünf verschiedenen Idiomen verfasst ist.

Herr Lardschneider, wer liest La Usc de Ladins?
Man kann fast sagen, alle Ladiner in den Dolomiten. Wir haben eine wöchentliche Auflage von 3800 Stück. Das mag absolut gesehen eine niedrige Zahl sein, wenn wir sie aber in Relation zur Bevölkerungszahl setzen, können wir mit den „Dolomiten" (auflagenstärkste deutschsprachige Tageszeitung in Südtirol; Anm. d. Red.) gut mithalten. Eine ASTAT-Erhebung hat vor einigen Monaten ergeben, dass in Südtirol 90% der Ladiner
La Usc de Ladins lesen . Wenn man alle fünf ladinischen Dolomiten-Täler miteinbezieht, also auch die der Provinzen Belluno und Trient, kann man sagen, dass 9 von 10 Ladinern unsere Zeitung lesen.

Und außerhalb Ladiniens?
Auch dort liest man sie. Wir verschicken das Blatt auch italienweit und sogar weltweit.

Wohin geht da die Reise?
Das weiteste ist wohl Japan und Nordamerika. Ladiner gibt es ja überall. Mit dem Zeitungsabo können sie die Verbindung mit den Ursprungstälern halten. 

Seit wann gibt es die Zeitung?
Erste Versuche gab es bereits 1905. Dann, während der Weltkriege und in der Zwischenkriegszeit, war die Situation natürlich schwierig. Als direkten Vorfahren der heutigen Zeitung kann man wohl die 1949 gegründete „Nos Ladins" nennen. In ihren Anfängen war die Redaktion für alle geöffnet, die Interesse hatten oder überhaupt in der Lage waren, auf Ladinisch zu schreiben. Seit 1972 erschien sie dann einmal monatlich, ab 1985 zweimal monatlich und seit 1990 wöchentlich.

Wer schreibt heute für La Usc de Ladins?
Wir haben fünf Redaktionen, in jedem Tal eine. Insgesamt sind 9-10 Redakteure beschäftigt, einige davon jedoch nur in Teilzeit. Die Journalistenprüfung wird uns bislang noch verwehrt. Nicht weil wir nicht in der Lage wären, sie zu bestehen, sondern weil die Usc di Ladins nicht die formellen Voraussetzungen aufweist - die eines Journalisten als verantwortlichen Direktor.

Wie werden sie ansonsten von öffentlicher Hand unterstützt? Finanziell zum Beispiel?
Wie finanzieren uns zu gut einem Drittel aus Werbeschaltungen und zu 23 Prozent aus den Abonnements. Der Staat trägt nicht ganz drei Prozent, Provinz und Region zusammen ein Drittel.  weiter


  FORTSETZUNG
   


Die Stimme der Ladiner - Teil 2 

 

  Über die Ladiner im Focus
   


Storia dei ladini

Uno sguardo ladino sulla storia

Gare di sci tra Sami, Ladini e Frisoni

Die Stimme der Ladiner

La modernità raccontata in ladino

 
 
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