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Sich mit Design von der Konkurrenz abheben 
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Standardangebote sind schon lange keine Garantie für volle Häuser und ausgelastete Bergbahnen mehr. Ein schönes Zimmer mit Halbpension, ohne weiteren Mehrwert, lässt sich heute oft nur mehr über den Preis verkaufen. Wer auf dem hart umkämpften Reisemarkt überleben will, muss sich mit einem differenzierten Angebot, aber auch mit viel Professionalität von der Konkurrenz abheben.

 Dabei lässt sich das „Schick & Günstig"-Konzept auch im Tourismus umsetzen. „Cheap & Chic", so der Titel einer Studie der Schweizer Beratungsgesellschaft Grisch Consulta, entspricht einem eleganten, unkomplizierten und modernen Lebensstil, mit dem sich alle Altersklassen identifizieren können.

„Cheap & Chic hat seinen Ursprung in der Konsumgüterbranche. Unternehmen wie Hennes & Mauritz, Zebra und IKEA setzen bereits seit Jahren erfolgreich auf diesen Trend, indem sie schicke  Produkte mit einer stimmigen Qualität zu günstigen Preisen anbieten", erklärt Dr. Roland Zegg, der Gründer und Geschäftsführer der Grisch Consulta AG. Für die Tourismusbranche eigne sich der Trend des „Cheap & Chic" in besonderem Masse für Gastro- und Beherbergungsbetriebe. Es sei sogar sehr wahrscheinlich, dass sich in nicht allzu ferner Zukunft ganze Destinationen auf diesen Trend ausrichten könnten.
 
Design und „Cheap & Chic"
Vom „Schick & Günstig"-Konzept ist Design nicht wegzudenken: „Sind Betriebes daran intreressiert auf Cheap & Chic umzurüsten, müssen, starke Akzente im Bereich Design gesetzt werden. Dies kann zum Beispiel in der Möblierung, der Zimmergestaltung oder dem Wellnessbereich liegen. Die Funktionalität des gesamten Angebotes steht dabei im Vordergrund. Das Angebot muss möglichst einfach gestaltet sein und einen absolut effizienten Betriebsablauf garantieren. Ebenfalls elementar ist eine starke, brandaktuelle Kommunikationsinfrastruktur, wie Räume für die Gäste-Community mit einer leistungsfähigen IT," so Zegg.

 „Schick & Günstig"-Gast
Der „Schick & Günstig"-Gast sucht ein außergewöhnliches Ambiente, freundliches und hilfsbereites Personal – „Low Cost" darf niemals auch „Low Service" bedeuten –, er schätzt Überraschungen und kleine Aufmerksamkeiten, will aber auch genau wissen, was ihm für sein Geld geboten wird. Und: Er bezahlt nur, was er auch wirklich konsumiert. Ein günstiges Grundangebot mit vielen kostenpflichtigen Extras ist ihm also lieber, als ein teures All-Inklusive-Konzept, das er selbst bei einem längeren Aufenthalt nicht voll auskosten kann. Betriebe, die auf „schick & günstig" umstellen wollen, müssen bereit sein, den Gast in den Mittelpunkt ihrer Anstrengungen zu stellen. Sie müssen sich laut Experten aber auch auf eine Durststrecke, sprich eine Anlaufphase von drei bis fünf Jahren gefasst machen. Und: Sie können den Gästen nur dann eine gute Qualität zu günstigen Preisen bieten, wenn sie die internen Kosten straffen sowie Kooperationen eingehen.

Cheap & Chic in den Alpen?
„Die Nachfrage nach Premium-Angeboten ist in den  Alpen nach wie vor groß", sagt Christoph Engl, Direktor der Südtiroler Marketing Gesellschaft (SMG). Nicht so im so genannten Budget-Segment, das den Vorstellungen der Gäste großteils nicht mehr entspreche. Die neue Angebotslinie „Schick & Günstig" sei nicht als Angriff auf die Qualitätsmarke Alpenraum zu werten. „Sie bietet lediglich neue Möglichkeiten, eine eher junge und stilbewusste Klientel anzusprechen." Als Beispiel dafür könne das Hotel Riders Palace, ein Designhotel in Laax in der Schweiz genannt werden. Es bietet sowohl preisgünstige Fünf-Bett-Zimmer als auch hypermoderne Multimedia-Suiten mit High-Tech-Ausstattung an.

28.04.08

Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) 


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