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Ein Melting Pot voller Ideen 
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Design ist das Steckenpferd der Modebranche. Doch genügt gutes Styling allein nicht, um sich auf dem Modemarkt zu behaupten. Die gebürtige Meranerin Alexandra Stelzer in einem Gespräch über Exklusivität, Kreativität und ihre persönlichen Wege zur Inspiration.


Frau Stelzer, was bedeutet für Sie persönlich Design?

Design spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle: Design ist Ausdruck meiner Kreativität, Verwirklichung meiner Ideen und Konkretisierung aller Eindrücke die mein Schaffen prägen.

Ist das Design das Nonplusultra der Modebranche?
Sicher ist Design eines der wichtigsten Elemente in der Modebranche, aber nur im sinfonischen Zusammenspiel mit Material und Verarbeitung, und der nötigen Kommunikation, würde ich das Design als Nonplusultra einstufen.

DE CALL produziert jährlich neun Kollektionen, darunter Haute Couture und Prêt-à-porter, welche unterschiedlichen Ziele werden dabei verfolgt?
Prêt-à-Porter bezeichnet, wie der französische Ausdruck schon sagt, die so genannte 'pronta vestibilità' 'bereit zum anziehen': mit dieser Kollektion setzen wir auf stets wechselnde Trends, und punkten mit weiblichen und stilvollen Akzenten, ohne dabei die Tragbarkeit zu vernachlässigen.
Haute Couture Kreationen hingegen stehen für Exklusivität: raffinierte Handarbeit-Einzelstücke für besondere Anlässe, die die feminine Sinnlichkeit betonen, den Luxusaspekt hervorheben und für das Image unseres Labels maßgebend sind.

Wer kauft bei DE CALL ein und was bieten Sie ihrem Kunden an?
Die verschiedenen DE CALL Kollektionen begleiten die kosmopolitische, moderne und stilvolle Frau in ihrem Alltag, genauso wie bei jedem großen Auftritt. Von der Jeans-Kollektion bis zum Abenddress bieten wir für jeden Anlass das perfekte Outfit.

Wie kommt das Modehaus DE CALL zum Design der unterschiedlichen Kollektionen?
Ich inspiriere mich für das Design meiner Kollektionen – bewusst oder unbewusst - auf Reisen, durch Städte, Menschen, Kultur, Kunst, Architektur, Gerüchen, Haptik verschiedener Materialien, Musik … vieles weckt in mir Eindrücke: diese landen dann in einem großen Melting Pot, woraus ich nach und nach die Ideen schöpfe und sie in Design verwandle – je nach Jahreszeit, Mood und Materialien.
Mit jeder Kollektion werden verschiedene Ziele und teilweise auch verschiedene Zielgruppen angestrebt. Das Design bleibt Leitfaden aller unserer Kollektionen die auch untereinander kombiniert werden können. So entstand z.B. die DE CALL ON TOUR Linie als Casual-Collection, die DE CALL Alexandra Stelzer Prêt-à-Couture Kollektionen in "limited edition" für den Tages-Cocktail und Abendbereich; und das Etikett "DE CALL Atelier" für die exklusiven Haute Couture Roben in aufwendiger Handarbeit.

Wie hat DE CALL den Status eines exklusiven Modelabels erreicht? Und wie wird dieser Status aufrechterhalten?
Unsere Philosophie ist seit über 15 Jahren: innovatives Design, Qualität, hochwertige Verarbeitung und avantgardistische Materialien. Dadurch bietet DE CALL Kontinuität. Diese Philosophie erlaubt uns den Status aufrecht zu erhalten und unsere Kundinnen identifizieren unser Produkt damit.

Können ausschließlich exklusive Produkte mit Design punkten?
Design bedeutet nicht unbedingt Exklusivität: exklusiv werden die Produkte dann, wenn sie dank Design im Zusammenspiel mit hochqualitativer Verarbeitung und gutem Marketing dementsprechend vermarktet werden.

05.05.2008

Das Interview führte Stefanie Gius.


  Veranstaltung
   


Lernen von anderen Branchen "Design oder Nichtsein?" am 08.05.08


 
 
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