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Für die Südtiroler ist sie eine der Prüfungen, die man einfach irgendwann mal im Leben ablegt. Sie gehört zum Erwachsenwerden wie die Abschlussprüfungen in der Schule und der Führerschein. Die Rede ist von der Südtiroler Zweisprachigkeitsprüfung. |
Auch wenn der offizielle Zweisprachigkeitsnachweis lediglich für Stellen im öffentlichen Dienst unabdingbare Voraussetzung ist, ist er doch auch in der Südtiroler Wirtschaft ein gern gesehenes Requisit.
Was bei der Prüfung genau verlangt wird, wie man sich anmeldet und vor allem, wie man sich mit dem Online-Wörterbuch ELDIT auf diese Prüfung vorbereiten kann, erklärt uns Katharina Schober, die die Prüfung gerade abgelegt hat.
Beginnen wir am Anfang. Wo meldet man sich an?
Anmelden kann man sich schriftlich beim Amt für Zweisprachigkeit in Bozen. Das Anmeldeformular lädt man sich am besten direkt von deren Homepage herunter und schickt es ab. Nach ein paar Wochen erhält man dann per Brief seinen Prüfungstermin.
OK. Nun zu den Inhalten. Was muss man genau tun?
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Im schriftlichen muss man Fragen zu zwei Texten beantworten und zwar jeweils in der anderen Sprache. Man liest also einen Text in Deutsch und antwortet auf ca. sechs Fragen in Italienisch und umgekehrt. Im mündlichen Teil muss eigentlich einfach reden. Das Thema ist gar nicht so wichtig. Es soll eben nur geprüft werden, ob man in beiden Sprachen eine Unterhaltung führen kann.
Und wie hast du dich auf die Prüfung vorbereitet? Mit ELDIT?
Ja genau. ELDIT enthält neben einem Wörterbuchteil, die gesamten Texte der Zweisprachigkeitsprüfung. Mit einem Klick auf ELDIT Texte öffnet sich der Textteil. Anschließend sucht man sich ein Thema aus, das einen interessiert, wählt die Sprache, in der man sich vorbereiten möchte sowie den Schwierigkeitsgrad der Prüfung (Es gibt nämlich vier verschiedene Prüfungstypen - je nach beruflicher Laufbahn) und dann geht's auch schon los.

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Ich habe als deutsche Muttersprachlerin natürlich vorwiegend mit italienischen Texten gearbeitet. Ich habe den Text gelesen und bei Verständnisschwierigkeiten konnte ich mit einem Klick auf das entsprechende Wort direkt in den Wörterbuchteil von ELDIT gelangen, denn die Wörter der Texte sind mit dem Wörterbuch verlinkt.
Geben wir doch ein Beispiel.
Ja, in diesem Text hätte ich beispielsweise „sviluppo" nachgeschlagen.

Zunächst öffnet sich ein Fenster mit den Bedeutungen des angeklickten Wortes. Zusätzlich werden je ein Beispielssatz und die Übersetzung in die andere Sprache gegeben.

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Möchte man detailliertere Informationen bekommen, klickt man auf das graue Feld unten. So gelangt man zur eigentlichen Wörterbuchseite von „sviluppo".

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Anschließend kehre ich wieder zu meinem Ausgangstext zurück und lese weiter. Wenn ich alles verstanden habe, versuche ich die untenstehenden Fragen zu beantworten.
Das hört sich praktisch und sinnvoll an. Hat es dir etwas gebracht?
Ja, ich fand das ein gutes System. Der große Vorteil ist eben, dass man nicht in Wörterbüchern nachschlagen muss, wenn man ein Wort nicht versteht. Das spart viel Zeit und man verliert auch nicht so schnell die Lust am Üben.
Hättest du Verbesserungsvorschläge für ELDIT?
Ja, es wäre toll, wenn man auf irgendeine Art und Weise, die Antworten auf die Fragen korrigiert bekäme. Ich weiß, dass das sicher schwierig ist. Aber toll wär's schon. Bestanden habe ich die Prüfung aber auch so. Und ich muss sagen, dass ELDIT schon eine große Hilfe war. Man kann sich von zu Hause aus auf die Prüfung vorbereiten und muss noch nicht einmal in den Buchladen gehen, um das Buch mit den Texten zu kaufen. Es wird einem alles nach Hause geliefert.
20.09.2004