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LEITWIND: der erste Windgenerator der Megawatt-Klasse 
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Die Nutzung der Windenergie ist keine neue Technologie, sondern die Wiederentdeckung einer traditionsreichen Technik. Seit der Ölkrise in den 1970er Jahren erlebt die Windkraft eine Renaissance mit jährlichen Wachstumsraten um 40% in Europa.

Preislich kann Strom aus Windkraft heute mit Strom aus neuen Kohle-, Atom- oder Wasserkraftwerken konkurrieren. Somit stellt die Windkraft neben der Wasserkraft jene erneuerbare Energie dar, mit der man relativ schnell und billig große Leistungen installieren kann. Die Nutzung des Windes ist daher nicht mehr nur ausschließlich in Küstengebieten attraktiv.


Die Firma LEITNER nutzt ihr technisches Know-how für Aufstiegsanlagen, um einen Windgenerator für den italienischen Markt zu entwickeln. Geschäftsführer Michael Seeber im Interview.

Wo steht der erste Windgenerator der Leitner und was leistet er?
In Mals im Vinschgau haben wir Ende August 2003 den ersten innovativen selbst entwickelten Windgenerator installiert, der seit  Oktober 2003 den Probebetrieb aufgenommen hat. Das dreiflügelige Windrad mit einer Nabenhöhe von 60 Metern und einem Rotordurchmesser von 62 Metern ist auf eine Maximalleistung von 1,2 Megawatt ausgelegt und wird an diesem Standort jährlich etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von 400 Haushalten.

Entdeckt Südtirol nun die Windkraft?
Nicht wirklich. In Südtirol wird die Windenergie auch in Zukunft sowohl aus Windmangel als auch aus ästhetischen Gründen keine besondere Bedeutung haben.

Wie kommt Leitner als Alpintechniker zu Windenergie?
Basis des Leitner-Windgenerators, der den Markennamen „Leitwind" trägt, ist die ursprünglich für Aufstiegshilfen entwickelte getriebelose Antriebstechnik. Unsere Windkraftanlage ist eine umgedrehte Seilbahn. Während der Direktantrieb bei der Seilbahn mit Hilfe von Strom die Seilscheibe bewege, übersetze er beim Windgenerator die Drehungen des Windrades in Energie.


Wird auch italienweit (weltweit) exportiert? Wenn ja, wohin?
Das Hauptaugenmerk im Vertrieb wird vorerst auf Italien liegen. Als einziger italienischer Hersteller von Windkraftanlagen dieser Größenordnung werden wir uns zuerst auf den Heimmarkt konzentrieren. In Frankreich und auch in den Usa wollen wir über die eigenen Tochterunternehmen reüssieren.

Sigrid Hechensteiner

Im Bild: der Windgenerator In Mals im Vinschgau

05.08.2004


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