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RENERTEC: Kompetenzzentrum für "regenerative Energie" 
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Fossile Energien und die Atomkraft haben ausgedient. Erneuerbare Energien sind gefragt: ob Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft, Geothermie oder Wasserstoff, all diese Energiequellen sind krisensicher, nachhaltig und vor Ort verfügbar.

Doch während Mittel- und Nordeuropa dies schon lange erkannt hat, fassen die neuen Formen der Energiegewinnung in Südeuropa nur zögerlich Fuß. Dies liegt unter anderem auch daran, dass es dort kaum heimische Klein- und Mittelbetriebe gibt, die im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. „Zu groß ist die Konkurrenz aus dem Norden, der mehr und deshalb auch viel billiger produzieren kann", erklären Rupert Rosanelli, Geschäftsführer von Syneco. Doch gerade erneuerbare Energien, ist BIC-Direktor Hubert Hofer überzeugt, müssten verstärkt zum Gegenstand der heimischen Umweltpolitik und Wirtschaft werden.

Um international marktfähig zu bleiben und das Angebot der lokalen Nachfrage anpassen zu können, bedarf es einer lokalen Anlaufstelle in Sachen erneuerbare Energien. Im November 2003 haben das BIC, die EURAC, der Landesverband für Handwerker (LVH) und die Umweltagentur der Autonomen Provinz Bozen unter der Begleitung der Firma Syneco den Grundstein für ein Südtiroler Kompetenzzentrum für „regenerative Energie", gelegt.

Das Projekt RENERTEC bündelt die Innovationskraft von rund 40 heimischen Betrieben aus den Bereichen Solar, Wind, Biomasse, Wasserkraft, Geothermie und Wasserstoff mit jener der Politik und der Wissenschaft.
Ziel der von der Landesregierung stark unterstützten Initiative ist es, einen regionalen Wirtschaftsschwerpunkt zu etablieren, der Südtiroler Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien nationalen und internationalen Rückenwind gibt. „Südtirol ist bereits heute Italienweit führend in Sachen Biomasse - vorwiegend Holz - Wasserkraft und Solarenergie", so Walter Huber, Direktor der Umweltagentur und Stephan Ortner, Direktor der EURAC. Von hier aus ließe sich langfristig der italienische Markt mit einem ungeheuren Potential an Sonnen- oder Windenergie erschließen.
Südtirol nimmt in Italien auch gesellschaftspolitisch eine Sonderstellung ein. „Nirgendwo sonst ist die Aufgeschlossenheit von Politik und Gesellschaft zu dieser Thematik größer als bei uns", sagt LVH-Vizedirektor Thomas Pardeller.

In den nächsten Jahren wird mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds am Aufbau des Kompetenzzentrums gearbeitet. Schwerpunkte werden sein: Technologietransfer, Forschung und Entwicklung, Marktunterstützung, Wissens- und Schulungszentrum. Die Homepage, die sich derzeit in Ausbau befindet, wird eine reiche Palette an Informationen zu regenerativen Energien in und um Südtirol Verfügung stellen.
Bereits im letzten Jahr ist mit Veranstaltungen zu den Themen Biomasse und Biogas sowie Solarthermie und solares Kühlen begonnen worden. Die Reihe soll heuer fortgesetzt werden.

Das ZSW Stuttgart, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung, und das EEE Güssing, Europäisches Zentrum für erneuerbare Energien, unterstützen das Südtiroler Vorhaben als Partner.
Mit konsequent anwendungsnaher Forschung im Bereich der Sonnenenergie und Wasserstofftechnologie bildet das ZSW die Brücke zwischen universitärer Grundlagenforschung und Industrie: In den zahlreichen Kooperationsprojekten werden innovative Ideen bis zur Marktreife entwickelt.
Güssing hatte schon Anfang der 1990er Jahre den nahenden Boom erneuerbarer Energiequellen wahrgenommen und sich vor allem auf Biomasse spezialisiert. Durch die Schaffung von 100 neuen hoch qualifizierten Arbeitsplätzen hat das Zentrum der ehemals armen Region einen riesigen Wirtschaftsaufschwung gebracht.

Weitere Informationen:
alexandra.troi@eurac.edu
wolfram.sparber@renertec.bz.it

29.07.2004


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