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Alpine Wellness in Südtirol 
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Ein Heubad nach einem Tag auf den Skiern, eine Entspannungsmassage nach vorweihnachtlicher Einkaufs(tor)tour – all' das ist Alpine Wellness. Eine EURAC-Studie gibt darüber Auskunft, was Südtirol seinen wellnesshungrigen Gästen bieten kann.

Im November 2003 wurde die Alpine Wellness International GmbH gegründet. Diese internationale Angebotsgruppe setzt sich zum Ziel, eine exklusive Dachmarke „Alpine Wellness" zu entwickeln, innerhalb welcher qualifizierte Angebote aus Bayern, Österreich, Schweiz und Südtirol für einen Wellnessurlaub mit alpinem Charakter Platz haben.
Für die einzelnen, an der Angebotsgruppe teilnehmenden Länder ergibt sich nun die Aufgabe, innerhalb der Gruppe ein differenziertes Profil zu schaffen und im Weiteren neue marktfähige Produkte nach den spezifischen Kriterien der Angebotsgruppe zu entwickeln.
Auch für Südtirol stellt sich zunehmend die Frage nach den Kernkompetenzen: Was kann und was hat die Region, worauf man wettbewerbsfähige Produkte aufbauen kann, die für den Wellness-Gast einen hohen Wert darstellen?

Der Schlüssel für marktfähige Produkte einer „Alpinen Wellness" liegt in einer Wellness-spezifischen Kernkompetenz der Region, die es in dieser Studie für Südtirol zu identifizieren galt. Die Kernkompetenz setzt sich aus bestimmten Ressourcen, Wissen, Fähigkeiten, Erfahrungen, Technologien und Kompetenzen zusammen und stellt das einzigartige, wettbewerbsfähige Human-Ressourcen-Potential eines Landes dar. Dieses Kompetenzbündel bildet somit die Basis von Seiten der Human-Ressourcen für die zukünftige Entwicklung von Kernprodukten, die auf der Einzigartigkeit Südtirols aufbauen und für die Differenzierung einer „Alpinen Wellness Südtirol" im internationalen Wettbewerb entscheidend sind. Die Kernprodukte können durch die Verknüpfung unterschiedlicher Fähigkeiten, Ressourcen, etc. entwickelt werden.
In einem ersten Schritt dieser Teilstudie wurden die einzelnen Bereiche und Branchen identifiziert, die für die Kernkompetenz der Alpinen Wellness ein Rolle spielen und langfristig ein regionales Alpine Wellness-Cluster bilden könnten. Dafür wurden insgesamt 28 halbstrukturierte Tiefeninterviews mit Experten aus dem Wellness Bereich, aber auch aus verwandten Branchen, geführt. So konnten nicht nur die aktuellen und potentiellen Wettbewerbsschauplätze identifiziert, sondern auch die für eine Alpine Wellness ausschlaggebenden Faktoren Südtirols definiert werden.
In einem zweiten Schritt wurde mittels Fragebogen die Ist-Situation der derzeitigen Kompetenzen der Human-Ressourcen der Wettbewerbsschauplätze in Südtirol im Wellness-Bereich analysiert. Das Sample der Befragten stellt einen Auszug quer durch die bereits identifizierten Wettbewerbsschauplätze und Wellness-Berufsbilder dar, die für eine Alpine Wellness eine Rolle spielen. Insgesamt wurden mittels standardisiertem Fragebogen 316 Interviews in ganz Südtirol geführt. Nach einer genauen Analyse der Ist-Situation der derzeitigen Kompetenzen anhand der Kriterien einer Alpinen Wellness konnten genaue Kompetenzprofile erstellt und schließlich für deren Weiterentwicklung und die Bildung eines zukünftigen Alpine Wellness-Clusters Handlungsanweisungen für die tourismuspolitische Praxis abgeleitet werden.

Elisabeth Fischer - elisabeth.fischer@ku-eichstaett.de

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

 

20.12.2004

 


 
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