ECOMONT
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Ökologische Folgen von Landnutzungsänderungen auf europäische Gebirgsökosysteme
| In vielen Gebirgsregionen fanden in den letzten Jahrzehnten gravierende Veränderungen in der Landnutzung statt. So wurden etwa in den Alpen innerhalb der letzten 10 Jahre (1980-1990) 16% der Landwirtschaftsbetriebe aufgelassen. Zudem werden etwa 70% der Betriebe nur mehr im Nebenerwerb bewirtschaftet. Das hat wiederum zur Folge, dass alpenweit etwa 20% der landwirtschaftlichen Flächen nicht mehr genutzt werden, wobei in manchen Region mehr als 70% der Flächen brach liegen. Andererseits wurde die Bewirtschaftung der Gunstlagen in den Tälern intensiviert. Diese Nutzungsänderungen sind somit eine der stärksten Antriebskräfte für Veränderungen in der Landschaft, sowie in der Funktionsweise und Dynamik von Ökosystemen in Europa. |
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Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ECOMONT war es, die Folgen der Landnutzungsänderungen in den europäischen Gebirgsökosystemen zu untersuchen. Das Projekt leistete damit einen Beitrag zur „Terrestrial Ecosystem Research Initiative TERI" der EU. Konkrete Fragestellungen von ECOMONT waren dabei:
- Welche Auswirkungen haben Landnutzungsänderungen auf die Bestandesstruktur in landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzten alpinen Ökosystemen und wie wirken sich diese Änderungen auf die Austauschprozesse mit der Atmosphäre aus?
- Wie sind die Veränderungen der Bestandesstruktur mit der Artenzusammensetzung, deren Konkurrenz untereinander bzw. deren Interaktionen verknüpft?
- Welche Auswirkungen haben Landnutzungsänderungen auf den Kohlenstoffhaushalt im Boden, auf die biochemischen und hydrologischen Prozesse, sowie auf die Austauschprozesse zwischen dem Ökosystem und den unteren Schichten der Atmosphäre?
- Können diese Erkenntnisse auf die Landschaft hochskaliert werden?
- Sind die Ergebnisse aus den Alpen mit anderen europäischen Gebirgsregionen (Spanische Pyrenäen, Schottisches Hochland) vergleichbar?

Im Rahmen dieses Projektes wurde in Zusammenarbeit mit einer Reihe weiterer renommierter Forschungseinrichtungen aus Italien, Österreich, Deutschland, der Schweiz, Spanien und Großbritannien ein europaquerender Transekt über die verschiedenen Gebirgslandschaften untersucht.
Dieses Projekt ist eng mit dem Projekt INTEGRALP verknüpft, wobei sich das vorliegende Projekt schwerpunktmäßig mit Fragestellungen zur Grundlageforschung auf der Ökosystemebene auseinandersetzt. Im Rahmen des Projektes INTEGRALP wurde hingegen hauptsächlich angewandten Forschung auf der Landschaftsebene betrieben.
Laufzeit: 1995-1998

Projektpartner und Finanzierung
- Koordinator: Institut für Botanik, Universität Innsbruck (A)
- Institute of Terrestrial Ecology (ITE), Banchory, Kincardineshire, Scotland (GB);
- Institut für Terrestrische Ökosystemforschung (BITÖK), Universität Bayreuth (D);
- Centro di Ecologia Alpina, Monte Bondone (CEA), Trento (I);
- Instituto Pirenaico de Ecologia (IPE), Jaca (E);
- Paul-Scherrer-Institut (PSI), ETH Zürich (CH);
- Forschungsanstalt für Agrikulturchemie u.Umwelthygiene (FAC),Bern-Liebefeld (CH)
Projekt im 4. Rahmenprogramm der Europäoschen Union (ENV4-CT95-0179")

Kontakt
Ulrike Tappeiner
Erich Tasser

Ausgewählte Publikationen
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Cernusca, Alexander / Tappeiner, Ulrike / Bayfield, Niel (ed.): Land-Use Changes in European Mountain Ecosystems. ECOMONT - Concept and Results. Berlin: Blackwell Wissenschafts-Verlag, 1999. - 386 p. - ISBN 3-8263-3289-X |
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Tappeiner, Ulrike / Tasser, Erich: Bergwiesen mähen oder auflassen? In: Academia 23 (2000), S. 11-12 |
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Bayfield, Niel / Fillat, Federico : Indicators of environmental change. In: Academia 23 (2000), S.13 |
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Area Alpine Environment: Results from the research area "Passeier Valley". Internal Final Report, 2000 |
Weitere Publikationen
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