Nachhaltigkeits-Indikatoren für Südtirol
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Nachhaltigkeit in Südtirol messbar und für die Zukunft planbar machen - das ist Ziel dieses Projektes. Seit der Konferenz von Rio ist Nachhaltigkeit zentrales Thema im Bereich der räumlichen Entwicklung. Ein regionales Nachhaltigkeits-Monitoring auf der Grundlage von Indikatoren soll sowohl Politikern als auch Planern und anderen Interessensgruppen hierfür als Entscheidungshilfe dienen.
Projektbeschreibung
Gerade Regionen eignen sich besonders für die Implementierung für ein Nachhaltigkeits-Monitoring. Die Bevölkerung, Wirtschaft und Umweltbedingungen sind relativ homogen. Die Zuständigkeit der Verwaltung ist klar abgrenzbar und Verursacher von Schäden können lokalisiert werden. Auf regionaler Ebene fühlt sich die Bevölkerung noch zuständig. Trotz dieser Vorteile gibt es bis dato vergleichsweise wenige Indikatorensysteme auf regionaler Ebene.
Ziel des Projektes ist ein Monitoring-System für eine Nachhaltige Entwicklung, welches an die regionalen Anforderungen eines Berggebietes angepasst, und ebenso für einen Vergleich auf internationaler Ebene geeignet ist. Die Indikatoren beziehen sich sowohl auf die ökologische, als auch die sozio-ökonomische Entwicklung der Region. Schwerpunkte der Indikatoren im Bereich Umwelt sind die Themen Wasser, Luft, Biodiversität, Raumnutzung, Energie, Abfall und Verkehr. Indikatoren des Bereiches Wirtschaft betrachten den Arbeitsmarkt, die Unternehmensstruktur sowie Tourismus und Landwirtschaft. Der Bereich Gesellschaft beinhaltet schließlich Aussagen zur Bevölkerung, Bildung und Politik, Sozialpflege sowie Wohnungen und Pendler.
Vorgehensweise
- Anknüpfen an bestehende Systeme
In einer ersten Projektphase wurden existierende Indikatorensysteme (UN-CSD, EEA, EUROSTAT) analysiert und an konkrete Anforderungen einer Alpenregion angepasst. Um die Bedeutung jedes einzelnen Indikators zu verdeutlichen, wurden jedem der Indikatoren inhaltliche Thesen in Bezug auf die Nachhaltigkeit zugrunde gelegt.
- Datenverwaltung und dynamische Entwicklung
Indikatoren werden für alle 116 Gemeinden Südtirols berechnet. Die Daten zur Berechnung der Indikatoren werden in einer Basisdatenbank verwaltet. Dadurch sind Aktualisierungen leicht durchzuführen und dynamische Anpassungen von Indikatoren möglich.
- Verdichtung der Information
Zur weiteren Verdichtung der Information der Indikatoren werden Faktorenanalysen durchgeführt. Auf diese Weise werden Phänomene und „Driving Forces" herausgearbeitet, die hinter den messbaren Indikatoren stecken.
Ergebnisse
Das Indikatorenset sowie interaktive Tools zur Darstellung der Indikatoren sind auf einer eigenen Homepage zugänglich.
Laufzeit: 2001 - 2007
Projektpartner und Finanzierung
Auftraggeber:
Projektpartner:
- WIFO - Wirtschaftsforschungsinstitut der Handelskammer Bozen. Indikatoren der Schwerpunkte Gesellschaft und Wirtschaft.
Kontakt
Ulrike Tappeiner
eMail
Uta Schirpke
eMail
Ausgewählte Publikationen
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Troi, Alexandra / Leichter, Karin / Perini, Stefan: Sustainable development in South Tyrol: Indicators for the assessment of the development in an alpine region. In: Bottarin, Roberta / Tappeiner, Ulrike (Hrsg): Interdisciplinary Mountain Research. Berlin: Blackwell, 2002, p. 256-262. |
Weitere Publikationen
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