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Modell Südtirol 
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Interdisziplinäre Kommunikation zwischen Ökonomie und Ökologie

Sind Richtung und Intensität der aktuellen wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklung Südtirols noch nachhaltig oder kommt es zum endgültigen Bruch zwischen wirtschaftlicher Expansion und ökologischen Notwendigkeiten? Dieser zentralen Frage stellten sich die Verfasser der Studie „Erfolgsfaktoren einer Region: das „Modell Südtirol", die von der Europäischen Akademie Bozen mit Unterstützung der Bank von Trient und Bozen herausgegeben wurde.

Projektbeschreibung

An der Studie arbeiteten verschiedene Experten, Ingenieure, Architekten, Soziologen, Raum- und Landschaftsplaner, Ökonomen und Ökologen zusammen. Sie untersuchten in einem interdisziplinären Ansatz das komplexe Zusammenwirken zwischen Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und räumlicher Entwicklung während der letzten 30 Jahre. Damit wird ein vollständiger Überblick über die bisher abgelaufenen räumlichen Prozesse ermöglicht. Gleichsam werfen die Experten in dieser Studie auch einen Blick nach vorne: Sie beschreiben korrigierende und ergänzende Maßnahmen, mit denen die Entwicklung wieder in ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen sozioökonomischer Verträglichkeit und ökologischer Nachhaltigkeit gelenkt werden kann.
Das abschließende Urteil – insbesondere im Hinblick auf die Entscheidungen während der 70er Jahre und speziell nach der Erlangung der Landesautonomie – fällt sehr positiv aus. Nicht im gleichen Maße optimistisch sind die Bewertungen der aktuellen Entwicklungen und deren zukünftige Wirkungen.  Die Studie bringt einige interne und auch außerhalb der Provinz liegende Wirkfaktoren ans Licht, welche die bestehenden Gleichgewichte gefährden. Dies könnte in eine Krise zwischen sozioökonomischer Verträglichkeit und Nachhaltigkeit in Umweltbelangen münden.
Doch gerade dieses Gleichgewicht war und ist ausschlaggebend für den Erfolg des „Südtiroler Modells". Unter den negativen Aspekten, welche die Wissenschaftler aufzeigen, steht vor allem der größer gewordene Flächenverbrauch und die intensive Bautätigkeit in der offenen Landschaft. Damit ist ein weitreichender Wandel des typischen Südtiroler Landschaftsbildes verbunden, das zu den wertvollsten Gütern Südtirols gehört.

Laufzeit:  1997 - 2002


 Projektpartner und Finanzierung

  • Giorgio PASQUALI, Ingenieur, Projektleiter, ordentliches Mitglied des Nationalen Institutes für Raumordnung (INU), Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses der Europäischen Akademie Bozen (1993-1999);
  • Silvano BASSETTI, Architekt, Projektkoordinator, ordentliches Mitglied des Nationalen Institutes für Raumordnung (INU);
  • Giorgio DOMINESE, Direktor des Forschungsinstitutes Nord-Ost (CSNE) in Venedig;
  • Marianna FUMAI, Umweltplanerin, ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich „Alpine Umwelt" der Europäischen Akademie Bozen;
  • Italo GHIRIGATO, Soziologe, verantwortlich für den Themenschwerpunkt „soziales Umfeld", ehemaliger Vizedirektor des Arbeitsförderungsinstitutes (AFI) Bozen;
  • Peter MORELLO, Raumplaner, verantwortlich für den Themenschwerpunkt Raumordnung, ordentliches Mitglied des Nationalen Institutes für Raumordnung (INU);
  • Sergio ORTINO, Leiter des Bereichs „Minderheiten und Autonomien" der Europäischen Akademie Bozen
  • Flavio V. RUFFINI; Landschaftsplanung und Raummanagement, Koordinator des Bereichs „Alpine Umwelt" der Europäischen Akademie Bozen;
  • Ulrike TAPPEINER, Ökologin am Institut für Botanik der Universität Innsbruck, verantwortlich für den Themenschwerpunkt „Natur und Umwelt", Leiterin des Bereichs „Alpine Umwelt" der Europäischen Akademie Bozen;
  • Gottfried TAPPEINER, Volkswirt, verantwortlich für den Themenschwerpunkt „Wirtschaft", Institut für Wirtschaftstheorie und –politik der Universität Innsbruck und wissenschaftlicher Berater des Wirtschaftsforschungsinstitut Bozen.

Das Forschungsprojekt wurde mit freundlicher Unterstützung der Bank für Trient und Bozen, Gruppo IntesaBic durchgeführt.


 Kontakt

mail      Ulrike Tappeiner

mail      Flavio V. Ruffini


 Ausgewählte Publikationen

Die Ergebnisse der Studie wurden in deutscher und italienischer Sprache im der Edition Raetia publiziert. Autoren: Giorgio Pasquali, Silvano Bassetti, Marianna Fumai, Italo Ghirigato, Peter Morello, Flavio V. Ruffini, Gottfried Tappeiner, Ulrike Tappeiner

EUROPÄISCHE AKADEMIE BOZEN (Hrsg.): Erfolgsfaktoren einer Region: Das Modell Südtirol. Bozen: Edition Raetia, 2002. - 176 S. - ISBN 88-7283-168-7
Italienische Ausgabe unter dem Titel:
ACCADEMIA EUROPEA DI BOLZANO (a cura di):Il modello sudtirolese: fattori di successo e di criticità l. Bolzano: Edition Raetia, 2002. - 172 p. - ISBN 88-7283-169-5

Weitere Publikationen


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