Strukturförderung Ziel 2
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Unterstützung ländlicher Gebiete mit Strukturproblemen
Ziel 2 ist eines der drei Ziele, die sich die Europäische Union in der Regionalpolitik für den Zeitraum von 2000 bis 2006 gesetzt hat. Das Ziel-2-Programm (2000-2006) soll die strukturellen Nachteile in den ländlichen Berggebieten durch Aufwertung des natürlichen und des geschichtlichen Erbes, durch Verbesserung der Infrastrukturen im Dienste der Bevölkerung und der örtlichen Betriebe und durch Förderung der Diversifizierung der Wirtschaftstätigkeiten ausgleichen. In der Autonomen Provinz Bozen umfassen die nach Ziel-2 geförderten Gebiete 60 Gemeinden (in einigen Fällen nur einzelne Fraktionen) mit einer Bevölkerung von über 83.000 Personen. Besonders Augenmerk wird auf die Bewertung der Umweltaspekte und Umweltauswirkungen der umgesetzten Strukturförderungsprogramme gelegt. Die lokalen Umweltbehörden (in der Provinz Bozen die Landesagentur für Umwelt und Arbeitsschutz) haben die Aufgabe die ökologische Nachhaltigkeit in allen Einsatzgebieten des Fonds während des gesamten Programmzeitraumes zu bewerten
Projektbeschreibung
Der Bereich Alpine Umwelt der Europäischen Akademie Bozen wurde beauftragt, die Landesagentur für Umwelt und Arbeitsschutz in ihren Funktionen innerhalb der Umsetzung der europäischen Strukturprogramme zu unterstützen: dies sind vor allem die Auswahl von Nachhaltigkeitskriterien und die Bewertung der Nachhaltigkeit während der gesamten Laufzeit von Eingriffen im Rahmen des Ziel-2-Programmes. Zu diesem Zweck wurden vier junge Wissenschaftler ausgewählt, die sich als „ task-force" den folgenden Aufgaben widmeten:
- Die Auswahl der Indikatoren für die ex-ante, ex-post und in itinere Evaluation des Umweltzustandes in den von den Ziel-2-Maßnahmen betroffenen Gebieten.
- Definition von Nachhaltigkeitskriterien und -zielen mit der Absicht eine effiziente Integration der Umweltbelange bei der Umsetzung der Maßnahmen zu garantieren.
- Eine Abschätzung der Umweltrelevanz und die Überprüfung der Verträglichkeit von Maßnahmen, welche aus dem Ziel-2-Förderfond bezahlt werden.
- Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung neuer regionaler Strategien für die nachhaltige Entwicklung.
- Die Erstellung eines Monitoring- und Überwachungsprogramms für die geförderten Projekte (Projektfortschritt, Leistungen und Rentabilität für das Gebiet), um periodisch die Umweltrelevanz im Vergleich zu den vorgesehenen Zielen zu ermitteln.
- Das Konzept für eine digitale Datenverwaltung, welche die Behörde bei umweltrelevanten Entscheidungen unterstützt.
- Die Zusammenarbeit bei der Ajournierung und Verbreitung des gesetzlichen und programmatischen Rahmens im Umweltbereich.
Das Projekt ist eng verknüpft mit den "Nachhaltigkeitsindikatoren für Südtirol".
Projektpartner und Finanzierung
Mitfinanzierung der Anstellung von 4 jungen Wissenschaftlern durch das italienische Umweltministerium und die Landesagentur für Umwelt und Arbeitsschutz der Autonomen Provinz Bozen.
Projektlaufzeit
2003-2006
Projektabschluss
Mit der Präsentation vor dem Begleitausschuss im Jahr 2006 wurde das Projekt offiziell abgeschlossen. Die dabei vorgestellte Evaluierungsmethode wurde begeistert aufgenommen und wird bereits zur Evaluierung weiterer EU-Programme in Südtirol angewandt, wie beispielsweise der Plan zur Entwicklung des ländlichen Raumes und Interreg IIIA Italien Österreich. Aufgrund dieser Erfolge ist nun die Veröffentlichung und detaillierte Beschreibung der Methode im Rahmen eines Buches sowie mehrerer Beiträge in anerkannten Fachzeitschriften geplant.
Kontakt
Ulrike Tappeiner
eMail
Roberta Bottarin
eMail
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