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Eine Idee für den Naturpark Rieserferner-Ahrn! 
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Akzeptanzstudie, Ideenwettbewerb und Wirkungskontrolle für den Naturpark Rieserferner-Ahrn

Ein Großschutzgebiet kann sich langfristig nur dann erfolgreich entwickeln, wenn es auf Akzeptanz in der einheimischen Bevölkerung stößt. Häufig nimmt sie primär die nutzungseinschränkenden Wirkungen eines Schutzgebietes wahr, während sie die, mit einem Großschutzgebiet verbundenen Chancen kaum erkennt.

Projektbeschreibung

Mit Hilfe eines Ideenwettbewerbs für den Naturpark "Rieserferner - Ahrn" sollte das Misstrauen in der einheimischen Bevölkerung des Ahrn- und Pustertals (Südtirol) „ihrem" Park gegenüber durch ein positives Erlebnis abgebaut werden. Das Projekt verfolgte eine Reihe von Zielen, die den Naturpark und die Naturparkregion nachhaltig fördern, die Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und den zuständigen Behörden in der Naturparkregion steigern und für die Naturparkidee sowie den Naturschutz allgemein Werbung machen sollten. Bei der Umsetzung war besonders wichtig, dass von vorne herein die lokale Bevölkerung stark einbezogen wurde. Im Einzelnen wurden folgende Ziele verfolgt:

  • Operative Ziele des Projektes: Ideenwettbewerb mit Preisverleihung, sowie Wirkungskontrolle der "Umwegrentabilität" (effektiver Beitrag zur Steigerung der Akzeptanz des Naturparks) über zwei Akzeptanzstudien in der einheimischen Bevölkerung.
  • Akzeptanz schaffen: Durch die aktive Auseinandersetzung mit den Chancen eines Schutzgebietes und durch ein positives Erlebnis sollte die Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert, sowie der Naturparkgedankens fest verankert werden.
  • Werbung für den Naturpark und den Naturschutz in der Region: Die mediale Berichterstattung sollte zudem die Naturparkregion sowie die lokalen Besonderheiten ins Rampenlicht des öffentlichen Interesses führen.
  • Ideen für eine nachhaltige Entwicklung des Naturparks und der Naturparkregion sammeln: Von den eingebrachten Ideen sollen neue Impulse für die soziale und wirtschaftliche Innovationen im Umfeld des Naturparks ausgehen.
  • Persönlichen Kontakten aufbauen: zwischen der Bevölkerung an sich, den unterschiedlichen Wirtschaftssektoren und den Vereinen der Naturparkregion, sowie den verantwortlichen Behörden (Gemeinde, Provinz) zur Initiierung und Förderung der Zusammenarbeit.

Als 1. Schritt wurde der Ist-Zustand der Akzeptanz des Schutzgebietes in der einheimischen Bevölkerung wissenschaftlich erhoben. Die Ergebnisse dieser im Frühjahr 2001 durchgeführten Akzeptanzstudie überraschten. Erstaunlich daran war zum einen die sehr hohe Rücklaufquote der Fragebögen, 87% der zufällig ausgewählten 1000 Personen haben den 4-seitgen Fragebogen ausgefüllt. Besonders überraschend aber war die überaus positive Einstellung der Bevölkerung zum Naturparkgedanken im Allgemeinen und zum Naturpark Rieserferner-Ahr im Besonderen. Von den Befragten stehen über 90% dem Naturpark positiv gegenüber. Mängel wurden hauptsächlich in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Information der einheimischen Bevölkerung und in der Bewerbung lokaler Produkte festgestellt.

In einem zweiten Schritt wurde die einheimische Bevölkerung in einem Ideenwettbewerb aufgerufen, aktiv bei der zukünftigen Gestaltung des Naturparks und der Naturparkregion mitzuwirken. Der Ideenwettbewerb wurde im Juni 2001 ausgeschrieben und endete Ende November 2001. Das Interesse der Bevölkerung war zu Beginn der Ausschreibung und während der Ausschreibungsphase durch verschiedene Aktivitäten (Fragebogenaktion, Plakataktionen, Medienberichte, Schulaktionen) geweckt worden. Diese Aktionen führten dazu, dass die Bevölkerung rege am Ideenwettbewerb teilnahm. Insgesamt 143 Ideenbeiträge wurden eingereicht. 68,5% der Teilnehmer waren Einwohner der Naturparkgemeinden. Insgesamt haben sich rund 440 Personen am Wettbewerb aktiv beteiligt, wobei 95 Wettbewerbsideen von Erwachsenen und 48 Wettbewerbsideen von Kindern und Jugendlichen kamen. Die Qualität und die Vielfalt der Ideen waren für alle überraschend. Die Ideenpalette reicht von Lehrmaterialien, Veranstaltungen und Aktionen einer aktiven Öffentlichkeitsarbeit zu Naturschutzprojekten. Daneben fanden sich auch Lehrpfade und Infrastrukturen, sowie eine ganze Reihe von Ideen, die sich mit lokalen und regionalen Produkten und Besonderheiten auseinander setzten. Mit einem selbst entwickelten Brettspiel ging eine Schulklasse aus Sand in Taufers als Gewinner hervor.

Der dritte und letzte Schritt wird im März 2003 starten. Es wird eine zweite Akzeptanzstudie durchgeführt. Diese zweite Studie ermöglicht eine Wirkungskontrolle. Es soll wissenschaftlich überprüft werden, ob ein Ideenwettbewerb, kombiniert mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit akzeptanzsteigernd wirkt.

Laufzeit: 2001 - 2003

Projektpartner und Finanzierung

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsinitiative von Europäischer Akademie Bozen,

  • dem Amt für Naturparke, Abteilung Natur und Landschaft der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol und
  • den Naturparkgemeinden Ahrntal, Gais, Percha, Prettau, Rasen-Antholz und Sand in Taufers

Kontakt

mail      Erich Tasser

 

Ausgewählte Publikationen

Link zum pdf-Text
(1MB)
Tasser, Erich: Ein Fest für den Naturpark. In: Academia 29 (2002), S. 30-31.

Weitere Publikationen


KONTAKT  
   Tel.+39 0471 055 333
 Fax+39 0471 055 399
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  PARTNER UND SPONSOREN
   



Abteilung Natur und Landschaft


Gemeinde Ahrntal


Gemeinde Gais


Gemeinde Percha


Gemeinde Prettau


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Sand in Taufers

 
 
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