AGRALP-Entwicklung von Berggebieten
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Die Landwirtschaft im Alpenraum
Die räumliche, landschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung im Alpenraum ist eng mit der Landwirtschaft verknüpft (Abb. 1). Ca. 25% der gesamten Alpenfläche wird landwirtschaftlich genutzt. In vielen Bergregionen ist die Landwirtschaft ein bedeutender Beschäftigungsfaktor und eine wichtige Einkommensquelle für die Bevölkerung. Zwischen der Landschaftsvielfalt der natürlichen Umwelt und der Landwirtschaft bestehen enge Beziehungen. Zahlreiche schätzenswerte Lebensräume sind an eine ausgewogene landwirtschaftliche Nutzung gebunden.
 Die Landwirtschaft prägt das Landschaftsbild von Bergregionen.
Die Landwirtschaft in Berggebieten ist aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen (verkürzte Vegetationszeit, Relief, Topographie) benachteiligt (Karte 1). Die höheren Produktionskosten machen sie im nationalen und internationalen Markt kaum konkurrenzfähig. Zunehmend stehen deshalb die gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft im Vordergrund. Diese gehen über die Nahrungsproduktion hinaus (z.B. die Erhaltung der Kulturlandschaft, Prävention von Naturgefahren und dezentrale Besiedlung). Ohne die Berglandwirtschaft können viele dieser Funktionen nicht aufrechterhalten werden. Diese neue Aufgabenstellung wird mit dem Begriff der „Multifunktionalität" beschrieben. Sie ist beispielsweise seit 1996 in Art. 104 der Schweizer Bundesverfassung als Ziel verankert. Die Multifunktionalität bestimmt auch wesentlich die Ziele der neuen Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP). Damit die Berglandwirtschaft unabhängig vom Markt ihre multifunktionalen Aufgaben leisten kann, gewährt der überwiegende Teil der Alpenstaaten seit Beginn der 90er Jahre umfangreiche Agrarumweltmaßnahmen, Ausgleichszahlungen und sonstige Stützungen (z.B. Behirtungsprämie, Förderung für die Mahd von Steilhangwiesen etc.).

Die topographischen Verhältnisse - besondere Rahmenbedingung für die Landwirtschaft. (Quelle: „Digital Elevation Model"/Mona Pro Europe, GeosysData, Paris)
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