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Verkehr, Raum, Umwelt und Entwicklung 
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Umweltverträglichkeitsstudie Brenner-Basistunnel

- Projektbeschreibung
- Die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)
- Download
- Projektpartner

Der Brennerkorridor stellt alpenweit die wichtigste und am stärksten benutzte Nord-Süd-Verbindung des transeuropäischen Fernverkehrs dar. Der überwiegende Anteil davon wird über die Straße abgewickelt, während der Anteil der Schiene bereits seit Jahren stagniert. Es ist ferner anzunehmen, dass der Transitverkehr über diesen Pass in Zukunft aufgrund der sozioökonomischen Entwicklung im östlichen Europa weiter zunehmen wird. Um einen Umstieg von der Straße auf die Schiene auch grundsätzlich zu ermöglichen, sind sowohl verkehrspolitische und verkehrsorganisatorische Maßnahmen als auch Infrastrukturen notwendig.
Vor diesem Hintergrund wurde der Ausbau der Brennerbahnlinie, gemäß "Legge Obiettivo" (L. 21.12.2001, n. 443), in die Liste der strategischen Infrastrukturen von nationaler Bedeutung eingetragen. Das Gesetz sieht ferner vor, dass als bedeutend eingestufte Projekte bereits in der Phase des Vorprojektes einer UVP unterzogen werden. Die Eisenbahnachse über den Brenner wird auch als Ausbauvorhaben europäischer Bedeutung (Achse Nr. 1 Berlin–Halle/Leipzig–Erfurt–Nürnberg-München–Verona-Rom) im TEN-V-Plan geführt. Die daraus resultierende finanzielle Unterstützung bezieht sich derzeit aber ausschließlich auf den Basistunnel.


Projektbeschreibung

Im Februar 2003 beauftragte die RFI S.p.A. (Rete Ferroviaria Italiana S. p. A.) die Europäische Akademie Bozen (EURAC), die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) für die „Zulaufstrecke Süd zum Brenner-Basistunnel" im Gebiet der Autonome Provinz Bozen auszuarbeiten. Zu prüfen waren dabei die als prioritär bezeichnete Abschnitte. Mit dem Bau der ausgewählten Abschnitte lassen sich bestehende Engpässe beseitigen und darüber hinaus nach Fertigstellung des Basistunnels Flaschenhälse vermeiden.

 

Abb.1: Zulaufstrecke Süd zum Brenner-Basistunnel.

Die prioritären Abschnitte der Zulaufstrecke auf dem Gebiet der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol sind:
Franzensfeste - Waidbruck
Blumau - Branzoll (Umfahrung Bozen).

Die Auswahl dieser als prioritär eingestuften Teilstücke erfolgte auf der Grundlage von eisenbahntechnischen und raumplanerischen Argumenten sowie aufgrund der zu erwartenden Kosten:

  • bei einer Intensivierung des Betriebs sind dort die ersten Kapazitätsengpässe zu erwarten;
  • die bestehenden Steilstufen zwischen Brixen und Franzensfeste werden aufgehoben, dadurch kann die Verbindung erheblich beschleunigt werden;
  • die Umfahrungsstrecke von Bozen entlastet ein dicht bewohntes Stadtgebiet vom Güterverkehr;
  • die Umfahrungsstrecke von Bozen eröffnet neue Perspektiven für die Stadtentwicklung;
  • der Tunnelabschnitt Franzensfeste–Waidbruck entlastet ebenfalls dicht bewohnte Siedlungsgebiete.

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Die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)

Die Studie untersuchte die negativen Wirkungen des Projektes „Ausbau der Zulaufstrecke Süd" auf die Umwelt und auf die landschaftliche Entwicklung, sowohl während der Betriebs- als auch während der Bauphase. Dabei brachte sie eine Reihe von negativen Umweltauswirkungen, insbesondere in der Nähe der Baustellen und an den Deponiestandorten, zu Tage.

Die Aussagen der UVS beziehen sich auf folgende Teilaspekte:

  • Betriebssystem,
  • Betriebsprogramm,
  • Bauphase, Massenmanagement und Deponien,
  • Lärm,
  • Vibrationen,
  • Landschaft und Ökosysteme,
  • Landwirtschaft und Boden.
  • Elektrische Versorgung,
  • u. dgl. m.

Die UVS unterstreicht, dass die Umweltverträglichkeit des Projektes nur dann gewährleistet ist, wenn die aufgezeigten Maßnahmen zur Vermeidung, Vorsorge und Kompensation und die geforderten vertiefenden Untersuchungen durchgeführt werden.

Es ist weiters zu betonen, dass die Umsetzung des Projektes die derzeitige Verkehrslage längs der extrem belasteten Brennerachse nur dann positiv beeinflussen kann, wenn sie von geeigneten politischen Maßnahmen im Sinne einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung begleitet wird. Der Ausbau der Brennerlinie kann demnach nur ein Element einer konsequent auf Nachhaltigkeit aufbauenden Verkehrspolitik sein.
Die UVS wurde auf der Grundlage eines nur in groben Ansätzen erstellten Vorprojektes ausgeführt. Die Studie konnte folglich für verschiedene Belange nur strategische Vorgaben mache. Für die Beantwortung von detaillierten Sachfragen musste in der UVS auf eine spätere Projektphase und zusätzlich auszuführenden Detailuntersuchungen verwiesen werden. Diese Sachfragen sind jedoch vor der endgültigen Genehmigung des Projektes zu klären.

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Download

 Nicht technische Zusammenfassung (3.7 MByte)


Präsentationen auf Fachtagungen:

 Ruffini F. V. (2004): Umweltverträglichkeitsstudie Zulaufstrecke Süd zum Brenner-Basistunnel (ZLS): eine kritische Nachlese. Vortragsmanuskript zur Fachtagung: Die Umweltverträglichkeit großer Infrastrukturprojekte, am 23.01.2004 in Reinswald, Gemeinde Sarnthein.


Link

Informationshomepage der Autonomen Provinz Bozen zum Brenner-Basistunnel und viergleisigen Ausbau der Brenner-Eisenbahn von welcher die vollständige Studie herunter geladen werden kann.


Projektpartner und Finanzierung

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  Kontakt
   


 Tel.+39 0471 055 300
 Fax+39 0471 055 429
 Flavio V. Ruffini

 
 
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