Umweltbeobachtung in den italienischen Alpen
- Ziele und Inhalt
- Alpenkonvention und die Arbeitsgruppen „Umweltziele und Indikatoren" sowie der „Überprüfungsausschuss"
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Systematisch und zuverlässig erhobene Daten über den Zustand der Umwelt sind eine wichtige Grundlage für die Forschung im Themenschwerpunkt Umwelt und Mensch, für die umweltpolitische Diskussion und für die Förderung einer dauerhaften nachhaltigen Entwicklung.
Dauerbeobachtung und Erfolgskontrolle
Die Begriffe Monitoring, Dauerbeobachtung und Umweltbeobachtung stehen für die Erhebung und Bewertung von Daten über den Zustand der Umwelt sowie über umweltrelevante Veränderungen einer längeren Periode. Die Dauerbeobachtung ist unabhängig von spezifischen Programmen und Maßnahmen. Somit kann sie kaum zum Nachweis von Ursachen eingesetzt werden. Sie erlaubt vielmehr das Verfolgen von positiven oder negativen Entwicklungen bestimmter Indikatoren und ermöglicht Pauschalbeurteilungen über Globalindikatoren. Dauerbeobachtungen lassen kaum Aussagen über Wirkungszusammenhänge zu, können jedoch als Frühwarnung verwendet werden.
Im Gegensatz dazu befasst sich die Erfolgkontrolle mit den Auswirkungen zweckgerichteten Handelns und gibt Auskunft über den Erfolg von Maßnahmen. Die Kontrolle erfolgt im Wesentlichen durch einen Vergleich der formulierten Ziele mit der erfolgten Umsetzung und der beobachteten Wirkung. Als Erfolgsmaß dienen Effektivität und Effizienz sowie Wirksamkeit. Im Rahmen der Erfolgskontrolle können Erfolge, aber auch Fehlentwicklungen erkannt und deren Ursachen ermittelt werden. Somit lassen sich Maßnahmen und Verfahren optimieren und die Akzeptanz bei der Bevölkerung durch eine objektive, transparente Darstellung der Erfolgsbilanzen erhöhen.
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Ziele und Inhalt
Die Zielsetzung des Projekts war, Informationen zu bestehenden Beobachtungssystemen im italienischen Alpenraum zu sammeln und somit eine Grundlage für die Berichterstattung und das Alpen- und Informationssystem der Alpenkonvention zu liefern. Aufgrund der vorliegenden Informationen soll die Auswahl der Indikatoren für den Alpenzustandsbericht erleichtert werden. Beachtet wurden dabei nur Beobachtungssysteme, die von öffentlichen Einrichtungen und über einen längeren Zeitraum durchgeführt wurden, um eine entsprechende Datenqualität und -sicherung zu erhalten.
Der vorliegende Bericht dokumentiert die zuständigen Stellen und Inhalte der Beobachtungsprogramme. Sie wurden in Anlehnung auf das Indikatorensystem nach den Themengebieten Land- und Forstwirtschaft, Luft, Wasser, Biodiversität, Demographie, Verkehr und Kartographie gegliedert.
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Alpenkonvention und die Arbeitsgruppen „Umweltziele und Indikatoren" sowie der „Überprüfungsausschuss"
Die Alpenkonvention, die ein Abkommen zwischen den Alpenstaaten zum Schutz der Alpen und deren nachhaltigen Entwicklung ist, schließt in ihren Programmen eine Beobachtung und Berichterstattung (Art. 3 der Konvention „Forschung und systematische Beobachtung") mit ein. Im Hinblick darauf wurde die Arbeitsgruppe „Umweltziele und Indikatoren" beauftragt, ein Konzept für einen Alpenzustandsbericht auf Grundlage eines alpenweiten Indikatorensystems zu erarbeiten. Damit wird der strukturelle, ökologische und kulturelle Wandel in den Alpen erfasst und die Wirksamkeit der Maßnahmen im Rahmen der Alpenkonvention nachvollzogen.
Des Weiteren hat auch der Überprüfungsausschuss der Alpenkonvention die Aufgabe, die Arbeit der einzelnen Vertragspartner zu unterstützten und zu überprüfen. Hierfür muss jeder Alpenstaat alle vier Jahre beginnend mit dem Inkrafttreten des ersten Durchführungsprotokolls einen Länderbericht erstellen. Für die Erstellung dieser Länderberichte hat der Überprüfungsausschuss eine standardisierte Berichtsstruktur bereitzustellen.
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Download:
Endbericht (2,5 MB)

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