LEROP - Fortschreibung des Landesentwicklungs- und Raumordnungsplanes Südtirol
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Der territoriale Hintergrund
Das Entwicklungspotential eines Territoriums wird durch seine gebietsspezifischen Ressourcen und ökologischen Rahmenbedingungen bestimmt. In Abhängigkeit dieser Rahmenbedingungen ist das mögliche Entwicklungspotential einer Region mehr oder weniger groß. Auf dieses Potential nimmt der in diesem Territorium agierende oder von Außen wirkende Mensch Einfluss. In Gebirgsregionen ist dieses Zusammenspiel mitunter sehr konfliktreich. Dabei dehnt sich sein Einfluss auch über die natürliche Tragfähigkeit des Raumes aus. In gebirgigen Gegenden verschärfen die ökologischen Standortbedingungen (Geländesteilheit, Naturgefahren, usw.) das Konfliktpotential zusätzlich. Der Anteil des ganzjährig bewohnbaren Lebensraumes ist im Vergleich zum Alpenvorland sehr gering. In Südtirol liegt dieser Anteil bei ca. 8% (Netto-Südtirol) (AUTONOME PROVINZ BOZEN 2002). Auf diesen ca. 45.000 ha leben rund 85 % der Bevölkerung, liegen 95 % aller Strukturen und Versorgungseinrichtungen und wird 90 % der Wertschöpfung erwirtschaftet (AUTONOME PROVINZ BOZEN 1992).

Abb. 1: In Gebirgsregionen wie Südtirol nimmt der dauerhaft besiedelbare Raum nur 8% an der der Gesamtfläche ein. Auf diesem kleinen Gebietsausschnitt konzentriert sich ein Großteil der menschlichen Tätigkeiten.
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