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"Energie-Lecks" 
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1. Zu große Anlage
Wenn der Kessel wesentlich mehr Leistung bringt, als für die Beheizung der Kirche nötig ist, hat das zur Folge, dass er praktisch nie längere Zeit durchgehend heizt, sondern immer wieder für kurze Zeit einschaltet und warm wird, um dann wieder abzuschalten und auszukühlen. Die Energie, die für das „Jedesmal-neu-wieder-Aufwärmen" benötigt wird, ist verlorene Energie.


2. Hohe Betriebstemperatur
Grundsätzlich gilt: Je höher die Abgastemperatur, desto mehr Energie verpufft nach außen. Da die Luft und das Wasser, die erwärmt werden sollen, maximal 50°C erreichen müssten, wäre es theoretisch denkbar, die Abgase bis knapp über diese Temperatur abzukühlen und damit optimal auszunutzen. Dies ist aber nur bei der so genannten Niedertemperaturtechnik möglich.


3. Schlechte Wärmedämmung des Heizkessels und lange, schlecht gedämmte Transportwege
Je schlechter die Wärmedämmung des Kessels und der davon ausgehenden Rohrleitungen ist, desto mehr Wärme fließt in den Heizraum. Ein warmer Heizraum ist ein sicheres Zeichen für große Energieverluste!
Auch auf dem Weg vom Heizraum zur Kirche geht Wärme ins Erdreich verloren. Deshalb sollten der Weg vom Heizraum zur Kirche so kurz wie möglich und die Kanäle und Rohreleitungen gut wärmegedämmt sein. „Gut" bedeutet mindestens 10cm.


4. Verschmutzte Filter
Der Filter einer Warmluftheizung am Kanalauslass oder beim Lüfter hat die Aufgabe, Schmutzpartikel aus der im Kreislauf zirkulierenden Luft zu „fischen". Diese Schmutzpartikel lagern sich an der Filteroberfläche ab und verstopfen sie zunehmend. Der Lüfter braucht immer mehr Kraft, um die Luft durch den Kanal zu pumpen.


5. Hohe Raumlufttemperatur
Der Energieverbrauch steigt mit zunehmender Temperatur unverhältnismäßig an.


6. Undichte Fenster
Fehlende Butzenscheiben, nicht mehr dicht schließenden Bleieinfassungen und ungenügende Isolierung sind in alte Kirchen keine Seltenheit. Abgesehen vom unangenehmen Luftzug, der dadurch entsteht sind solch undichte Fenster wahre Energieschleudern.


7. Türen (Windfang, Automatischer Schließer)
Bei jedem Öffnen einer Tür wird Luft zwischen verschiedenen Räumen ausgetauscht – je größer der Temperaturunterschied, desto mehr. Durch einen Pufferraum zwischen Kirchenraum und -platz wird der Luftaustausch beträchtlich verkleinert und viel Energie gespart.
Bleibt das Kirchenportal offen stehen, kann die Temperatur im Raum innerhalb von nur 10 Minuten auch bei laufender Heizung um mehrere Grad Celsius sinken. Leicht möglich, dass dabei mehr Energie durch die Tür ins Freie fließt, als während der Messe Geld im Klingelbeutel gelandet ist. Automatische Türschließer sollten deshalb an jeder Tür angebracht werden.


8. Dauerlüften über gekippte Fenster oder Öffnungen in der Decke
Dass es schon aus hygienischen Gründen unabdingbar ist, für den nötigen Luftaustausch im Kirchenraum zu sorgen, steht außer Zweifel. Allerdings ist es aus energetischer Sicht sehr verschwenderisch, dies über andauernd gekippte Fenster oder geöffnete Abschlusssteine in den Gewölben zu erreichen. Wesentlich sinnvoller ist gezieltes und zeitlich begrenztes Lüften nach großen Gottesdiensten.


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