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Sprachstandsfeststellung
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Ein wichtiges Moment bei der Erhebung bilden längerfristige Beobachtungen. Sie dienen dazu, das sprachliche Agieren und Reagieren im Klassenkontext zu dokumentieren. Neben den Hospitationen in der Klasse werden Informationen aus den Interviews mit Eltern und Lehrkräften im Sinne einer Kontextevaluation genutzt, da sprachliche Integration bekanntlich zum Großteil nicht in der Schule stattfindet. Zudem werden punktuell Sprachtests durchgeführt, aber auch Selbst- und Fremdeinschätzung mitberücksichtigt. Dazu wird zum Teil auf bestehende Tests und Materialien zurückgegriffen, zum Teil werden Unterlagen adaptiert oder neu entwickelt. Neben der Erhebung der Kenntnis der Unterrichtssprache, die für Kinder mit Migrationshintergrund in der Regel schon eine Zweit- oder Fremdsprache ist, ist auch der Stellenwert der jeweiligen Herkunftssprachen bei der Erhebung der sprachlichen Entwicklung relevant; dazu wird Kontakt mit KulturmittlerInnen verschiedener Institutionen aufgenommen. Durch die Einbeziehung verschiedener Perspektiven (die Kinder selbst, Lehrpersonen, Eltern, BeobachterInnen) und intra- wie extralinguistischer Faktoren (Sprachkenntnisse, soziales Umfeld, Verbindung zwischen Erziehung und Schulerfolg …) entsteht ein ganzheitliches Bild des Sprachstandes und der sprachlichen Entwicklung, das auch die Grundlage für eine individuelle Förderung bilden kann. Am Ende des Projektes werden Test- bzw. Beobachtungsmethoden beschrieben, die auch längerfristig eingesetzt werden können.
last update
17.7.2007
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