SDaF - Südtiroler Dialekt als Fremdsprache
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Südtiroler Dialekt als Fremdsprache (für Hausärzte)
Aus dem in Südtirol (Norditalien) vorherrschenden Spannungsfeld zwischen dem deutschen Dialekt und der deutschen Hochsprache ergeben sich Verständisschwierigkeiten, die sich vor allem auf die Kommunikation zwischen deutschen und italienischen Muttersprachlern auswirken (Sitta 1994: 14 ff). Zum einen liegen diese Verständnisschwierigkeiten an einer gewissen Unfähigkeit der Dialektsprecher, sich im Privaten in der Hochsprache zu unterhalten (Lanthaler 1990: 57-81), zum anderen fehlt bei Nicht-Dialekt-Sprechern oft die passive Kenntnis des Dialekts. Die letzthin veröffentlichte Studie des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) weist auf, wie wichtig nach der Meinung der Bevölkerung das Verständnis des Dialekts für ein gutes Zusammenleben ist, wobei fast jeder zweite Südtiroler italienischer Muttersprache den deutschen Dialekt nicht versteht und fast 75% der italienisch sprachigen Bevölkerung beträchtliche Schwierigkeiten mit dessen Verständnis haben. (Südtiroler Sprachbarometer 2006: 140f)
Ziel dieses Dissertationsprojekts an der Universität Turin ist die Erstellung von Referenz- und Übungsmaterialien zum Verständnis des Südtiroler Dialekts. Im Gegensatz zu dem bereits bestehenden Lehrwerk „Hoi Hanni" (Knapp, Alfred et al. 1996, Hörverständnisübungen zum Südtiroler Deutsch) werden die zu erstellenden Materialien
- aus empirischen Daten gewonnen und
- auf eine spezifische Zielgruppe, nämlich Ärzte, zugeschnitten.
Die empirischen Daten werden anhand eines aufgenommenen und transkribierten Gesprächskorpus von Arzt-Patienten-Gesprächen gesammelt.
Betreuung in Rechtsangelegenheiten: Universtität Turin Aufnahmegerät: iRiver 320 Trankskription in EXMARaLDA Transkriptionsrichtlinien: HIAT
last update
2.11.2006
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