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Projektbeschreibung 
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 Das LISI-Projekt trägt der großen Bedeutung der sozialen Inklusion im heutigen Europa Rechnung und zielt darauf ab, gemeinsame rechtliche Indikatoren zur Messung der sozialen Inklusion migrationsbedingter neuer Minderheiten zu entwickeln. Diese Indikatoren sollen EU-weit anwendbar sein. Die Hauptannahme des Projektes ist, dass das Ausmaß der sozialen Inklusion von Drittstaatenangehörigen wesentlich von den lokalen und nationalen rechtlichen Rahmenbedingungen abhängt, mit denen sie leben. LISI versteht sich als komplementär zu anderen Forschungstätigkeiten im Bereich der sozialen Exklusion, die rechtliche Aspekte der sozialen Integration oftmals nicht ausreichend berücksichtigen. Die Entwicklung gemeinsamer rechtlicher Indikatoren ist notwendig, um Tendenzen und Herausforderungen im Bereich der sozialen Exklusion rechtzeitig abschätzen und diskutieren zu können und um standardisierte, vergleichbare Daten aus den EU-Mitgliedsstaaten zu erhalten. Dementsprechend sind die LISI-Indikatoren dazu gedacht, möglichst breitflächig angewandt zu werden, von NGOs ebenso wie von RegierungsvertreternInnen. 

Das Projekt berücksichtigt viele Formen der legalen Migration, einschließlich ArbeitsmigrantenInnen, AsylwerberInnen, Flüchtlinge, Saisonarbeitskräfte und ethnische MigrantenInnen. Der Schwerpunkt liegt auf der Integration der ersten Generation. Der Integrationsprozess dieser Gruppen wird von jenen rechtlichen Bestimmungen wesentlich beeinflusst, die das Alltagsleben determinieren. Das Hauptinteresse gilt dabei den Bereichen Beschäftigung, Wohnen, soziale Sicherheit, Ausbildung und Medien sowie Beteiligung am öffentlichen Leben, Justiz, Staatsbürgerschaft, Aufenthalt und Familienzusammenführung. Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte spielen eine wichtige Rolle in der unmittelbar auf die Ankunft im Gastland folgenden Zeit, während bürgerliche und politische Rechte mit zunehmender Aufenthaltsdauer an Bedeutung gewinnen. Durch die Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die all diese Aspekte des Alltagslebens regeln, versucht das LISI-Projekt ein möglichst umfassendes Bild der sozialen Inklusion von Drittstaatenangehörigen zu schaffen. 

Da es einer Vielzahl von BenutzernInnen möglich sein soll, die Indikatoren ohne Schwierigkeiten anzuwenden, enthält der Forschungsbericht eine Liste geschlossener Fragen, die grundsätzlich nur mit „ja" oder „nein" zu beantworten sind. Eine mit „ja" beantwortete Frage zeigt dabei eine positive Haltung zur Inklusion von Drittstaatenangehörigen, eine „Nein"-Antwort weist hingegen auf eine eher negative Einstellung hin. Erklärende Kommentare können überall dort hinzugefügt werden, wo es die Komplexität des zu erklärenden Sachverhaltes oder gravierende Unterschiede zwischen Realität und geschriebenem Recht notwendig erscheinen lassen. Da das Projekt vor allem auf soziale Inklusion – und nicht Exklusion – abstellt, wurden die Indikatoren so formuliert, dass sie auf vorhandene Unterstützung anstatt auf Hindernisse auf dem Weg zur Inklusion hinweisen. In dieser Hinsicht beinhalten die LISI-Indikatoren  ein normatives Werturteil darüber, welche Regelungen eine positive Auswirkung auf die soziale Inklusion haben; gleichzeitig können die Indikatoren als Zielvorstellungen dienen, an denen gemessen werden kann, welche Fortschritte ein Land bei der Integration von Drittstaatenangehörigen in seine Gesellschaft bereits gemacht hat. 

Das Projekt wird von der Europäischen Kommission mitfinanziert.


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