REZENSION / RECENSIONE
Norman Weiß / Dirk Engel / Gianni d'Amato:
Menschenrechte
Vorträge zu ausgewählten Fragen, Eckart Klein (Hrsg.), Schriftenreihe des Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam, Band 3, Berlin (Berlin Verlag) 1997, 140 Seiten.
Der dritte Band aus der Schriftenreihe des Menschenrechtszentrums der Universität Potsdam widmet sich ausgewählten Fragen des Menschenrechtsschutzes. Die einzelnen Abschnitte, welche auf Vorlesungen im Wintersemster 95/96 basieren und denen der leicht lesbare Vortragsstil belassen wurde, leiten von der Einführung in den Menschenrechtsschutz auf europäischer Ebene über zur historischen Entwicklung des Minderheitenschutzes und seiner heutigen Ausformung. Davon ausgehend widmen sich die Autoren speziellen Themen wie dem Schutz vor Folter, Rassismus und den Sprachenrechten der Minderheiten.
Norman Weiß zeigt im Kapitel "Menschenrechtsschutz auf der europäischen Ebene - Garantien und Überwachung" vor allem das hohe Niveau des europäischen Menschenrechtsschutzes. So ist die Europäische Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) der erste völkerrechtliche Vertrag, der in den innerstaatlichen Rechtsordnungen einen Katalog von Menschenrechten verbindlich festschreibt und ein umfassendes Kontrollsystem durch Staaten- und Individualbeschwerden vor den Straßburger Organen des Europarates miteinschließt. Am Beispiel der Europäischen Gemeinschaft, die von den beitrittswilligen Staaten die Einhaltung und die Garantie von Menschen- und Minderheitenrechten verlangt, verdeutlicht der Autor die steigende Bedeutung dieses europäische Menschenrechtsschutzsystems.
Im speziellen Menschenrechtskapitel "Schutz vor Folter - Rechtliche Grundlagen und Durchsetzungsmechanismen" geht Normen Weiß von den Funktionen der Prävention und Repression im innerstaatlichen Strafrecht aus, um dann einen Überblick über universelle und europäische Folterverbotsbestimmungen zu geben. Der Verfasser verweist auf rechtlich unverbindliche Folterverbote (Art. 5 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) oder auf verschiedene Kontrollmechanismen, welchen sich häufig nur wenige Staaten unterworfen haben (Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte), bzw. auf weitreichendere Überwachungsmechanismen (bsplw. Anti-Folter-Konvention der Vereinten Nationen). Ebenso geht er auf das, auf der allgemeinen Rechts-überzeugung basierende Völkergewohnheitsrecht ein, das einerseits auf nötiger gleichförmiger Übung und allmählich hinzutretender Rechtsüberzeugung beruht, andererseits in universellen und regionalen Abkommen wie auch innerstaatliche Verfassungen zum Ausdruck kommt.
Die Schwerpunkte der Ausführungen von Dirk Engel zum "Minderheitenschutz in Vergangenheit und Gegenwart" umfassen sowohl die Geschichte des Minderheitenschutzes als auch die völkerrechtlichen Garantien und offenen Fragen - wie Voraussetzung der Staatsangehörigkeit und individual- oder kollektivrechtlicher Ansatz von Minderheitenschutzbestimmungen - in der Gegenwart. Zum Themenbereich Minderheitenschutz auf europäischer Ebene stellt der Verfasser die Frage, ob regionale Bemühungen um Minderheitenschutzregelungen wegen den unterschiedlichen Situationen und dem rechtlichen Gestaltungswillen der Staaten größere Verwirklichungschancen haben als universelle Projekte. Die vom Europarat ausgearbeitete Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten ist in diesem Sinne als kleinster gemeinsamer Nenner anzusehen. Der weite Rahmen dieser Konvention, in diesem Kapitel auch mit den Formulierungen "große Spielräume" und "elastische Klauseln" umschrieben, soll durch den nationalen Gesetzgeber ausgefüllt werden, damit die Angehörigen einer Minderheit ihre Identität ausdrücken, bewahren und entwickeln können.
Im speziellen Minderheitenschutzkapitel "Die sprachenrechtliche Situation von Minderheiten" sieht der Autor im sprachenrechtlichen Schutz von Minderheiten eine identitätsstiftende Funktion und stellt dieser die Staatssprache als integratives, einheitsstiftendes und staatsstabilierendes Element gegenüber. Durch Länderbeispiele werden die idealtypischen Modelle der Übereinstimmung von National- und Amtssprache, der Gemischtsprachigkeit und örtlicher Einsprachigkeit anschaulich gemacht. Einige Ungenauigkeiten bei Prozentangaben in den Länderberichten zu Österreich, Italien und der Schweiz, welche die Verknüpfung von Sprachenrechten mit der Minderheitenstärke hätten aufzeigen sollen, wurden durch eine sehr interessante Analyse im letzten Kapitel des Buches ausgeglichen. Gianni d'Amato führt darin den "Zusammenhang von Menschenrechten und Rassismus" auf die Privilegierung verschiedener Bevölkerungsgruppen durch ihren alleinigen Zugang zu materiellen und rechtlichen Gütern zurück. Durch das Entstehen von Nationalstaaten habe die Vermengung von Menschenrechten mit der nationalen Emanzipation und dem Selbstbestimmungsrecht der Völker ethnische, linguistische und religiöse Kriterien geschaffen, welche die Zugehörigkeit zu einem politischen Gemeinwesen ausmachen würden, andererseits wäre Immigranten - im Gegensatz zu Staatsbürgern - der Zugang zu sozialen, politischen und bürgerlichen Rechte verweigert worden.
Insgesamt bietet die vorliegende Publikation grundlegende Informationen über den Minderheiten- und Menschenrechtsschutz auf internationaler und regionaler Ebene mit dem Schwerpunkten Schutz vor Folter und sprachenrechtliche Situation von Minderheiten. Trotz des komplexen Themenbereichs verliert der Leser nie den Überblick über die einzelnen Institutionen im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Garantieebenen und Überwachungsmechanismen. Dieses Buch dient daher nicht nur dazu, sich ein möglichst breites Basiswissen zu dieser Thematik anzueignen, sondern auch als Nachschlagwerk zur historischen Entwicklung, heutigen Ausformungen und aktuellen Fragen auf dem Gebiet der Menschenrechte und des Minderheitenschutzes.
Günther Rautz
Associazione per i popoli minacciati
Popoli indigeni - Popoli minacciati
Edizioni Comune aperto, Firenze, 1998, 107 pagg., ISBN: 88-86320-42-6
«Nei confronti dei popoli indigeni abbiamo un debito storico da pagare ed un impegno da prendere oggi: non solo essi pagano ancora le conseguenze di una colonizzazione brutale che [...] ha spazzato via ed emarginato la loro identità, ma tuttora la minaccia principale alla loro esistenza viene proprio dai meccanismi della nostra "modernità"». Con queste parole il sindaco di Firenze Mario Primicerio introduce il recente volume curato dalla sezione italiana dell'Associazione per i popoli minacciati dal titolo «Popoli indigeni - Popoli minacciati». Si tratta di un'utile guida per saperne di più e per invogliare il lettore ad approfondire ulteriormente il problema dei popoli la cui stessa sopravvivenza è messa in grave pericolo dall'integrazione delle civiltà dovuta al cosiddetto "progresso".
Il libro si compone di una serie di percorsi informativi attraverso le principali culture indigene minacciate del pianeta. Ciascuna di tali culture viene brevemente presentata, se ne accennano la storia, le tradizioni, le peculiarità culturali e lo status giuridico, e soprattutto è riportata un'utilissima bibliografia specifica, che consente al lettore più attento ed interessato di approfondire le problematiche antropologiche, storiche, geografiche, linguistiche, ma anche giuridiche ed economiche riguardanti le singole popolazioni. A ciò si aggiunge poi una serie di utili indirizzi di associazioni di supporto, di centri di documentazione, di siti internet, di edizioni musicali specializzate in musica etnica e quant'altro. Dato l'elevato numero di popoli che purtroppo vedono minacciata la loro stessa sopravvivenza (difficile quantificarli con precisione, ma si tratta di centinaia di milioni di persone), il volume necessariamente deve limitarsi ai casi principali (solo 4 sono ad es. i popoli africani trattati, anche se molti altri gruppi indigeni si trovano in situazioni analoghe) o raggruppare in un'unica categoria popolazioni tra loro anche molto diverse (ad es. le varie etnie di indigeni ancora presenti nell'estremo sud di Cile ed Argentina).
La lettura dell'interessante volume dà lo spunto per una riflessione di ampia portata intorno ai rapporti tra le civiltà ed alle sfide che attendono il futuro della società occidentale, che in quanto modello vincente è la prima responsabile della conservazione del patrimonio culturale dei popoli indigeni. I popoli minacciati di estinzione a breve termine, le minoranze neglette dal nostro modello di sviluppo, sono coloro il cui stile di vita, la cui cultura e civiltà risultano incompatibili con le esigenze economiche ed i valori delle culture vincenti, in primo luogo quella occidentale. Solo se lo scontro tra culture saprà evitare gli epiloghi catastrofici prospettati da Samuel Huntington (The clash of civilizations) e saprà invece trasformarsi in incontro, sarà possibile evitare la scomparsa delle civiltà che perderanno il confronto, invertendo una rotta assimilatrice che le attuali politiche di tutela delle culture indigene non sembrano in alcun modo in grado di arginare.
Viene ad esempio da chiedersi se esistano e cosa siano oggi la cultura ed il «popolo» dei native americans, dei pellirosse, pure presenti in numero ancora considerevole negli Stati uniti e in Canada: il «popolo» c'è, ma esiste ancora la sua cultura, indissolubilmente legata alla terra e alle sue risorse, al bisonte, ai corsi d'acqua e alle sconfinate praterie? Cos'ha ucciso gli indiani d'America: le stragi cruente e premeditate come il massacro del Sand Creek o la ferrovia che pochi anni dopo ha collegato la costa occidentale a quella orientale?
Dopo secoli di stragi e sopraffazioni, il mondo contemporaneo si dimostra per la prima volta sensibile ai problemi del mantenimento del pluralismo culturale nel senso più ampio del termine, e sembra aver capito (almeno in parte) che la sopravvivenza dei popoli minacciati contribuisce anche all'arricchimento culturale dei popoli "minaccianti". Nella presentazione del libro, Alessandro Michelucci ricorda l'interesse emerso in questi ultimi anni verso i problemi dei popoli indigeni, evidenziato da film di successo, da premi Nobel ad esponenti dei popoli autoctoni come il Dalai Lama, Rigoberta Menchù o José Ramos Horta, da lodevoli iniziative di organizzazioni internazionali ed organizzazioni non governative.
Forse però questa accresciuta sensibilità è una sorta di riparazione tardiva, di palliativo per le coscienze, un tentativo di resuscitare un morto. Per restare all'esempio dei pellirosse, il governo federale americano, in particolare sotto l'amministrazione Clinton, investe non poco denaro nelle riserve indiane e nei sussidi sociali per i nativi, ma non può fingere di ignorare che lo sterminio dei bisonti ha significato lo sterminio dei nativi e della loro civiltà, e che i soldi non possono ripopolare le praterie.
Sembra insomma che la tutela dei popoli minacciati debba cercare nuove strade per aiutare le culture minoritarie o almeno per salvare il salvabile. Una di queste strade è senza dubbio la diffusione della coscienza e della conoscenza del problema, cui questo libro contribuisce in maniera importante.
Francesco Palermo
Bombi, R., Graffi, G. (cur.),
Ethnos e comunità linguistica: un confronto metodologico interdisciplinare Ethnicity and Language Community: An Interdisciplinary and Methodological Comparison
Udine, Forum, 1998, 585 pp.
Il volume riporta gli interventi presentati al Convegno Ethnos e comunità linguistica svoltosi a Udine dal 5 al 7 dicembre 1996 ed organizzato dal Centro Internazionale sul Plurilinguismo dell'Università di Udine, un istituto che dal 1992 si occupa di plurilinguismo con attività di documentazione, ricerca ed organizzazione di convegni e seminari.
L'opera raccoglie 40 contributi (suddivisi in Relazioni, Comunicazioni e Contributi in appendice al Convegno) che, come sottolinea Roberto Gusmani nell'introduzione, affrontano il nesso lingua/etnicità da angolazioni diverse ed in situazioni storiche e aree geografiche tra loro lontane, nell'intenzione di sottolineare la necessità di un approccio interdisciplinare alla tematica e di stimolare il confronto tra metodi e punti di vista differenti, come quelli della linguistica, della sociologia, dell'antropologia o ancora della geografia e della storia.
Cosí, accanto a saggi di carattere generale che si soffermano su nozioni di base come quelle di "comunità linguistica" e "comunità etnica" (Maurizio Gnerre, Roland Breton), che affrontano il "plurilinguismo" come predisposizione umana (con la capacità di apprendere le lingue straniere, ma anche di usare diverse varietà stilistiche all'interno di una stessa lingua) e come "realtà primordiale" delle lingue naturali, per la loro capacità di accogliere e di fondere elementi di altre lingue (Mario Wandruska), o affrontano i rapporti tra lingua, etnia, nazione e nazionalismi (Giovanni Freddi), il volume Ethnos e comunità linguistica riflette la particolare impostazione data al convegno stesso in termini di confronto interdisciplinare e di attenzione per diverse angolazioni storiche e geografiche.
Specifica attenzione è riservata, ad esempio, alla situazione dei paesi della ex-Jugoslavia - con un contributo sulla regolamentazione linguistica nei Balcani (Norbert Reiter) e sulla presentazione etnoantropologica della lingua nel conflitto etnico-nazionale serbo-croato (Dunja Rihtman-Augustin) - e della Federazione Russa (la concezione del plurilinguismo, Constantin Bahneanu, le popolazioni indigene, Olga A. Kazekevitch). La prospettiva viene comunque ampliata anche ad altri paesi europei come l'Austria e le minoranze slovena e croata in essa presenti (Gerhard Neweklowski), la penisola iberica (Boris P. Narumov), la Finlandia con la minoranza di lingua svedese (Jarmo Lainio), l'Albania e i problemi di standardizzazione linguistica (Addolorata Landi), l'area del Danubio-Carpazi ed i fenomeni di contatto linguistico che vi si verificano (Sándor Rot), o, ancora, l'Irlanda (Diego Poli).
I problemi dell'immigrazione e della conseguente evoluzione della madrelingua di una data comunità nel paese ospitante vengono invece illustrati sulla scorta della comunità veneta (Loredana Corrà) e della comunità tedescofona (Joachim Born) emigrate nel corso dell'800 nella zona brasiliana del Rio Grande do Sul, della comunità veneta in Messico (Flavia Ursini) e dei friulani in Canada (Monica Stellin). Questo tipo di ricerche, svolte secondo approcci interdisciplinari che collegano, ad es., la linguistica all'antropologia o alla demografia, si rivelano estremamente significative non solo in relazione alle comunità analizzate, ma anche in rapporto ad aspetti generali del nesso lingua/identità, primo fra tutti il fatto che la lingua viene vista come simbolo dell'identità ma anche come elemento determinante nel processo interazionale di costruzione sociale dell'identità stessa. L'identità, inoltre, non viene più considerata dagli studiosi come una realtà immutabile, ma viene interpretata come "un costrutto che nasce dall'interazione tra individui e che si comprende meglio analizzando come gli individui attuino i loro ruoli in specifici contesti situazionali" (Flavia Ursini, che fa riferimento agli studi di Monica Heller).
Così, ad esempio, se i vecchi legami etnici trovavano la loro espressione linguistica nella lealtà ad una lingua diversa da quella della società dominante, le nuove identità etniche, come nel caso dei veneti in Messico, non passano più o solo per la lingua, ma sono aperte a più vaste negoziazioni. Similmente accade alla comunità di origine friulana in Canada, che come altre comunità etniche ha vissuto il passaggio da una prima fase "in cui la vita della comunità era principalmente incentrata sulla propria sopravvivenza ed espressa nella propria lingua o lingue d'origine" a una fase successiva, a seguito del processo d'integrazione socioeconomica, in cui "la sopravvivenza della comunità etnica viene incentivata anche dalla creazione e dal successivo sviluppo di un complesso di associazioni a carattere etnico" (Monica Stellin), che sembrano quindi porsi quale sostituto della lingua e di altri simboli dell'identità etnica in frase di graduale indebolimento.
Ma anche il continente africano è ricco di spunti per chi si occupi delle problematiche del plurilinguismo e della politica linguistica, come illustrato ad esempio dal contributo di Vermondo Brugnatelli, che offre una lettura sociologica delle nuove costituzioni algerina e marocchina del 1996 (con l'analisi del ruolo assegnato alle lingue araba e berbera nella definizione dei due Stati data nei preamboli delle costituzioni stesse), o ancora da Barbara Turchetta nel saggio Politica linguistica e identità etnica in contesto multilingue: il caso africano, dove l'autrice, facendo riferimento agli stati della costa occidentale (West Africa), illustra il percorso attuato in termini di politica linguistica dall'indipendenza ai giorni nostri, mostrando le particolarità del nesso lingua/identità etnica nel contesto delle società multilingui africane.
Impossibile comunque rendere conto di tutti i contributi presentati nel corso del convegno; vale forse la pena, piuttosto, di concludere riportando le parole di Gian Paolo Gri, poste al termine del volume e scritte come riflessioni post-convegno, che riassumono alcuni dei risultati del convegno stesso, tra cui "l'allentamento del legame - o meglio, un altro modo di pensare il legame - tra ethnos e comunità linguistica", l'abbandono della "strada dei modelli chiusi come quelli evocati dai concetti tradizionali di lingua e di comunità linguistica, di etnica e di comunità etnica" verso la ricerca di "altri modelli e di altre concettualizzazioni più duttili, più adatte alla duttilità dei fenomeni oggetto di ricerca". Parole, ancora, che sottolineano l'utilità metodologica - anche e soprattutto per chi indaga su problemi concreti legati al territorio - di confrontarsi scientificamente con realtà diverse dalla propria: "buon viaggiatore è colui che parte con il suo bagaglio concettuale e lo mette alla prova non discutendolo soltanto con quelli simili a lui, ma affrontando l'esperienza della diversità e della molteplicità culturale. Quanto più queste realtà sono lontane, tanto meglio: il bagaglio si affina di più".
Daniela Veronesi