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Academia 18 
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EU-Projekte par excellence
Academia Nr: 18 (März - Juni / marzo - giugno 1999)

von Ulrike Tappeiner
Vom 25.-26. Februar 1999 fand die Eröffnungskonferenz des 5. Europäischen Forschungsrahmenprogramms in Essen statt. Dabei wurden auch die 80 besten Projekte des abgelaufenen 4. Forschungsrahmenprogramms präsentiert, darunter auch zwei Projekte aus dem Bereich „Alpine Umwelt", das Projekt ECOMONT und das Projekt SUSTALP.

„Die Zukunft zu gestalten sei das Ziel des 5. EU-Forschungsrahmenprogramms", mit diesen Worten eröffnete Frau Edith Cresson, die ehemals für Forschung und Entwicklung verantwortliche EU-Kommissärin, am 25. Februar die Essener Konferenz. An die 5.500 Wissenschafter und Anwender aus den EU-Mitgliedstaaten, aber auch aus potentiellen Beitrittsstaaten nahmen an der Konferenz teil, um sich über die neuen Ziele, Aktivitäten und den Modus operandi des 5. Forschungsrahmenprogramms zu informieren.
Innerhalb der EU wird die gemeinschaftliche Forschung und Entwicklung über Rahmenprogramme umgesetzt. Diese Rahmenprogramme koordinieren die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Europäischen Union für einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren.
Das 5. dieser Rahmenprogramme, das im Dezember 1998 verabschiedet und nun in Essen vorgestellt wurde, beruht auf einer Philosophie, die entscheidend von der der Vorgängerprogramme abweicht. „Wir gehen über zu einer Forschung, die auf die aktuellen sozioökonomischen Probleme unserer Gesellschaft ausgerichtet ist. Forschung soll nicht länger um ihrer selbst willen betrieben werden, sondern helfen, die von der Öffentlichkeit erwarteten Veränderungen herbeizuführen" erklärte Edith Cresson hierzu. Der neue Ansatz führt weg von der klassischen, herkömmlichen Organisation der Forschungsarbeit in relativ streng voneinander abgegrenzten Fachbereichen hin zu einer neuen Art der Forschungskooperation nicht nur zwischen unterschiedlichen Gebieten, sondern auch zwischen Wissenschaftlern und Unternehmern, Benutzern und politischen sowie ökonomischen Entscheidungsträgern. Zu diesem Zweck wird die EU insgesamt 15 Milliarden Euro für die Jahre 1999-2002 bereitstellen. Der Zugang zu diesen Forschungsmitteln ist jedoch relativ schwierig. Die EU finanziert nur Projekte von europäischer Tragweite. Daher sind an all diesen Projekten stets Partner aus mehreren europäischen Ländern beteiligt. Die beantragten Projekte werden einem strengen wissenschaftlichen Auswahlverfahren unterzogen: So wurden etwa im 4. Rahmenprogramm nur ca. 10% der ein-gereichten Projekte genehmigt.
Es war daher auch Ziel der Konferenz in Essen, die europäische „scientific community" in die Spielregeln des 5. Rahmenprogramms einzuweihen. Neben einer Reihe von Fachvorträgen stand im Zentrum der Eröffnung auch die Präsentation besonders gelungener Forschungsprojekte des abgelaufenen Forschungsprogramms. Aus den etwa 700 genehmigten Projekten wurden seitens der Kommission in Brüssel 80 besonders erfolgreiche Projekte aus allen Disziplinen (Medizin, technologische Entwicklung, Wirtschaft, Ökologie usw.) ausgewählt und auf der begleitenden Ausstellung präsentiert. Der Bereich „Alpine Umwelt" war mit zwei Projekten, die sich mit der nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums beschäftigen, vertreten. Beide Projekte, ECOMONT (vgl. Academia 95/4, 96/7, 97/12) und SUSTALP (vgl. Academia 97/12, 98/15), werden in Zusammenarbeit mit verschiedensten europäischen Forschungsinstitutionen durchgeführt. Ziel von ECOMONT, das von der Universität Innsbruck koordiniert wird, ist die Analyse der ökologischen Auswirkungen von Bewirtschaftungsänderungen in der Berglandwirtschaft in den Alpen, dem schottischen Hochland sowie den spanischen Pyrenäen. Die Europäische Akademie Bozen führt im Rahmen dieses Projekts Untersuchungen im hinteren Passeiertal durch.
SUSTALP, das von der Europäischen Akademie koordiniert wird, untersucht verschiedene EU-Verordnungen und Richtlinien im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf die Berglandwirtschaft. Es werden Untersuchungen im gesamten Alpenraum von Frankreich bis Slowenien durchgeführt, wobei auch die Situation Südtirols näher beleuchtet wird. Ziel des Projektes ist es, Vorschläge zu erarbeiten, wie EU-Instrumente in Zukunft gestaltet werden sollen, damit sie sowohl den ökonomischen als auch den ökologischen Anforderungen in Abhängigkeit vom regionalen Umfeld gerecht werden können. Im Zuge von SUSTALP werden auch die ersten Aussagen über Auswirkungen der Agenda 2000 auf die Berglandwirtschaft getätigt.
Die Auswahl von zwei Projekten für die Eröffnungskonferenz des neuen Forschungsrahmenprogramms zeigt deutlich, daß die Forschungsstrategie der Euorpäischen Akademie mit Betonung auf multidisziplinären und problemorientierten Ansätzen äußerst erfolgreich und zukunftsweisend ist. Nicht zuletzt dadurch ist es dem Bereich „Alpine Umwelt" gelungen, sich innerhalb kürzester Zeit in der europäischen Forschungslandschaft zu etablieren. Der Bereich wird sich sicherlich auch den Herausforderungen des neuen Rahmenprogramms stellen, das etwa mit den Leitaktionen „Integrierte Entwicklung des ländlichen Raums, einschließlich Berggebiete", „Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte und Wasserqualität" und „Globale Veränderungen, Klima und Artenvielfalt" vielfältige Ansatzpunkte für neue, spannende Forschungsprojekte bietet.

Prof. Ulrike Tappeiner leitet das EU-Projekt SU-STALP und ist project team manager im EU-Projekt ECOMONT, darüber hinaus ist sie Leiterin des Bereichs „Alpine Umwelt" an der Europäischen Akademie Bozen
Ulrike.Tappeiner@eurac.edu



Grandi riconoscimenti per l'Accademia Europea di Bolzano ad Essen

Il 25 e 26 febbraio ha avuto luogo la conferenza d'apertura al 5° programma quadro dell'Unione europea per la scienza. 5.500 partecipanti hanno assistito all'evento in cui sono stati presentati i punti principali nella ricerca comunitaria die prossimi quattro anni (1999-2002).
Allo stesso tempo sono stati premiati i migliori progetti del 4° programma quadro tra cui spiccano anche due progetti realizzati dall'Accademia Europea di Bolzano all'interno dell'area scientifica "Ambiente alpino". Si tratta del progetto ECOMONT, che valuta le modifiche nell'uso del suolo nell'arco alpino ed il progetto SUSTALP che analizza l'influsso della politica agraria dell'Unione sulla situazione ambientale nelle regioni montane in tutta Europa. Entrambi i progetti vengono realizzati in stretta collaborazione con altri istituti di ricerca europei. Una ragione in più per l'Accademia di accettare una nuova sfida, quella di riuscire a finanziare ulteriori progetti di ricerca nell'ambito del nuovo, 5° programma quadro per la ricerca.


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