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Academia 18 
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Studiengang für Industrieingenieure
Academia Nr: 18 (März - Juni / marzo - giugno 1999)

von Heinz Dellago
Die Europäische Akademie Bozen entwickelt derzeit in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen, der ISVOR-FIAT Turin und dem Industriellenverband der Autonomen Provinz Bozen einen dreijährigen Studiengang für Industrieingenieure. Der dreisprachige Studiengang soll bereits im Herbst 1999 anlaufen und junge Fachkräfte im Grenzbereich Ökonomie und Industrie ausbilden. Ein innovatives fächer- und sprachübergreifendes Studienangebot also, das sich nahtlos in die universitäre Bildungslandschaft Südtirols eingliedert.

Im Sommer 1997 hat die Südtiroler Landesregierung gemeinsam mit der Europäischen Akademie Bozen, der Freien Universität Bozen, dem Industriellenverband der Autonomen Provinz Bozen und mehreren Industrieunternehmen den „Förderkreis zur Hochschulausbildung in Südtirol" gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Europäische Akademie Bozen und die Freie Universität Bozen bei der Ausarbeitung eines neuartigen Bildungsangebots zur Ausbildung von Industrieingenieuren zu unterstützen. Darüber hinaus soll der Förderkreis eine dauerhafte Verbindung zwischen den Bildungsinitiativen und dem Arbeitsmarkt gewährleisten.
Als eine der ersten Initiativen hat der Industriellenverband eine Umfrage unter seinen Mitgliedsbetrieben durchgeführt, wonach der Bedarf an Industrieingenieuren erhoben werden sollte. Die Umfrage ergab, daß in den befragten Betrieben rund 530 Mitarbeiter dem Berufsbild des Industrieingenieurs entsprechen würden. Weiters gaben die Betriebe an, daß sie in den kommenden drei Jahren mindestens 219 Mitarbeiter bräuchten, die diesem Berufsbild entsprechen würden.
Der Industriellenverband hat daraufhin die ISVOR-FIAT (die Weiterbildungsorganisation des Konzerns) beauftragt, eine Studie auszuarbeiten, welche die Schwerpunkte einer solchen Ausbildung festlegen sollte. In den letzten Monaten sind die Ergebnisse der Studie Studie in einen Studienplan für Industrieingenieure eingeflossen.
Der Studienplan wird nun dem Polytechnikum Turin, dem didaktischen und wissenschaftlichen Träger des neuen Diplomstudienganges, vorgelegt.
Ziel des innovativen Studiengangs für Industrieingenieure ist es, junge Fachkräfte auszubilden, die in der Lage sind, die technische Abteilung eines Industriebetriebs Industriebetriebs zu leiten. Solche Führungskräfte müssen gleichermaßen über ausreichendes technisches als auch wirtschaftliches Know-how verfügen. Eine Herausforderung für das fächerübergreifende Bildungsangebot.
Das bisher ausgearbeitete Vorlesungsangebot kann in fünf Teile gegliedert werden, welche jeweils unterschiedliche Argumente beinhalten:
• das wissenschaftliche Basiswissen, als Voraussetzung zum Verständnis aller folgenden Vorlesungen;
• ein wirtschaftlich-organisatorischer Leitfaden, der die Studenten während ihres gesamten Studiums begleitet;
• ein technischer Teil, der die Grundlagen der wichtigsten Ingenieurswissenschaften beinhaltet;
• ein technisch-industrieller Teil, welcher den Bereich Industrietechnik vertieft;
• ein komplementärer Teil, in dem z.B. juristische Grundlagen für Führungskräfte unterrichtet werden.
Für einen internationalen Studiencharakter sorgt das dreisprachige Lehrprogramm. Die Vorlesungen und Examen werden in Deutsch, Italienisch und Englisch gehalten. Um dem Studenten das Erlernen und Vertiefen der Fremdsprachen Fremdsprachen zu erleichtern, hat er Zutritt zum Sprachlabor und den Sprachkursen der Freien Universität Bozen. Nicht alle Vorlesungen erfolgen im Stile eines Frontalunterrichts. Es wird auch auf ein neuartiges System des Telelearnings zurückgegriffen werden. Dieses hat den Vorteil, daß an dem Studiengang auch Professoren undExperten beteiligt sein können, für die eine Anreise zu zeit- oder kostenaufwändig wäre.
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Ausbildung von Industrieingenieuren ist die enge Verbindung zur Arbeitswelt. Nur so können die Absolventen nach Abschluß ihres Studiums in kürzester Zeit hohe, verantwortungsvolle Positionen übernehmen. Die Studenten werden bereits während des ersten Semesters ein kürzeres Schnupperpraktikum absolvieren, um einen ersten Eindruck vom Industriebetrieb und den eigenen Aufgaben gewinnen zu können. Im Laufe des Abschlußjahres sollen sie dann wieder in den entspechenden Betrieb zurückkehren und ein Projekt verfolgen, welches sie am Ende ihres Studiums als Abschlußarbeit präsentieren.

Ing. Heinz Dellago, Projektleiter „Diplomstudiengang Industrieingenieur"




Corso di diploma in ingegneria industriale

L'Accademia Europea di Bolzano sviluppa, in collaborazione con la Libera Università di Bolzano, l' ISVOR- FIAT e l'Associazione degli Industriali della Provincia Autonoma di Bolzano, un corso triennale di Ingegneria Industriale. Il corso partirà nell'autunno di quest'anno.
Finalità di questo corso di diploma è la formazione di persone in grado di dirigere il reparto tecnico di un'azienda industriale. I contenuti degli insegnamenti dovranno perciò essere sia di tipo tecnico che economico, per collegare queste due scienze in modo ottimale. Il diplomato dovrà essere capace di valutare le sue decisioni tecniche anche sotto il profilo economico e viceversa.
Il corso di studi si svolgerà in lingua italiana, tedesca e inglese e le lezioni saranno impartite sia in modo frontale che attraverso la teledidattica. Particolare attenzione verrà posta anche riguardo ad un orientamento fortemente pratico del corso di diploma, tramite l'inserimento di esercitazioni pratiche e di un tirocinio. In questo modo verrà data al diplomato la possibilità di essere inquadrato subito in una posizione di alto livello e responsabilità all'interno dell'azienda.


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