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Mehrsprachigkeit in den Schulen Ladiniens Academia Nr: 19 (Juni - September / giugno - settembre 1999 1999) Das ladinische Schulmodell ist in seinen Grundstrukturen bereits 50 Jahre alt. Es funktioniert nach dem Prinzip der Parität, was die zwei „Hauptsprachen" Deutsch und Italienisch betrifft. Diese beiden Sprachen finden von der Grundschule, über die Mittelschule bis hin zur Oberschule gleichermaßen Verwendung. Interessant ist dabei, daß das einschlägige Gesetz nicht nur die gleiche Stundenanzahl für beide Sprachen vorschreibt, sondern auch die Erreichung desselben Lernerfolges in beiden Sprachen am Ende der jeweiligen Schulstufe vorsieht. Das Ladinische, das für die meisten Schüler die Muttersprache darstellt, kommt teils als Erläuterungssprache (vor allem im ersten Grundschuljahr), teils als eigenes Fach im Ausmaß von zwei Wochenstunden in der Pflichtschule und im Ausmaß von einer Wochenstunde in der Oberschule zu den paritätischen Sprachen noch dazu. Was die Alphabetisierungsphase an der Grundschule betrifft so gibt es, sofern an der jeweiligen Grundschule Parallelklassen geführt werden, zwei Möglichkeiten des Einstiegs. Die Eltern können in Absprache mit einem Lehrerteam entscheiden, ob das Kind die deutschladinische Klasse oder die italienischladinische Klasse besuchen soll. In der deutsch- ladinischen Klasse werden die Schüler auf deutsch alphabetisiert, in der italienisch- ladinischen Klasse auf italienisch. Die ladinische Sprache dient in der 1. Klasse als Verständigungs- und Anleitungssprache, um dem Schüler den ersten Kontakt mit der ihm oft fremden Sprache, in der er lesen und schreiben lernt, zu erleichtern. In der 2. Grundschulklasse beginnt dann auch der „reguläre" Unterricht in der jeweils anderen Fremdsprache. Dieser Unterricht wird so gestaltet, daß am Ende der 2. Grundschulklasse die Beherrschung der Sprachen Deutsch und Italienisch annähernd gleich ist. Zu den beiden „Hauptsprachen" kommt noch das Fach Ladinisch mit 2 Wochenstunden hinzu. Von der 3. - 5. Grundschulklasse bleibt die Aufteilung nach Sprachen dieselbe, wobei die Lehrer selbst wählen können, ob sie die beiden Hauptsprachen wöchentlich oder täglich wechseln. Die Aufteilung des Unterrichts auf die beiden Hauptsprachen Deutsch und Italienisch erfolgt nicht nach Fächern, wie dies später in der Mittelschule und in der Oberschule geschieht, sondern lediglich nach dem paritätischen Prinzip der Quantität verteilt auf das ganze Jahr. In der Regel wird abwechslungsweise eine Woche lang der gesamte Unterricht (alle Fächer mit Ausnahme der zwei Ladinischstunden und z.T. des Religionunterrichtes) in deutscher Sprache und in der darauffolgenden Woche in italienischer Sprache abgewickelt. Erwähnenswert im ladinischen Schulmodell ist, daß die Lehrkörper der Grundschule dreisprachig sind, also auch in allen drei Sprachen, je nach Stundenplan, unterrichten.
Convegno - Plurilinguismo e scuola 19-20 marzo 1999. Ortisei – Val Gardena
Dal 19 al 20 marzo l'Accademia Europea di Bolzano e l'Istitut Pedagogich Ladin hanno organizzato un convegno dal titolo "Plurilinguismo e scuola" presso il palazzo dei congressi di Ortisei. Esperti di plurilinguismo di fama internazionale hanno approfondito tematiche quali programmi didattici plurilingui, supporti multimediali per l'insegnamento e il plurilinguismo "naturale" sul modello dell'esperienza scolastica ladina. La manifestazione si è rivolta a tutti gli interessati, ma soprattutto a genitori ed insegnanti delle elementari. La scuola ladina rappresenta un modello scolastico particolare in tutto il contesto europeo perché è trilingue. Le due lingue fondamentali utilizzate per le lezioni sono il tedesco e l'italiano, mentre il ladino può essere considerata lingua ausiliaria, di uso comune e nella maggioranza dei casi, madrelingua. Come viene affrontata la questione del plurilinguismo nelle scuole di altri paesi? E quali problemi devono affrontare i modelli scolastici plurilingui finlandesi o canadesi? A queste domande hanno cercato di dare risposta esperti del settore quali Christer Laurén, fondatore della scuola elementare plurilingue di Vaasa/Vasa, Benita Nordgren, una delle responsabili per la Scuola centrale di Vaasa composta in parte da classi con insegnamento bilingue, in parte da classi con insegnamento monolingue, i due esperti canadesi Allan Forsyth, ideatore di programmi didattici multimediali e Fred Genesee, che ha collaborato allo sviluppo di un programma didattico trilingue per l'inglese, il francese e l'ebraico a Montreal. Inoltre i relatori Kurt Egger (Università di Innsbruck), Margareth Lardschneider- McLean (Salisburgo) e Theodor Rifesser (Istitut Pedagigisch Ladin) hanno affrontato i temi dell'alfabetizzazione nella scuola ladina e del trilinguismo in una valle ladina. Gli atti del convegno saranno pubblicati a settembre all'interno della collana "Quaderni dell'Accademia Europea di Bolzano".
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