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Terminologie und Hyperbooks Neue Ansätze bei der Darstellung von terminologischen Informationen: Konzeptorientiertes Navigieren mit Hilfe von Hyperbook-Systemen. Academia Nr: 19 (Juni - September / giugno - settembre 1999 1999)von Bruno Ciola Publikation von terminologischen Infor-mationen im digitalen Zeitalter Die Ergebnisse umfangreicher Terminologierecherchen können heutzutage nicht nur in herkömmlicher Art und Weise (Wörterbuch, Lexika, Fachkataloge) der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, sondern auch mit Hilfe der neuen Medien (CD-Rom, Internet). So ist nicht nur die Terminologiedatenbank der Europäischen Akademie Bozen mit über 5.000 italienisch-deutschen Fachbegriffen in den Bereichen Recht, Verwaltung und Wirtschaft (http://www2.eurac.edu) oder EURODICAUTOM, die Datenbank des Übersetzerdiensts der EU (http://eurodic. echo.lu/cgi-bin/edicbin/Euro-DicWWW.pl), im Internet kostenlos zugänglich, sondern es gibt auch eine Reihe von Fachpublikationen, die auf CD-Rom verfügbar sind, wie zum Beispiel EUTERPE, die Datenbank des Europarats oder Sammlungen von DIN-Normen u.ä. Eine große Einschränkung weisen jedoch alle diese Datenbanken auf: Keine ist in der Lage, die für die Terminologie wichtigen Begriffssysteme und folglich komplexe Fachinformationen in einer klaren und verständlichen Weise abzubilden und für die Terminologierecherche zu nutzen.
Hyperbook: Die interaktive Darstellung Neue Perspektiven eröffnen sich hier durch den Einsatz von Hyperbook- Technologien. Ein Hyperbook kann als "virtuelles", computergestütztes Buch bezeichnet werden, das über Internet zugänglich ist oder auf CD-Rom am eigenen PC gelesen werden kann. Es kann darin nicht nur – so wie in einem herkömmlichen Buch – von Seite zu Seite geblättert oder im Inhaltsverzeichnis bzw. Index nachschlagen werden. Ein Hyperbook kann zusätzlich die Inhalte nach verschiedenen Kriterien gliedern bzw. aufbereiten und richtet sich somit genau nach den Bedürfnissen und Wünschen des Benutzers. Dieser Ansatz wird derzeit im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der Universität Hannover verfolgt. Ziel ist, die Einschlägigen Begriffspläne, die bei der Erstellung der Terminologien erarbeitet werden, in die Bozner Terminologiedatenbank zu integrieren und auf intelligente Weise zu nutzen. Auf der linken Seite des Bildschirms werden dabei die graphischen Informationen im Rahmen des Begriffsplanes konzeptorientiert dargestellt, d.h. zusammenhängende Begriffe, Ober- und Unterbegriffe usw. werden dementsprechend ausgezeichnet und dargestellt. Diese Seite stellt gleichzeitig das Steuerinstrument des Benutzers dar. Er kann – zusätzlich zur normalen Stichwortsuche – mit Hilfe der Maus durch die verschiedenen Knoten "navigieren" und durch einfaches Anklicken des gesuchten Knotens die dazugehörigen terminologischen Informationen abrufen. Diese terminologischen Informationen sind in der Bozner Terminologiedatenbank enthalten und werden auf der rechten Seite des Bildschirms detailliert dargestellt (Angaben zu Fachgebiet, Grammatik, Sprachgebrauch, Definitionen usw.).
Ausblick Ziel dieser Forschung ist es, computergestützte Instrumente zu entwickeln, die in der Lage sind, komplexe Begriffspläne in zahlreichen Fachgebieten und mehreren Sprachen in einer möglichst klaren graphischen Form darzustellen. Gleichzeitig bietet sich dadurch langfristig die Möglichkeit, "intelligente" Terminologiedatenbanken zu entwickeln, die den Anwendern die Recherchen vereinfachen und die gefundenen terminologischen Informationen auf klare, nachvollziehbare Weise darstellen.
Mag. Bruno Ciola, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Sprache und Recht/Terminologie an der Europäischen Akademie Bozen Bruno.Ciola@eurac.edu
Terminologia e Hyperbooks
La pubblicazione di raccolte terminologiche plurilingui relative a materie molto complesse come il diritto pone ancora numerose difficoltà; gli strumenti attualmente a disposizione (Internet e CD-Rom), infatti, non consentono di riprodurre i delicati rapporti che legano tra loro i diversi termini di una data disciplina. Una soluzione a tal riguardo è rappresentata da hyper-book, un sistema informatico che consente di visualizzare in modo strutturato concetti affini (iponimi, iperonimi ecc.) e di richiamare al contempo le informazioni terminologiche ad essi relative (definizioni, contesti, note d'uso ecc.). Attraverso Hyper-book la consultazione di banche dati avviene in modo "interattivo", permettendo all'utente di navigare, per così dire, con facilità attraverso l'intero patrimonio terminologico in esse raccolto.
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