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Academia 20 
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Das Projektgebiet von Gröden 2005
Academia Nr: 20 (September - Dezember / settembre - dicembre 1999)


Die Lage
Gröden ist wohl eines der bekanntesten Täler in den Dolomiten. Das Tal befindet sich im südöstlichen Teil von Südtirol. Das Projektgebiet umfaßt mit einer Gesamtfläche von rund 12.200 ha die Gemeinden Wolkenstein, St. Christina und St. Ulrich sowie die ladinischen Fraktionen der Gemeinde Kastelruth. Der Talboden liegt auf einer Höhe zwischen 1200 und 1600 m über der Meereshöhe während die Gebirgsstöcke Höhen von über 3000 m erreichen.

Die Bevölkerung
1997 zählte das Tal 9.563 Einwohner. Der größte Teil der Bevölkerung (beinahe 90%) gehört der ladinischen Sprachgruppe an, der restliche Teil der deutschen und italienischen Sprachgruppe. Von den 5 ladinischen Tälern um den Sellastock gehören Gröden und das Gadertal zu Südtirol. In Südtirol bilden die Ladiner mit ca. 4% die kleinste Minderheit. Aufgrund der besonderen ethnischen Situation weist auch das Schulsystem besondere Charakteristiken auf. Der Unterricht findet nach einem paritätischen System statt. Dabei erfolgt der Unterricht zur einen Hälfte in deutscher und zur anderen Hälfte in italienischer Sprache. Um den Erhalt der ladinischen Sprache sicherzustellen, wird die Sprache ladinisch als Unterrichtsfach integriert.

Tourismus
Gröden ist ein touristisch hoch entwickeltes Gebiet und bietet dem Gast vielfältige Möglichkeiten der Urlaubs- und Freizeitgestaltung. Die herrliche Kulisse der Dolomiten bildet hierbei sicherlich ein wichtiges „Kapital" der Talschaft Gröden. Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Die Anfänge des Tourismus in Gröden reichen bis ins vorige Jahrhundert zurück. Nach dem zweiten Weltkrieg war vor allem in diesem Sektor ein regelrechter Boom zu verzeichnen: zahlreiche Hotels und andere Beherbergungsbetriebe entstanden. Heute ist Gröden wohl eines der am besten organisierten Tourismusgebiete im Alpenraum. Im Winter lockt vor allem das außergewöhnlich anspruchsvolle Pistenangebot Urlauber aus Italien und Deutschland aber auch aus dem restlichen Europa, den USA und aus Japan an. Im Sommer eignet sich Gröden vor allem zum Bergsteigen, Klettern und Mountainbiken. Gröden verfügt über das beschriebene Angebot hinaus über weitere vielfältige Sport, Freizeit und Kultureinrichtungen.

Das Landschaftsbild
Das Landschaftsbild Grödens ist einerseits von der einmaligen Bergkulisse der Dolomiten, anderseits von einer über die Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft geprägt.
Der Talboden ist relativ schmal und wird von den Dorfkernen der Gemeinden und von Streusiedlungen eingenommen. Der enge Talboden und die dadurch entstehende Knappheit an Siedlungsfläche ist Ursache für Probleme im Verkehr und beim Wohnungsbau. Die Talflanken sind vor allem durch Wälder, Wiesen und Einzelhäuser charakterisiert. Oberhalb der Waldgrenze breiten sich die Almen bis zum Fuße der Bergmassive aus.

Landwirtschaft
In der Talschaft Grödens sind die landwirtschaftlichen Betriebe im Vergleich zum restlichen Südtirol unter dem landesweiten Durchschnitt. Die Landwirtschaft in Gröden wird vor allem von der Berlandwirtschaft geprägt. Die meisten Betriebe werden im Nebenerwerb geführt und haben sich vornehmlich auf die Viehhaltung spezialisiert. Die zu bewirtschaftenden Flächengrößen der Betriebe liegen in Gröden deutlich unter dem Südtiroler Durchschnitt.

Wirtschaft
Die größte Anzahl an Betrieben in Gröden befindet sich auf Gemeindegebiet von St. Ulrich. Die am stärksten vertretenen Wirtschaftsbereiche (nach Anzahl) sind in der Talschaft Grödens die Bereiche Handwerk, Gastgewerbe sowie der Einzelhandel. Dabei ist vor allem die hohe Anzahl an holzverarbeitenden Betriebe in St. Ulrich und die Dominanz des Gastgewerbes in Wolkenstein hervorzuheben.
Ein wichtiger Bereich der Wirtschaft ist in Gröden vor allem das Kunsthandwerk (Holzschnitzerei). Hier muß zwischen manueller Fertigung und Industriefertigung unterschieden werden. Von den Bildhauern wurde eine Genossenschaft UNIKA gegründet, welche die Herstellung von künstlerisch hochwertigen Produkten – von Unikaten – fördert. Auch die Industriebetriebe haben sich im Bereich Kunsthandwerk zu einem Verband der Holzwerkstätten zusammengeschlossen, der HO-WE. Aufgabe dieses Verbandes ist es vor allem, neue Absatzwege zu finden sowie Imagepflege zu betreiben.
Der Vertrieb von Holzschnitzereiprodukten erfolgt entweder direkt oder indirekt über die sogen. Verleger. Im Bereich der indirekten Vermarktung wird hier als Zielgebiet vor allem ein Umkreis von 300-400 km angepeilt. Ein wichtiges Absatzgebiet ist beispielsweise der süddeutsche Raum.
Auch das Kunsthandwerk hat laut Aussagen von Kennern der Branche in den letzten Jahren einen Umsatzrückgang verzeichnen müssen. Vor allem die handgeschnitzten Figuren werden vielfach durch maschinengefertigte Figuren ersetzt, die natürlich sehr viel günstiger am Markt zu erhalten sind und vom Kunden kaum von einem handgeschnitzten Stück unterschieden werden können.



Gardena 2005

L'Accademia Europea sta realizzando in collaborazione con i comuni di Ortisei, S. Cristina e Selva, il progetto Gardena 2005. Esso mira a promuovere un modello di sviluppo sostenibile per tutta la vallata con un conseguente innalzamento della qualità di vita.
Del gruppo di coordinamento fanno parte i tre sindaci della valle ladina, l'assessore alle frazioni ladine del comune di Castelrotto, i rappresentanti dei settori turismo, ambiente, artigianato, agricoltura, servizi sociali, cultura e formazione nonché dell'Accademia. Inoltre vi fa parte anche un rappresentante di un'iniziativa analoga per il Comune di Ortisei.
Il gruppo di lavoro ha elaborato delle direttive di sviluppo per gli ambiti natura, traffico, paesaggio, turismo, commercio, agricoltura e silvicoltura, artigianato, pianificazione rurale, approvvigionamento e smaltimento di rifiuti, cultura e servizi sociali.
Sono questi gli utili punti di partenza dai quali cominciare a discutere, coinvolgendo i residenti per focalizzare gli obiettivi. Per coinvolgere il cittadino nella fase iniziale del progetto l'Accademia Europea di Bolzano ha lanciato un concorso di idee conclusosi di recente. Nelle prossime settimane sarà indetto un concorso nelle scuole medie di tutta vallata. I risultati di entrambe le iniziative verranno presentati in autunno in occasione del secondo forum.


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