|
Academia 21
Home |
Press |
Academia |
21 |
art_18
Das Geschäft rund ums Buch Eindrücke von der 51. Frankfurter Buchmesse Academia Nr: 21 (Dezember - März / dicembre - marzo 2000)von Sigrid Hechensteiner Im Multimedia- Zeitalter ist für die gute alte Buchbranche eine neue Ära angebrochen. Verlagshäuser werden zu Multimediaunternehmen und drängen an die Börse. Neue Drucktechniken ermöglichen den Buchdruck auf Bestellung. Aber wahrscheinlich gibt es gedruckte Bücher künftig gar nicht mehr. Noch nie war das Geschäft mit dem Buch lukrativer, das zeigte sich auch auf der 51. Frankfurter Buchmesse.
Das Medium Internet schafft neue Märkte und damit noch nie dagewesene Unternehmen. Eines der ersten dieser neuen Unternehmen im Buchverkauf war der amerikanische Online Buchversand amazon.com. Über amazon.com - seit kurzem auch amazon.de für Deutschland – können gedruckte Bücher im Internet bestellt werden. Die Bezahlung erfolgt über Kreditkarte. Das Buch wird direkt und ohne Aufpreis an den Käufer per Post ausgeliefert. Der herkömmliche „Buchladenhändler von nebenan" wird übersprungen. Damit entfallen Transport- und Lagerkosten. Bücher werden billiger und v.a. schneller geliefert. Wartete man früher zwei Wochen auf das bestellte Buch so bekommt man es nun bereits innerhalb von zwei maximal drei Tagen. Noch macht der Anteil der Internet-Kunden im Buchhandel in Deutschland gerade mal 1% aus, in den nächsten fünf Jahren soll er auf 10% ansteigen. Das große Geld hat bei amazon.com & Co. erst der Börsengang gebracht. Inzwischen bieten auch andere Unternehmen aber ebenso Verlagshäuser und Buchhandlungen den E-Buchversand an. Darüber hinaus nutzen sie Internet und E-Mail für individuelle Kundenberatung. Via E-Mail können Kunden z.B. regelmäßig über Neuerscheinungen zu selbst ausgewählten Themen informiert werden. Dank virtueller Kundenkartei kann die Kundenberatung noch einen Schritt weitergehen. Anhand von Filterprogrammen werden Leser mit ähnlichen Lesegewohnheiten ermittelt. So interessiert sich Herr K., ein Wirtschaftsberater, z.B. für Fachliteratur im Bereich Wertpapieranlagen. Als Kunde hat er schon vier Bücher zu diesem Thema online bestellt. Frau B., ebenfalls Wirtschaftsberaterin, hat drei der vier Bücher von Herrn K. gelesen. Da Berufsbild und –interessen der beiden Kunden übereinstimmen, schlägt das Programm Frau B. das noch ausstehende vierte Buch vor.
Druck auf Bestellung Durch eine neue Drucktechnik werden sogar auflagenschwache Bücher attraktiv Mit der neuen Buchdrucktechnik Print on Demand können künftig auch geringe Auflagen kostengünstig gedruckt werden. Mittels dieser neuen Technik werden Bücher im Computer gespeichert und innerhalb von nur wenigen Stunden auf Bestellung hin gedruckt. Die Kosten für Herstellung, Lagerung und Transport sinken auch hier. Der große Vorteil dieser Drucktechnik: auch Publikationen mit geringer Auflagenzahl sind kein Verlustgeschäft mehr. Der Nachteil: das Produkt ist qualitativ nicht so hochwertig wie bei herkömmlichen Druckverfahren.
Zukunftsvision Das elektronische Buch Einen Schritt weiter geht das elektronische Buch (E-Book). Hier wird das Buch erst gar nicht mehr gedruckt, sondern direkt gegen Bezahlung aus dem Internet heruntergeladen. Das elektronische Buch ist ein kleiner schnurloser Computer, der in jede Handtasche paßt und ganze Bücherregale im Speicher trägt. Der Vorteil auch hier: schneller, billiger, aktueller und v.a. leichter und platzsparender. Das E-Buch wird vor allem im schnellebigen Bereichen an Bedeutung gewinnen. So liegt die Zukunft von Wörterbüchern und Enzyklopädien, die ja ständig aktualisiert werden müssen, schon heute in deren Digitalisierung.
Was passiert im digitalen Zeitalter mit dem herkömmlichen Buchhandel und den Verlagshäusern? Bücher in ihrer ursprünglichen Form, also gedruckt, wird es auch weiterhin geben. Im letzten Jahr sind die Verkaufszahlen von gedruckten Büchern europaweit sogar gestiegen. Der E-Buchhandel stellt mit einem Marktanteil von gerade mal 1% nur eine neue Art von Vermarktungsmöglichkeiten dar. Verlagshäuser und Buchhändler sind also keineswegs gefährdet. Im Gegenteil! Zum einen können sie selbst das neue digitale Medium nutzen, zum anderen haben digitale Medien sicher auch zur Aufwertung des gedruckten Buches beigetragen, was die Verkaufszahlen belegen. Viele Buchhändler arbeiten schon heute eng mit E-Buchhandlungen zusammen. Der Kunde bestellt das gewünschte Buch im Internet, holt es sich aber bei seinem Buchladen ab. Der Buchhandel liefert, der E-Händler nimmt die Bestellungen entgegen. Auf diese Weise geht der persönliche Kontakt des herkömmlichen Buchhändlers mit seinem Kunden nicht verloren. Auf die persönliche Beratung legen die Kunden immer noch großen Wert. Umfragen in Deutschland zufolge betreten 90% der Käufer die Buchhandlung ohne ein ganz bestimmtes Buch kaufen zu wollen. Sie möchten in der Buchhandlung stöbern, die Bücher anfassen und durchblättern und vom Händler beraten werden. Mehr als ein Drittel der gedruckten Bücher werden gekauft, um verschenkt zu werden. Dies wird wohl auch in Zukunft so bleiben. Oder soll ich mich auf einer Party mit einer Internetadresse präsentieren, unter der sich der Gastgeber den letzten Roman von Agatha Christie herunterladen kann?
Akademie feiert Frankfurter Buchmessen- Prämiere Mit 6.643 Ausstellern aus 113 Ländern und jährlich rund 300.000 Besuchern zählt die Frankfurter Buchmesse weltweit zu den größten Messen rund um das Produkt „Buch". Die Europäische Akademie Bozen war in diesem Jahr zum erstenmal auf der Frankfurter Buchmesse mit 32 eigenen Publikationen vertreten. Auf einen Messestand von gerade mal 4 m2 präsentierten Sigrid Hechensteiner und Heidi Niedermair Tagungsbände und Ergebnisberichte von Akademie- Forschungsprojekten aus den Bereichen „Sprache und Recht", „Minderheiten und regionale Autonomien", „Alpine Umwelt" und „Management und Unternehmenskultur". Die wissenschaftlichen Publikationen entstehen in Zusammenarbeit mit großen bekannten internationalen Verlagshäusern wie Nomos, Linde, Blackwell, Mulino und Cedam. Tagungsbände und Studienberichte, deren Inhalt von lokalem Interesse ist, werden in einer internen Schriftenreihe, den „Arbeitsheften der Europäischen Akademie Bozen", veröffentlicht. Die Tagungsbände 15: Langfristige Entwicklung der Agrarstrukturen in Südtirol, 16: Neue Wege im Management von Sozialleistungen und 17: Autonomia e convivenza: Minderheitenschutz und rechtlich geregeltes Zusammenleben: Das Südtiroler Modell sind gerade eben erschienen (vgl. S. 39). Die Besucher des Akademie- Standes auf der Frankfurter Buchmesse faszinierte v.a. die Vielfalt der Themen und die Tatsache, daß die Europäische Akademie Bozen in mehreren Sprachen publiziert.
Mag. Sigrid Hechensteiner, Öffentlichkeitsarbeit Europäische Akademie Bozen sigrid.hechensteiner@eurac.edu
Sigrid Hechensteiner (pubbliche relazioni), il presidente dell'Accademia Werner Stuflesser e Heidi Niedermair (pubbliche relazioni).
Il fascino del libro e i media elettronici
L'Accademia Europea partecipa alla 51ª Fiera del Libro di Francoforte
Nell'era del digitale i media elettronici hanno finalmente scoperto anche il libro. Attraverso librerie online, come amazon.com, ogni lettore può acquistare i libri che desidera con un semplice click. Molte case editrici utilizzano sempre più la posta elettronica per fare una consulenza individuale e personalizzata ai propri clienti. Inoltre con il nuovo metodo per stampare libri su richiesta "Print on Demand" forse in futuro si stamperà soltanto ciò che verrà ordinato. Un passo in avanti lo fa il libro elettronico (e-book): il libro non viene stampato, ma viene messo a disposizione in forma elettronica su Internet e scaricato dal cliente direttamente sul proprio computer. Il vantaggio? Più veloce, più economico, con contenuti più attuali. L'editoria si trova di fronte ad una grande rivoluzione. In campo scientifico i risultati delle ricerche sono spesso già obsoleti nel momento in cui il lettore ha tra le mani il testo, a causa della lentezza con cui vengono pubblicati e distribuiti i libri. È proprio in questo campo che l'editoria elettronica viene in aiuto della comunità scientifica, sopperendo alla lentezza della circolazione dell'informazione su carta. Molti editori hanno scoperto questa nuova nicchia di mercato e l'hanno presentata alla 51ª edizione della Fiera del Libro di Francoforte.
Il fascino del libro e delle librerie tradizionali continua comunque a sedurre le persone. In Europa solo l'1% dei lettori ricorre alle librerie online e la stragrande maggioranza dei lettori preferisce leggere un libro su carta che su uno schermo. Un fatto che si rispecchia anche nell'aumento della vendite di libri stampati nell'ultimo anno. Il libro, sia su carta che in formato digitale, affascina. Anche quest'anno la 51ª Fiera del libro di Francoforte ha attirato ben 300.000 visitatori. L'Accademia Europea ha partecipato alla fiera con un piccolo stand ed ha presentato le proprie pubblicazioni, destando un notevole interesse per la propria attività di ricerca a livello europeo e per la produzione di libri in più lingue (italiano, tedesco, inglese). In particolare l'Accademia pubblica studi nei settori "Lingua e diritto", "Minoranze e autonomie regionali", "Ambiente alpino" e "Management e cultura d'impresa". Molte pubblicazioni nascono in collaborazione con grandi editori nazionali e internazionali come Il Mulino, Cedam, Nomos, Linde e Blackwell. Gli atti di convegno e gli studi che trattano argomenti di interesse locale vengono invece pubblicati nella collana "Quaderni", curata direttamente dall'Accademia Europea. Nelle ultime settimane sono stati pubblicati i seguenti volumi: Quaderno n° 15 Langfristige Entwicklung der Agrarstrukturen in Südtirol, n° 16 Nuove vie nel management delle prestazioni sociali e n° 17 Autonomia e convivenza: Tutela delle minoranze e regole della convivenza nell'ordinamento giuridico dell'Alto Adige. (vedi pag. 39). I quaderni possono essere acquistati presso l'Accademia Europea stessa. (Tel. 0471 306190)
|
|