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 Academia 21 
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Themenschwerpunkt: Die sorbische Minderheit in Deutschland
Academia Nr: 21 (Dezember - März / dicembre - marzo 2000)


Die Sorben leben in Brandenburg und Sachsen. Es handelt sich um einen slawischen Stamm, der zu Beginn des 7. Jahrhunderts im Gebiet zwischen Elbe/Saale und Bober/Queis siedelte. Im Laufe der Jahrhunderte erfolgte die Einwanderung fränkischer, flämischer, thüringischer und sächsischer Bauern in das fragliche Gebiet. Die sorbische Bevölkerung bildete zu Beginn des 13. Jahrhunderts über 90% der Bewohner zwischen Elbe/Saale und Bober/Queis. Die unterworfenen Sorben mußten bereits damals Einschränkungen hinnehmen. So wurde in den Jahren zwischen 1293 und 1327 die sorbische Sprache in mehreren Städten, wie z.B. Bernburg/ Saale, Altenburg, Zwickau und Leipzig verboten. Die Sprache entwickelte die Ausprägungen Niedersorbisch und Obersorbisch. Niedersorbisch wird in der Niederlausitz gesprochen, einer Region im Südosten des heutigen Bundeslandes Brandenburg. Obersorbisch ist die Sprache der Oberlausitz, die im heutigen Bundesland Sachsen liegt. Das immer wieder artikulierte sorbische Bewußtsein, das auch zu Organisationen führte, rief repressive Reaktionen des deutschen Staates durch die Jahrhunderte hinweg hervor. Nach massiven Einschränkungen sorbischen Lebens in der NS-Zeit kam es – gerade während der ersten Jahrzehnte - in der DDR zu einer vermehrten institutionellen Förderung des Sorbentums. Seit Wiederherstellung der deutschen Einheit hat der Schutz der sorbischen Minderheit neue Aktualität gewonnen.


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