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Academia 24
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Klein und fein, groß und mächtig Academia Nr: 24 (September / settembre 2000) Egal, wie groß oder klein Bankinstitute sind, entscheidend für ihren Erfolg werden auch weiterhin Flexibilität und Spezialisierung im Dienstleistungsangebot sein. Fehler macht nur, wer in allen Dingen die Nummer 1 sein will.
Interview mit Alfred Steinherr
Academia: Im letzten Jahr hat es kurzfristig so ausgesehen als würde die beiden größten deutschen Banken fusionieren. Sind kleine Banken im Fusions- und Globalisierungszeitalter überhaupt noch überlebensfähig? Steinherr: Auf jeden Fall. Auch künftig wird nicht die Größe einer Bank für deren Erfolg entscheidend sein, sondern das Dienstleistungsangebot gekoppelt an das Umfeld, in dem sich die Bank bewegt. Und auch da ist die Formel nur große Banken können global agieren nicht immer zwingend. Für weitläufige globale Bankgeschäfte brauche ich eine entsprechende Größe. Gelingt es mir jedoch als kleine Bank ein Nieschenprodukt anzubieten, das einzigartig ist, kann ich auch mit ein paar hundert Angestellten weltweit agieren. Einige amerikanische Investmentbanken, wie z.B. Kohlberg- Kravis, haben sich auf die Beratung in Sachen Firmenzusammenschlüsse spezialisiert und gehören weltweit mit wenigen hundert Angestellten zur Spitze. In der Autoindustrie ist es nicht anders. Die italienische FIAT war mit ihren Mittelklasseprodukten für den Weltmarkt zu klein. Durch die Fusion mit der amerikanischen General Motors ist der Weltmarkt ein Stück näher gerückt. Die deutsche Porsche hingegen hat mit ihrem ganz speziellen Produkt auch als „kleinere" Autofirma globale Reichweite.
A: Das heißt also, dass man Erfolg von Groß- und Kleinbanken mit unterschiedlichen Maßen messen muss? Was können kleine Banken bieten, was große nicht haben und umgekehrt? S:Ich würde hier weniger von unterschiedlichen Maßstäben als von unterschiedlichen Märkten spechen. Entscheidend sind Profitabilität und Konkurrenzvorteil. Die kleine Südtiroler Bank bleibt auch weiterhin wichtig. In der Betreuung lokaler Kunden ist sie den großen, internationalen Banken durch ihren Standortvorteil überlegen. Sie kennt das Umfeld, in dem kleinere und mittelgroße Südtiroler Firmen agieren, wird aber niemals eine FIAT oder Daimler Benz-Bank werden. Und umgekehrt werden sich die Klein- und Mittelbetriebe in Südtirol für ihre Geschäfte auch weiterhin lieber an die lokalen Banken wenden. Ein Unternehmen, das weltweit agiert wie die Leitner AG, wird (auch) Kunde bei großen, internationalen Banken sein. Die meisten Firmen haben - auch in Südtirol - nicht nur eine Bankverbindung, wie oft fälschlich angenommen wird, sondern arbeiten mit mehreren Banken, groß oder klein, je nach Serviceleistung zusammen.
A: Werden kleine Banken überleben, ohne viel Geld in neue Kommunikationstechnologien wie E- Banking und E- Commerce zu investieren. S:Ich sehe das E- Banking als eine Form der Spezialisierung. Es gibt auch andere Möglichkeiten. Kleine Banken müssen also nicht unbedingt in den Bereich E- Banking investieren. Sie können auch andere Stärken ausspielen, wie z.B. Vermögensverwaltung. Für die Zukunft finde ich es wichtig, dass auch kleine Banken ihre Stärken ausspielen. Schwierig wird's für sie nur, wenn sie ähnlich wie die großen alles machen wollen. Dass auch kleine Banken ganz groß im E-Business sein können, wird Stefan Albrecht von der Net.IPO bei den 3. Bozner Managementgesprächen beweisen. Mit gerade mal 25 Mitarbeitern betreibt er die erste Online Investment Bank Deuschlands. Und das mit Erfolg.
A: In Italien sind im Unterschied zu den anderen europäischen Ländern klein- und mittelgroße Banken nach wie vor am erfolgreichsten. Wird es trotz Globalisierung auch weiterhin Kulturunterschiede im Bankwesen geben. S:Von Kulturunterschieden würde ich nicht sprechen. In Italien war bis Anfang der 90er Jahre der staatliche Einfluß auf das Bankgeschäft aufgrund der Regulierung sehr groß. Kleine Banken hatten einen größeren Freiraum und haben diesen auch genutzt, um sich lokal zu behaupten. Die großen Banken konnten den Internationalisierungsfaktor nie so richtig ausspielen zum einen aufgrund der staatlichen Einflußnahme zum anderen aufgrund der schwachen italienischen Währung. Durch die vereinheitlichte Gesetzgebung auf EU-Ebene und die Einführung des Euro wird es künftig innerhalb der EU keine Rolle spielen, ob ein Bankinstitut italienisch, deutsch, groß oder klein ist.
A: Die Banken der Zukunft – ob klein, mittel oder groß – wie werden sie 2010 aussehen? S:Dazu fällt mir nur eine weitere Frage ein: Wird es 2010 überhaupt noch herkömmliche Banken geben? Bill Gates hat vor nicht allzulanger Zeit einmal gesagt: „Gebt mir eine Banklizenz und es wird bald keine traditionellen Banken mehr geben." Dem Mann trau ich das auch zu. Aber ganz so extrem wird's schon nicht werden. Die Banken aller Größenordnungen werden sich spezialisieren und immer mehr nicht- Banken werden herkömmliche Bankdienstleistungen anbieten. Große Autohändler verfügen ja heute schon über eine eigene Finanzzentralen für Kreditvergabe. Der Autokäufer wickelt das gesamte Geschäft über den Händler ab und muss den Kredit nicht mehr bei einer Bank aufnehmen. Was heute noch die Banken erledigen, dafür ist morgen z.T. der Kapitalmarkt zuständig.
A: Was wird für den Erfolg der Banken bestimmend sein? S: Ein Patentrezept für den Erfolg gibt es nicht. Große Chancen sehe ich allerdings für kleine Banken, die sich spezialisieren. Sie sind flexibler und können schneller und kreativer auf neue Marktsituationen reagieren. Große, behäbige Bankinstitute müssen oft erst einen bürokratsichen Apparat von zigtausenden von Mitarbeitern ins Rollen bringen, bevor sich was tut.
Das Interview führte Sigrid Hechensteiner
3° Congresso di Bolzano sul Management
Quale futuro per le banche - Quali banche per il futuro? Dopo il disperato tentativo di nozze tra le due più grandi banche tedesche - fallito perché all'ultimo istante è mancato il coraggio di pronunciare il fatidico 'sì, lo voglio' – gli istituti bancari si interrogano sul loro futuro, chiedendosi quali siano le strutture e i prodotti in grado di garantire la loro sopravvivenza. Di fronte alla constatazione che addirittura un gigante come la Dresdner Bank ha bisogno di un partner per essere competitivo, l'aspirazione a conservare la propria autonomia della Banca di Trento e Bolzano sembra pura follia. In realtà si tratta di un'aspirazione più che sensata, perché tutto è sempre relativo. Infatti, la Dresdner Bank è troppo piccola per poter svolgere adeguatamente il ruolo di 'global player', e troppo grande per seguire in modo efficace gli investitori medi. Rispetto a certi obiettivi, sono le banche più piccole ad avere possibilità di affermazione più grandi. Che la grandezza di una banca non sia un parametro determinante per il suo successo è inoltre comprovato anche dal fatto poco noto che nella maggior parte dei paesi le banche di medie dimensioni risultano più redditizie dei grandi istituti. Lo scopo della terza edizione degli 'Incontri di management' è di fornire una piattaforma d'incontro ai rappresentanti di banche grandi e più piccole. Gli istituti bancari che interverranno al dibattito sono assai prestigiosi: la UBS di Basilea, la Dresdner Bank di Francoforte, la Hypo Tirol, la Net IPO di Francoforte, la Cassa di Risparmio BHK di Anversa e la Banca Europea per gli Investimenti di Lussemburgo. Tra i relatori anche un 'guru' bancario della Stern School of Business di New York. La discussione sarà moderata da un giornalista economico italiano e uno tedesco.
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