Nachrichten / In breve
Progetto LINGUA: nei giorni 30/4-1/5 ha avuto luogo un incontro con i partner danesi per la strutturazione di una banca dati testuale plurilingue, incentrata sui testi giuridici, che servirà come base per svolgere ricerche di analisti testuale comparata e di terminologia contrastiva. Il 28 e 29 maggio si è tenuto inoltre, presso l'università danese di Kolding, un incontro dell'intero gruppo LINGUA, nel corso del quale saranno presentati i risultati del 2° anno di attività (corso di lettura di testi giuridici, applicazioni ipertestuali, testing).
Am 23. März wurde im Hotel Stiegl in Bozen ein Seminar über die wissenschaftliche Übersetzung abgehalten. Das Seminar wurde vom italienisch-deutschen Institut für Soziologie unter dem Vorsitz von Prof. Schmidt (Universität Florenz) organisiert.
Die Vorträge bezogen sich auf die Interpretationstheorie sowie auf praxisorientierte Probleme der Fachübersetzung. In diesem Rahmen hielten Eva Pföstl und Francesco Palermo einen Vortag über "Iter e trappole del lavoro terminologico-giuridico. Formelle Gleichstellung und materielle Emanzipation der deutschen Rechtssprache in Südtirol".
L'8 e il 9 marzo si è tenuto, nei locali dell'Accademia, un seminario per insegnanti dal titolo "La didattica dei linguaggi specialistici" condotto da Stefania Cavagnoli dell'Accademia Europea e da Francesca Mantovano dell'Università di Amburgo (cfr. articolo in questo numero). Il 27 marzo alcune rappresentanti dell'area hanno partecipato alla Conferenza della Facoltà di Lettere e Filosofia dell'Università degli Studi di Trento, che si proponeva di programmare nuove linee di sviluppo, di presentare le proprie attività e di avviare con le realtà culturali del territorio trentino-altoatesino forme di collaborazione per una maggiore integrazione delle reciproche potenzialità e competenze.
Am 14. März stellte der Fachbereich "Minderheiten und regionale Autonomien" seine Forschungsschwerpunkte dem Rechtsberater des Dalai Lama, Ani Vajra Sakya (Tibetan Supreme Justice Commission), vor. Der Rechtsberater zeigte sich besonders an der Idee eines Forschungsinstitutes interessiert und informierte über die Situation in Tibet und seine Pläne für eine Verfassung. In einer sehr angeregten Diskussion ging es anschließend neben Einzelheiten des Südtiroler "Modells" vor allem um Fragen des Rechts auf Selbstbestimmung sowie um verschiedene Instrumente und Lösungen des Minderheitenschutzes und der Autonomie. Der Besuch in der Akademie rundete ein mehrtägiges Besuchsprogramm des Rechtsberaters in Südtirol ab.
Nell'ambito del corso di Diritto Costituzionale Comparato presso l'Università degli Studi di Trento Jens Woelk e Francesco Palermo, ricercatori dell'Accademia Europea e cultori della materia presso la facoltà di Giurisprudenza dell'Università di Trento hanno svolto nel mese di maggio un seminario (dieci ore) sulle fonti del diritto negli ordinamenti tedesco ed austriaco e sull'accesso alle stesse.
Vom 23. bis 25. Mai fand an der Universität von Fribourg (Schweiz) eine von der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde unter Mitwirkung des Ethnologischen Seminars veranstaltete Tagung "Interkulturelle Kommunikation, Ethnizität und Ethnisierung im Nationalstaat" statt. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Francesca Nardin (Soziologin) hielt einen Vortrag zum Thema: "Interkulturelle Kommunikation entlang institutionalisierter Sprachgrenzen - Das Beispiel Südtirol".
Am 13. Juni informierte der Fachbereich II eine Gruppe von Studenten der Universität Nürnberg-Erlangen über seine Aktivitäten und einige Detailfragen der Südtiroler Autonomie. Die Exkursion der angehenden Betriebs- und Volkswirtschaftler sowie Wirtschaftspädagogen stand, geleitet von Prof. Bär, Lehrstuhl für Auslandswissenschaft, unter dem Themenschwerpunkt: Südtirol als europäische Region. Im Mittelpunkt der Diskussion standen daher vor allem Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sowie Untersuchungen zur Identität von Südtiroler Jugendlichen der verschiedenen Sprachgruppen. Darüber hinaus wurden die Studenten über die Arbeiten der Projektgruppe "Hochschulentwicklung" informiert.
Einige weitere Besuche bzw. Kontakte des Fachbereichs II in Stichworten: Daniel Froats, Stanford University, Kalifornien (Forschungsprojekt zur Geschichte der Südtiroler Autonomie); Prof. Roland Wakenhut, Universität Eichstätt (Koordinator der Jugendstudie '95); Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam (gegenseitige Information, Material über die Gesetzgebung zum Schutz der sorbischen Minderheit in Brandenburg und Sachsen).
Der Fachbereich "Alpine Umwelt" hat ein neues Forschungsprojekt zum Thema "Langfristige Entwicklung der Agrarstrukturen in Südtirol" gestartet. In enger Kooperation mit Prof. P. Rieder (ETH Zürich), dem Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) in Bozen und dem Landesamt für Statistik (ASTAT) wird die Situation der Südtiroler Landwirtschaft vor dem Hintergrund der globalen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen untersucht. Derzeit werden mögliche Datenquellen ausgeforscht, geeignete Daten gesammelt, auf ihre Qualität hin untersucht und einer ersten Auswertung unterzogen.
Im April 1996 kam Prof. Steven Oberbauer von der Florida International University in Miami als Gastwissenschaftler an die Europäische Akademie Bozen. Ziel seines Forschungsaufenthaltes war es, in Zusammenarbeit mit Dr. Bertram Ostendorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachbereiches "Alpine Umwelt", mathematische Modelle des Gasaustausches zwischen Vegetation und Atmosphäre auf größere Zeit- und Raumskalen auszudehnen. Im Vordergrund standen dabei Analysen zu möglichen Effekten von Klimaänderungen auf kälte-gestreßte Ökosysteme.
Einige Mitarbeiter des Fachbereiches III nahmen am internationalen Workshop des EU-Projektes ECOMONT (Ökologische Auswirkungen von Landnutzungsänderungen in Europäischen Berggebieten) vom 1. bis 3. März in Innsbruck teil. Neben wissenschaftlichen Thematiken wurde auch das Untersuchungsprogramm in den Versuchsgebieten eingehend diskutiert
. Mitte Mai fand mit allen Südtiroler Partnern (Abt. 32 Forstwirtschaft, Versuchszentrum Laimburg) sowie den europäischen Partnern eine gemeinsame Begehung des Versuchsgebietes im Passeiertal statt.
Flavio Ruffini hat im Mai 1996 an der Universität Innsbruck eine Vorlesung zum Thema Landschaft und Planunge halten. Die Blocklehrveranstaltung bot Studierenden der Ökologie eine Einführung in die Grundlagen der Landschaftsplanung. Bertram Ostendorf führt ebenfalls an der Universität Innsbruck in diesem Sommersemester die Lehrveranstaltung "Analyse von ökologischen Prozessen anhand des GIS" durch. Ein wesentlicher Aspekt dieser kombinierten Vorlesung und Übung ist die Computersimulation von Wasserkreisläufen.
Begleitende Schulung für Führungskräfte des Systems "Sozialdienste". Dieser Kurs wird vom Jänner 1996 bis Oktober 1996 für Direktoren und Generalsekretäre der Bezirksgemeinschaften sowie für Amtsdirektoren der Abteilung Sozialwesen abgehalten. Die Kursmodule bestehen aus: Soziale Organisationen; Planung und Arbeitstechniken; Kommunikation und Konflikt; Führung und Controlling in sozialen Organisationen.
Im Februar 1996 wurde der Fachbereich IV von der Südtiroler Landesregierung mit der Konzeptionierung und Errichtung der Verwaltungsakademie des Landes beauftragt.
Von Mai 1996 bis Dezember 1996 findet die Grundschulung für Maturanten statt, nachdem bereits im Herbst 1995 die Grundausbildung für Akademiker durchgeführt wurde. Der Kurs beginnt am 23./24. Mai mit dem Baustein "Persönliche Arbeitstechniken und Zeitplanung".
Per gaujes tecniches nen iel, te chëste edizion dl' "Academia", nia puszibl de publiché n articul ladin.
Sparkasse finanziert Lehrstuhl der Akademie Ein außerordentlicher Dank gebührt der Stiftung Südtiroler Sparkasse, die mit einem Scheck über 100 Millionen Lire den Lehrstuhl von Prof. Reiner Arntz - Leiter des Fachbereiches "Sprache und Recht" - für das Wintersemester 1995/96 finanziert hat.
Bei der Übergabe des Förderungspreises am 1. April 1996 waren Prof. Reiner Arntz und der Präsident der Akademie, Werner Stuflesser, anwesend, um persönlich den Beitrag aus den Händen des Präsidenten der Stiftung, Sen.a.D. Hans Rubner, entgegenzunehmen.
Im Rahmen der Vorlesungsreihe der Europäischen Akademie Bozen hielt Prof. Max Haller von der Karl Franzens-Universität Graz für den Fachbereich "Minderheiten und regionale Autonomien" am 16. Mai 1996 einen Vortrag zum Thema "Wird regionale und überregionale Identität durch die Einigung Europas überholt?"
Im folgenden nun eine Kurzfassung seines Vortrags.
Begriffe wie "nationale Identität", "Nationalstolz" und dergleichen sind wichtig, weil sie die Aufmerksamkeit auf die (in der politischen Wissenschaft vielfach vernachlässigte) Tatsache lenken, daß zwischen Bürgern und Staat mehr als nur eine rein zweckrational-interessensfundierte Beziehung bestehen muß, um dem Bestand eines Staatswesens Dauerhaftigkeit auch in Krisenzeiten zu verleihen. Aus soziologischer Sicht lassen sich eindeutige Voraussetzungen benennen, die gegeben sein müssen, damit sich eine tiefergehende Loyalität der Staatsbürger zu ihrem Gemeinwesen entwickeln kann.
Strukturelle Voraussetzungen dieser Art sind u.a. ein abgrenzbares, überschaubares Territorium, wirtschaftliche Verflechtung und Leistungfähigkeit, gemeinsame Sprache und Kultur. Ebenso wichtig sind historische und aktuelle Prozeßvoraussetzungen, von denen zu nennen sind: gemeinsamer Mythos der Gründung einer Nation, außenpolitische Sicherheit und Erfolg, aktive Eliten bzw. keine zu große Kluft zwischen Eliten und Bevölkerung.
Die Problematik der nationalen Identität stellt sich im Rahmen der Einigung Europas mit besonderer Dringlichkeit, ist hier doch ein politisches Gebilde neuer Art im Entstehen, das den bisherigen Nationalstaat in gewisser Hinsicht überwinden will. Sie verspricht zum einen eine Beendigung jahrhundertealter, blutiger Feindschaften und Konflikte; sie erscheint - angesichts der Größe und Heterogeneität Europas - zum anderen aber auch als höchst schwierig und komplex.
Im Vortrag wurden zunächst Überlegungen dazu angestellt, ob und unter welchen Bedingungen sich regionale, nationale und überstaatliche (in diesem Fall europäische) Loyalitäten vereinbaren lassen. Es wurden sodann empirische Daten für Österreich und andere europäische Länder (Deutschland, Italien, mittelosteuropäische postkommunistische Länder) präsentiert, anhand derer einige Voraussetzungen für die Entwicklung nationaler Identität aufgezeigt wurden und dargestellt wurde, wie nationale mit territorial-regionaler Verbundenheit auf der einen mit übernationaler, europäischer Identifikation auf der anderen Seite zusammenhängt.
Il 10 maggio si è tenuta la seduta del Comitato scientifico dell'Accademia Europea presieduta dal professor Giovanni Flores d'Arcais. Si è discusso sullo stato dei progetti delle singole Aree scientifiche, è stata presentata la nuova direzione dell'area "Minoranze ed autonomie regionali" ed il progetto "Università in provincia di Bolzano" approfondito, in modo più dettagliato, dal direttore dell'area "Sviluppi di strutture universitarie" Dr. Friedrich Schmidl. I membri del Comitato Scientifico hanno approvato il lavoro finora svolto in seno all'Accademia e si sono espressi molto favorevolmente sui progetti in corso.