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Academia 8  
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Die wissenschaftliche Leitung des Fachbereiches "Minderheiten und regionale Autonomien"



In diesem Sommer haben Prof. Ortino und Prof. Dr. Pernthaler gemeinsam die wissenschaftliche Leitung des Fachbereiches "Minderheiten und regionale Autonomien" übernommen und mit der Planung der Forschungsaktivitäten ihre Arbeit aufgenommen.
Gerade wegen des (rechts)vergleichenden Ansatzes, dem in der Arbeit des Fachbereiches eine besondere Bedeutung zukommt, erschien der Berufungskommission und dem Verwaltungsrat eine gemeinsame Leitung sinnvoll, die gewissermaßen "im eigenen Hause" ständig eine Begegnung und den Vergleich zwischen den Entwicklungen im deutschen und italienischen Sprachraum ermöglicht. Auf diese Weise wird eine echte "Scharnierfunktion" der Europäischen Akademie auf dem Gebiet der Autonomie- und Minderheitenforschung gewährleistet. Mit Prof. Sergio Ortino und Prof. Dr. Peter Pernthaler konnten zwei Wissenschaftler für die Leitung des Forschungsbereiches gewonnen werden, die nicht nur selbst über die Grenzen ihres jeweiligen Heimatlandes hinaus bekannt sind, sondern sich auch im Rahmen zahlreicher wissenschaftlicher Aktivitäten mit vergleichenden Fragestellungen beschäftigt haben.
Bereits in der letzten Academia (vgl. Ausgabe 7/96) wurde Prof. Ortino, der Anfang Juni seine Aufgabe angetreten hat, vorgestellt; im Leitartikel dieser Ausgabe führt er in einen seiner Forschungsschwerpunkte ein. Prof. Dr. Pernthaler nahm seine Tätigkeit am 1. August auf; nachfolgend ein erstes, kurzes Portrait:
Prof. Dr. Peter Pernthaler schloß 1958 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck ab und habilitierte dort 1963 mit einer Arbeit zum Thema "Der Rechtsstaat und sein Heer". Von 1963 bis 1966 war er im Wiener Bundeskanzleramt (Abteilung Verfassungsdienst) tätig, im Anschluß daran arbeitete er an der Universität für Bodenkultur, Wien. Seit 1968 ist er ordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Innsbruck. Seine Fachgebiete umfassen insbesondere das Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie die Allgemeine Staatslehre. Neben seiner Tätigkeit als Universitätsprofessor leitete er seit dessen Gründung (1975) das Institut für Föderalismusforschung in Innsbruck. Neben einer umfangreichen Vortrags-, Gutachter- und Publikationstätigkeit war Prof. Dr. Pernthaler im Rahmen mehrerer Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte in Australien, Mexiko, Katalonien und Kanada tätig.

Publikationen

über 100 Fachpublikationen auf den Gebieten des Verfassungs- und Verwaltungsrechts, darunter:

  • Der Schutz der ethnischen Gemeinschaften durch individuelle Rechte, Braumüller, Wien 1964
  • Der Föderalismus im Alpenraum. Voraussetzungen, Zustand, Ausbau und Harmonisierung im Sinne eines alpenregionalen Leitbildes, Braumüller, Wien 1982 (mit Irmgard Kathrein und Karl Weber)
  • Allgemeine Staatslehre und Verfassungslehre, Springer Verlag, Wien-New York, 1986
  • Kompetenzverteilung in der Krise. Voraussetzungen und Grenzen der Kompetenzinterpretation in Österreich, Braumüller, Wien 1989
  • Außenpolitik der Gliedstaaten und Regionen, Braumüller, Wien 1991
  • Das Länderbeteiligungsverfahren an der europäschen Integration, Braumüller, Wien 1992
  • Der differenzierte Bundesstaat. Theoretische Grundlagen, praktische Konsequenzen und Anwendungsbereiche in der Reform des österreichischen Bundesstaates, Braumüller, Wien 1992 ·


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