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Neue Realitäten und Herausforderungen im Bereich des Bildungswesens

von Eva Maria Pföstl

Die Welt durchläuft eine Zeit des Überganges und des tiefgreifenden Wandels. Alles deutet darauf hin, daß die europäische Gesellschaft, wie auch andere Gesellschaften, in ein neues Zeitalter eintreten wird, das wahrscheinlich unbeständiger und unvorhersehbarer sein wird als je zuvor. In diesem Beitrag werden die geänderten Rahmenbedingungen dargestellt und anschließend die daraus erfolgenden Änderungen für das Bildungswesen aufgezeigt . Neue Realitäten Seit Ende der 70er Jahre gehören der unregelmäßige Verlauf der Märkte, die Liberalisierung der Wirtschaftspolitik, die neuen Technologien auf dem Informatik- und Kommunikationssektor, sowie die weltweite Ausdehnung der Finanzmärkte zu jenen Faktoren, die eine neue Globalisierungsbewegung begünstigt und belebt haben. Wie auch in der Vergangenheit ist die Konkurrenz bzw. die Marktwirtschaft der Motor, der diese Bewegung vorantreibt. Marktwirtschaft heißt Dezentralisierung: dabei geht es nicht nur um die Erzielung von Größenvorteilen, sondern auch um die Freisetzung dynamischer und kreativer Kräfte. Die Dezentralisierung ist Ausdruck des Umbruches in der Organisation unserer Gesellschaften, die allenthalben mit der zunehmenden Komplexität wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Abläufe konfrontiert sind; sie ist ferner Ausdruck der tiefgreifenden Veränderungen der Gesetze und Vorschriften, die unsere Gesellschaft regeln. Die Folge davon ist die wachsende Bedeutung auf lokaler Ebene, auf der sich das gesamte öffentlich-politische Handeln leichter zu einer Einheit verbindet, und wo eine Vielzahl von Formen der Partnerschaft im Entstehen ist. Der Weg der Dezentralisierung, gestützt auf neue Technologien, führt uns geradewegs in eine Informationsgesellschaft, denn die Dezentralisierung geht unweigerlich mit der Kommunikation und der Weitergabe von Information und Wissen einher.

Vom wettbewerbsfähigen Wissen und der Globalisierung der Wissenschaft

Da wissenschaftliche Erkenntnis zunehmend dem Wandel der Zeit unterworfen ist, und das technologische Wettrüsten immer rasantere Züge annimmt, müssen wir auf ein neues Modell der Produktion von Wissen und Know-how zurückgreifen, das höchste Spezialisierung und disziplinübergreifende Kreativität miteinander verbindet. Die Industrie bedient sich immer häufiger der Wissenschaft, um neue Produkte zu entwickeln, die wissenschaftliche Forschung wiederum verlangt nach technisch immer hochentwickelterer Ausrüstung. Die Entscheidung für die Öffnung der Märkte, die unsere Volkswirtschaften zu einer Stärkung ihrer allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit zwingt, trägt durch eine effizientere Ressourcenallokation im Wertmaßstab zu mehr allgemeinem Wohlstand bei. Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und zur Verteilung der Risiken tut der Wettbewerbsfähigkeit keinen Abbruch und wird mehr und mehr Voraussetzung für kreatives Handeln. Dies erfordert jedoch in allen Ländern umfassende Anpassungsprozesse und es besteht das Risiko eines sozialen Bruchs, mit all seinen negativen, vielleicht sogar dramatischen Folgen. Diese augenblickliche Woge der Globalisierung wird von einer Krise des Taylor'schen Modells begleitet, das immer noch einen wesentlichen Bestandteil der Beschäftigungslage in den Staaten der westlichen Welt repräsentiert. Diese Krise erklärt zum Teil die "strukturellen" Anpassungsschwierigkeiten der Arbeitsmärkte, mit denen Europa und die Vereinigten Staaten zur Zeit zu kämpfen haben. Die Konfrontation mit technologisch und wirtschaftlich neuen Gegebenheiten geht in Europa jedoch auch mit einer höheren Arbeitslosigkeit als anderswo einher. Es bedarf eines Fortschrittes im Bereich des Regelwerkes (Gesetzgebung, Standards, Zertifizierung), das ein reibungsloses Funktionieren des Marktes gewährleistet. Es kommt vor allem darauf an, die weitere Entwicklung gegen das Risiko der Inkohärenz zwischen staatlicher und internationaler Rechtssetzung abzusichern. Dazu bedarf es aber bereits ab dem Entwurfsstadium des Gesetzgebungsprozesses einer administrativen Zusammenarbeit neuen Stils. Gleichermaßen muß auf die Kohärenz der die Unternehmen betreffenden gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften in allen die Unternehmen berührenden Bereichen äußerste Sorgfalt verwendet werden. Es ist deshalb notwendig, einen stabilen makroökonomischen Rahmen herzustellen, der ein stetiges, beschäftigungswirksames Wachstum ermöglicht und zur Bewältigung der Strukturprobleme beiträgt. Die Strukturpolitik verhilft der makroökonomischen Politik zu größerer Wirksamkeit durch Beseitigung bestimmter Zwänge, die den Einsatz der makroökonomischen Instrumente einschränken; die positiven Wirkungen der Strukturpolitik können sich nur unter gesunden makroökonomischen Rahmenbedingungen entfalten, die ein stärkeres Wachstum ermöglichen. Das Streben nach einer besseren Wettbewerbsfähigkeit mittels der Handelspolitik und anderer Politiken darf allerdings nicht dazu führen, daß die soziale Sicherheit abgebaut wird. Es muß eine Politik betrieben werden, die den Übergang zu einer flexibleren Produktion und die Entwicklung flexibler Organisationen vereinfacht und fördert. Die Politik muß jedoch darauf abzielen, das soziale Gefüge zu erhalten, nicht nur weil die Geschwindigkeit mit der die Entwicklung vonstatten geht, einen hohen Preis mit sich bringen kann (politische Instabilität, Demotivation, Drogenmißbrauch, Gewalt) sondern auch, weil der soziale Zusammenhalt ein Faktor von Kreativität und Innovation ist und somit Veränderungen innerhalb eines Unternehmens erleichtert. "Strukturelle Politik" sollte darauf abzielen, die menschlichen Ressourcen aufzuwerten, technisches und organisatorisches Know-how zu schaffen und zu verbreiten und Initiativen zu entwickeln.

Weshalb gewinnt gerade das Erziehungswesen an Bedeutung?

Die Internationalisierung des Wirtschaftsaustausches, die Globalisierung der Technologie und insbesondere die Herausbildung der Informationsgesellschaft haben die Möglichkeit des Zugriffs auf Information und Wissen für den einzelnen verbessert. Gleichzeitig verlangen all diese Faktoren auch eine Veränderung der erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Arbeitssysteme. Es geht insbesondere darum, die an verschiedenen Stellen erworbenen Grundkenntnisse immer wieder neu durch selbstdefinierte Qualifikationen zu ergänzen. Die Gesellschaft der Zukunft wird eine kognitive Gesellschaft sein und in diesem Zusammenhang wird vor allem den Bildungssystemen eine zentrale Aufgabe zukommen. Die allgemeine und berufliche Bildung wird verstärkt zum Träger von Identität, Zugehörigkeit, sozialem Aufstieg und Entwicklung. Die Förderung der europäischen Dimension in der allgemeinen und beruflichen Bildung ist demzufolge noch in viel stärkerem Maße als in der Vergangenheit aus Effizienzgründen zur Notwendigkeit geworden: Die beträchtlich gestiegene Zahl der berufstätigen Frauen hat in der Kindererziehung die traditionelle Stellung der Familie in Richtung Schule verlagert; die Nachfrage nach lebenslanger Bildung steigt, weil durch die demographische Entwicklung auch die Lebenserwartung gestiegen ist. Außerdem werden durch die allgemeine und berufliche Bildung Bezugspunkte vermittelt, die für die Bestätigung einer jeglichen individuellen und kollektiven Identität erforderlich sind. Die Selbständigkeit, welche dem einzelnen durch die allgemeine und berufliche Bildung in Form von gemeinsamen Werten vermittelt wird, stärkt - sofern sie allen zu eigen ist - den Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl. Da auch der Wettbewerb immer mehr auf Wissen beruht, erscheinen Investitionen seitens des Staates im Bereich des Erziehungswesens, das ja in den Bereich "öffentliches Wohl" fällt und die Ausbildung und Fortbildung der menschlichen Ressourcen beinhaltet, mehr als gerechtfertigt.

Läuft die technologische Entwicklung der pädagogischen Entwicklung im Hinblick auf das "Lernen" davon?

Die Schule/Bildung setzt sich mit dem raschen Wandel unserer Gesellschaft zu wenig auseinander. Die Schulsysteme haben weltweit mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die nicht nur finanzieller Natur sind. Es handelt sich in erster Linie um Schwierigkeiten, an denen unsere Gesellschaft insgesamt krankt: die Schwächung des Familienverbandes und die mangelnde Motivation, die vielerorts auf die steigende Arbeitslosenrate zurückzuführen ist. Die Probleme sind aber auch durch die gründlich veränderten Lerninhalte bedingt. Wer in der Gesellschaft von morgen bestehen will, darf sich nicht mit einmal Gelerntem begnügen. Gefordert sind neben Wissen, die Fähigkeit zu lernen, zu kommunizieren, im Team zu arbeiten und sich selbst einzuschätzen. Die Berufe von morgen erfordern selbständiges Handeln, geistige Unabhängigkeit und großes Urteilsvermögen aber auch die Fähigkeit, Diagnosen zu stellen und daraufhin Verbesserungsvorschläge auf allen Ebenen zu unterbreiten. Dies erfordert wiederum eine Anpassung der Lehrinhalte und die Eröffnung neuer Weiterbildungsmöglichkeiten, sobald sich die Notwendigkeit dafür ergibt. Die Schule ist in erster Linie für Bildungsmotivation verantwortlich; die Bereitschaft zum Weiterlernen wird in der Schulzeit erworben, ebenso die Einsicht von der Wichtigkeit des Lernens und ähnliches mehr. Es muß das Bewußtsein gefördert werden, daß man nach der Absolvierung der Pflichtschule keineswegs "ausgelernt" hat - man kann mit einmal erarbeitetem Wissen nicht bis zur Pensionierung erfolgreich sein! Der Lehrplan sollte deshalb in Kernbereiche und Erweiterungsbereiche umgestellt werden, d.h. der Schüler sollte weniger enzyklopädisches Wissen sammeln und sich vielmehr auf Erfahrungslernen, experimentelles Lernen und offene Lernformen konzentrieren können. Der Schüler muß über ein gutes Basiswissen verfügen, darüber hinaus braucht er aber auch andere Schlüsselqualifikationen, er muß teamfähig sein, ein Projekt umsetzen können, in Gesprächsführung geschult sein, und vor allem wissen, wo es Wissen zu holen gibt: die Vermittlung dieser Inhalte sollte vordringliche Aufgabe der Schule sein.

Welches sind die neuen Anforderungen aufgrund der geänderten Realitäten?

Wir müssen unsere Schulen mit neuen Herausforderungen konfrontieren: neue Lehr- und Lernformen, neue Schlüsselqualifikationen, mehr Autonomie. Wir brauchen eine Berufsfeldforschung, die bis in das 21. Jahrhundert hineinreicht, d.h. wir müssen uns jetzt schon überlegen, welche Berufsfelder für das 21. Jahrhundert wichtig sein werden und dementsprechend unsere Ausbildung organisieren. Die drei "magischen" Begriffe in der Bildungsdiskussion in Europa lauten entsprechend der dargestellten veränderten Rahmenbedingungen Flexibilität, Mobilität und Innovation. Demzufolge kommt der Allgemeinbildung ein besonders hoher Stellenwert zu: Im globalen Wettbewerb geht es nicht mehr allein um das hohe Wissen von Eliten, sondern um die höchstmögliche Qualifikation aller Arbeitnehmer. Unsere Wirtschaft entwickelt sich zum sog. Lean Management, wo auf allen Ebenen des Unternehmens Wissen und Qualifikation notwendig sind, d.h. eine solide Allgemeinbildung stellt die Grundlage für eine berufliche Entwicklung dar. Alle Bürger unserer Gesellschaft müssen die notwendigen "Grundkenntnisse" erwerben. Zu diesen gehören mittlerweile auch der Umgang mit Computern, ein umfassendes Verständnis für die Technologie, ihre Dimensionen, ihre wesentlichen Merkmale, ihren Rhythmus - Grundkenntnisse die in fast allen Ländern der Welt noch fehlen. Aber auch die musisch-künstlerische Ausbildung darf nicht auf der Strecke bleiben, denn sie schafft Kreativität, und diese ist wiederum Voraussetzung für die notwendige Flexibilität. Die neuen Medien bieten ein großes Angebot an Bildungsinhalten - Kinder erhalten heute über Fernsehen und Video sicherlich genauso viele Informationen wie in der Schule, wenn nicht gar mehr. Es liegt im Wesen des Wissens, daß es einem schnellen Wandel unterworfen ist. Die Bildungsinstitutionen können nur auf das Lernen vorbereiten. Die postmoderne "Wissensgesellschaft" ist eine Gesellschaft lebenslangen Lernens und eine Gesellschaft der Zweitkarrieren. Bildung ist ein gesellschaftspolitisches Ziel und wird nicht wertfrei sein, denn noch kein Bildungssystem war jemals wertfrei: auch diesbezüglich wird eine Anpassung unserer Gesellschaft erforderlich sein. Der Begriff "Moralerziehung" ist in Verruf geraten, er wurde zu oft mißbraucht, deshalb erfordern die Begriffe "Werte und Moral" einer neuen Definition. Das neue Bildungssystem muß ein offenes und mobiles System sein: fähige und leistungswillige Menschen müssen Zugang zu diesen Bildungsmöglichkeiten haben. Bildung darf nicht länger auf schulische Institutionen begrenzt sein. Jede Institution, die Mitarbeiter beschäftigt, muß sich auch der Weiterbildung derselben widmen. Das Beherrschen mehrerer Sprachen ist eine der unabdingbaren Voraussetzungen dafür geworden, sämtliche beruflichen und persönlichen Möglichkeiten nutzen zu können. Sprachkenntnisse müssen einhergehen mit der Fähigkeit zur Anpassung an die von unterschiedlichen Kulturen geprägten Arbeits- und Lebensverhältnissen. Das frühzeitige Erlernen von Fremdsprachen vom Kleinkindalter an müßte Bestandteil der Allgemeinbildung sein. Die Mehrsprachigkeit ist ein wesentliches Element sowohl der europäischen Identität und Zugehörigkeit als auch der kognitiven Gesellschaft. Die Beherrschung von Fremdsprachen trägt folglich zur Stärkung des Gefühls der Zugehörigkeit zu Europa mit seiner reichen kulturellen Vielfalt sowie zur Verständigung der Bürger bei.

Trennung von allgemeiner und beruflicher Bildung?

Angesichts der steigenden Arbeitslosenrate und technologischen Umwälzungen geht es bei der beruflichen Bildung nicht mehr nur um den Bereich der Erstausbildung. Vielmehr geht es darum, auch den Berufstätigen zu befähigen, aufbauend auf eine solide Basis an Allgemeinbildung, seine fachlichen und beruflichen Kenntnisse ständig zu aktualisieren. Flexible Unternehmen benötigen im allgemeinen vielseitig einsetzbare Mitarbeiter; die Tendenz geht dahin, einen Kern von Mitarbeitern als festen Bestandteil der Aktiva zu haben und nicht als variablen Kostenfaktor zu behandeln. Jedem Angestellten muß die Möglichkeit zu kontinuierlicher Weiterbildung geboten werden. Die flexiblen Unternehmen verlangen demnach vom staatlichen Erziehungswesen nicht so sehr hohe Investitionen in die Ausbildung fachspezifischer Kräfte, sondern vielmehr bedeutende und wirkungsvolle Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter. Es ist daher unerläßlich, das öffentliche Erziehungs- und Bildungswesen zu reformieren (allgemeine Bildung und berufliche Weiterbildung sollten nicht getrennt werden) und deren Inhalte und Zielsetzungen zu überprüfen. Ebenso muß die Verteilung der Verantwortlichkeit zwischen öffentlichem und privatem Bereich neu überdacht werden. Investitionen in Immaterialgüter müssen außerdem die Reaktion auf die großen Trends der Arbeitsmarktentwicklung ermöglichen: demographische Verlagerungen, Entwicklung der Dienstleistungstätigkeiten, Wandel von Arbeitsorganisation und Arbeitsinhalten.

Wie kann sozialen Spaltungen durch ein effizientes Bildungswesen entgegengewirkt werden?

Diesen wirtschaftlichen Zwängen steht das soziale Gebot der Vermeidung sozialer Spaltung gegenüber. Es besteht nämlich die Gefahr einer Spaltung der europäischen Gesellschaft in Wissende und Unwissende bzw. eine Gruppe von Personen, die mit neuen Technologien umgehen kann und eine Gruppe, die am Rande der Gesellschaft von sozialer Unterstützung lebt. Somit stellt sich die Frage, ob die neuen Lernmedien auch die Gefahr einer Fragmentierung der Gesellschaft mit sich bringen. Wir werden künftig in der Gesellschaft neue Bruchlinien haben: was bisher der große Gegensatz zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern war, wird in Zukunft die gesellschaftliche Spannung zwischen denen sein, die Arbeit haben und jenen, die keine haben, zwischen denen, die solidarisch sind, und jenen, die unsolidarisch sind, zwischen denen, die sich weiterbilden, und jenen, die das ablehnen. Um sozialen Spannungen entgegenzuwirken, bedarf es grundsätzlicher Maßnahmen, die auch sozial Benachteiligten Bildungsangebote ermöglichen. Besondere Aufmerksamkeit gilt es demnach jenen zu schenken, die keinen Schulabschluß oder nur den Pflichtabschluß haben, denn sie werden die ersten sein, die ihre Arbeit verlieren. Eine weitere Herausforderung besteht darin, jene Personen, die keine qualifizierte Tätigkeit ausüben, weiterzubilden. Gefordert ist somit in erster Linie die Erwachsenenbildung. Sie erweist sich bereits jetzt als Notwendigkeit, um den Erfordernissen von Berufs- und Arbeitswelt zu entsprechen, und als Anspruch, um der Persönlichkeitsentwicklung und der Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft zu dienen. Sie kann jedoch nicht mehr nur in engen nationalen Grenzen gesehen werden, denn auch der Europäische Binnenmarkt zwingt, nicht nur, aber auch, aus ökonomischen Gründen, die Ausbildungs- und Qualifikationsvermittlung neu zu strukturieren. Auch die Bildung der Bildner muß einem Wandel unterzogen werden; ihre Weiterbildung muß vertieft und Synergieeffekte mit Betrieben, Managementzentren u.s.w. müssen genutzt werden. Eine Volkswirtschaft, in der Wissen zum wahren Kapital und zur primären wohlstandserzeugenden Ressource wird, stellt neue und strengere Herausforderungen an die Schulen und an die Bildung im Hinblick auf Lehrleistung und Lehrverantwortung.

Dr. Eva Maria Pföstl, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich "Minderheiten und regionale Autonomien"

Abstract :
Nuove realtà nell'ambito educativo

Cambiamenti fondamentali nell'ambito educativo sono in atto in tutt'Europa e sono tali da influenzare non solo la società europea, ma anche lo sviluppo dell'istruzione nel resto del mondo. Ogni giorno i mass media ci forniscono notizie sensazionali dal fronte della scienza, dell'economia, della politica, ecc. La velocità alla quale tali notizie si susseguono è talmente elevata da non permettere un aggiornamento costante delle informazioni. Proprio per questo motivo il futuro modello di istruzione si dovrà concentrare sulla specializzazione, sull'adozione di nuovi metodi didattici e di una metodologia di autodidattica appresa a scuola: non ci si può più limitare ad insegnare una particolare materia, bensì si dovranno trasmettere agli alunni le conoscenze necessarie per l'utilizzo dei nuovi strumenti informatici (computer, internet, E-Mail), che consentono l'accesso ad un'informazione specifica. La questione centrale non sarà più quanto si è appreso, ma come si è riusciti ad ottenere l'informazione ricercata.


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