| | Seit Rio 1992 gilt der nachhaltige Umgang mit Ressourcen als ein global anzustrebendes Prinzip. Doch das Konzept der Nachhaltigkeit steckt in einer kritischen Phase: es ist an der Zeit, das vorhandene Wissen in die Praxis umzusetzen. Die Idee der nachhaltigen Entwicklung muss die Ebene der Ankündigungen verlassen und sich in konkretes Handeln niederschlagen. In diesem Buch analysieren die Autoren die Entwicklung in Südtirol während der letzten Jahrzehnte. Sie beschreiben das Verhältnis zwischen Umwelt und Wirtschaft in Südtirol vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Umwälzungen. Aus dem systemischen, über Jahre währenden Zusammenspiel zwischen territorialen, ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren hervor ließen sich einige besondere Eigenheiten und Gesetze ableiten. Diese. Sie bilden die Eckpfeiler für das Modell „Südtirol". Die Analyse macht gleichermaßen deutlich, dass eine nachhaltige und harmonische Entwicklung mehr denn je nur innerhalb eines dauerhaft funktionsfähigen Naturhaushaltes möglich ist. Dieser ist primär durch die ökologischen Eigenheiten bestimmt. Aus der Gegenüberstellung der ökologischen Sensibilitäten und der derzeitigen Entwicklungstrends, leiten sich die kritischen Aspekte der aktuellen Situation genauso wie Potentiale für eine sozioökonomisch und ökologisch nachhaltige Entwicklung. |