| | Die Frage, wie Strukturen, Formen, Einzelheiten entstehen, beschäftigte Wissenschaftler aus mehreren Ländern und Fachbereichen beim 7. Bozner Treffen.
Daß Wissen auch ohne den Menschen da ist ‑ in Naturarchiven, in der Evolution der Moleküle, in den Signalstrukturen biologischer Systeme ‑ und die Wissenschaftler allenfalls „das Buch lesen, das die Natur vollgeschrieben hat" (F. J. Radermacher), bekräftigten die Vorträge der Biologen. Mit den kosmischen Strukturen des Universums, ihrer Beobachtung und der daraus resultierenden Information über die Geschichte des Weltalls befassten sich Physiker und Wissenschaftshistoriker. Eine weitere Gruppe von Wissenschaftlern beschäftigte sich mit der Betrachtung wissenschaftlicher Verfahren unter der Einwirkung des Informations‑ und Strukturbegriffs.
Zum Schluß stellten sich die Forscher die Frage nach dem blinden Fleck in der Wissenschaft selbst, in ihrer eigenen Struktur: Was ist, wenn die Annahmen der Wissenschaft nicht stimmen? Die allgemein akzeptierte einzige Antwort: Selbstbescheidung der Wissenschaften, die zwar durch plausible und vernetzte Annahmen zu starken Indizien kommt, doch zu mehr eben nicht und schon gar nicht zu statischen Setzungen. |