Die Fragen nach dem Fortschritt der europäischen Einigung, nach der Zukunft der Nationalstaaten und nach der neuen Rolle regionaler Einheiten sind für die zukünftige Gestalt der internationalen Ordnung von zentraler Bedeutung; sie harren in enger Verknüpfung auf notwendige Antworten.
Prof. Sergio Ortino entwirft im vorliegenden Arbeitsheft in fünf Beiträgen erste Umrisse einer neuen institutionellen Ordnung, die nicht mehr ausschließlich auf den souveränen Nationalstaaten basiert: Ihre Bausteine sind vor allem der funktionale Föderalismus, der mit Elementen des Mikro- und Makroregionalismus anzureichern ist, sowie der grenzüberschreitende Regionalismus, der neben der Konfliktbewältigung (einschließlich des Minderheitenschutzes) auch neues Potential wirtschaftlicher Entwicklung bietet.
"Die ausschließlich auf Staaten fixierte internationale Ordnung ist zählebig. Allerdings sind bereits deutliche Zeichen ihrer Überwindung zu erkennen, auch in institutioneller Hinsicht. Je eher diese Überwindung erfolgt, desto besser für den Frieden, das Zusammenleben und den Wohlstand der Menschheit sowie die Umwelt, in der wir leben." |