Die Wirtschaft ist ein höchst dynamischer Prozess, der in beträchtlicher Weise die Flächennutzung eines Landes bestimmt. Dabei denkt heute jeder an eine zunehmende Intensivierung der Landnutzung etwa durch Intensivkulturen oder durch den ansteigenden Flächenverbrauch, jedoch gibt es auch Trends in die entgegengesetzte Richtung. Besonders betroffen sind davon Almflächen, Hochgebirgswälder oder landwirtschaftliche Flächen steiler Lagen. So ist auch in Südtirol die Landwirtschaft durch eine zunehmende Polarisierung der Landnutzung gekennzeichnet: Intensivierung in den Gunstlagen des Talboden und Extensivierung bzw. Aufgabe der unrentablen Randzonen und Almflächen.
Die ökologischen Dimensionen dieser Landnutzungsänderungen sind wenig erforscht. Mit den Forschungsarbeiten auf den Waltner Mähdern im Passeiertal wurde versucht, einige dieser Wissenslücken zu schließen. Das vorliegende Buch stellt die Ergebnisse dieser Arbeiten vor und versucht die vielfältigen Beziehungen zwischen der landwirtschaftlichen Nutzung und dem Naturhaushalt aufzuzeigen. Aufbauend auf den Ergebnissen kommt es durch die Autoren zu einer allgemeinen Bewertung der ökologischen Folgen von solchen Landnutzungsänderungen im Almbereich. |