Das Gebäude
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| Im Herbst 2002 feierten 13.000 Besucher die Eröffnung des renovierten EURAC Sitzes, bis dato bekannt unter dem Namen Ex-GIL-Gebäude. Der beeindruckende Komplex wurde im Auftrag der faschistischen Machthaber zwischen 1934 und 1936 für die weibliche faschistische Jugend – kurz GIL (Gioventù Italiana del Littorio) erbaut. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und mit dem Sturz Mussolinis wurde das Gebäude umgetauft in Ex-GIL. |
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 Eröffnung am 13. September 2002
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Das Gebäude war Kino, Supermarkt und erlebte über Jahre hinweg wechselnde kuriose Nutzung. Aber es blieb immer ein steinernes Denkmal der faschistischen Ära, an dem niemand rühren wollte. Und so verrottete es allmählich. Mehr zufällig als gewollt wurde es nicht abgerissen. Erst Anfang der 1990 Jahre, nach mehrfachen, erfolglosen Rettungsversuchen, entschlossen sich die verantwortlichen Politiker des Landes Südtirol, das Ex-GIL-Gebäude umzubauen und als Sitz der neu gegründeten Forschungsinstitution Europäische Akademie Bozen zu nutzen. ( EURAC. Ein Haus für die Europäische Akademie Bozen. Architektur-Geschichte-Wissenschaft)
1995 wurde ein internationaler Architekturwettbewerb für den Umbau des Ensembles ausgeschrieben, woraufhin 56 Projekte eingereicht wurden. Die Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf des Grazer Architekten Klaus Kada. Sein Projekt stellt dem denkmalgeschützten Bau eine zeitgemäße Architektur mit Glas, Beton und Stahl an die Seite. Der Vinschger Künstler Manfred Alois Mayr entwarf das Farbkonzept für die Innenarchitektur des Baus. Er hat alle Farbelemente im Innenteil des Gebäudes bis hin zu den Bezügen der Sitzgruppen aufeinander abgestimmt. Das Spiel der Farben bezieht sich in den transparenten Neubauten auch immer wieder auf das starke pompeijanische Rot der Außenfassaden.
Ergebnis der Umbauarbeiten ist ein Gebäudekomplex mit einer Gesamtoberfläche von 1.300 Quadratmetern. In aufwendigen technischen Verfahren wurden die alten Fassaden erhalten, während die neuen Zubauten aus Glasfassaden bestehen. Von außen weithin erkennbar, hat das Haus seinen ursprünglichen Anstrich in pompeijanischem Rot erhalten. (photo gallery)
 Altes Auditorium (1999) |
 Nach den Umbauarbeiten (2002)
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Der neue Sitz der EURAC verfügt über ein ausgeklügeltes einzigartiges Energiesystem, das so weit wie möglich auf regenerative Energien setzt. Eine Absorbtionskältemaschine etwa sorgt im Sommer für die nötige Kühlung. Sie erzeugt Kälte nicht wie üblich mit Strom, sondern mit Hilfe von Sonnenenergie.
Der Gebäudekomplex gliedert sich in fünf architektonische Einheiten: Ostgebäude, Auditorium, Zentralgebäude, Bibliothek und Hofgebäude. Darin untergebracht sind die fünf Forschungsbereiche der EURAC, das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention und das EURAC convention center, innovatives Kongresszentrum im Herzen der Stadt Bozen.
Die wichtigsten Daten im Überblick
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