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Wie kann man die Übersetzungsprozesse der öffentlichen Verwaltung verbessern?
Sprachforscher von Eurac Research legen einige Optimierungsvorschläge vor

Viele offizielle Dokumente der Autonomen Provinz Bozen müssen zweisprachig sein, das sagt das Gesetz. Nicht immer sind die übersetzten Texte jedoch klar verständlich, manchmal sind sie sogar fehlerhaft. Nun haben Sprachforscher von Eurac Research die Übersetzungsprozesse in der Landesverwaltung untersucht, um die Ursache dafür zu ergründen. Die Pilotstudie zeigt unter anderem, dass die Übersetzungen von Landesbediensteten verfasst werden, die meist keine Übersetzerausbildung haben. Optimiert man die Übersetzungstätigkeit, könne man die Arbeit des Landespersonals erleichtern und die Kommunikation mit den Bürgern verbessern, meinen die Forscher.

Zu den vertraglich festgelegten Aufgaben der Landesangestellten gehört auch das Übersetzen von Texten. Eine Untersuchung der Sprachforscherin Flavia De Camillis bestätigt, dass viele Landesbedienstete tatsächlich mit einer gewissen Regelmäßigkeit übersetzen. Zwanzig Mitarbeiter aus acht Landesabteilungen hat die Linguistin befragt: Keiner ist als Übersetzer angestellt, nur einige verfügen über eine Ausbildung im Bereich Sprachen, mehr als die Hälfte übersetzt in ihre Zweitsprache. 

„Für manchen Mitarbeiter sind Übersetzungsarbeiten eine willkommene Abwechslung, viele fühlen sich jedoch überfordert. So meinte ein Mitarbeiter, er fühle sich wie ein Koch, der ein Haus bauen muss“, erzählt De Camillis. Es sei allerdings nicht unbedingt notwendig, ausgebildete Übersetzer einzustellen, meint die Forscherin. „Man kann auch den Erfahrungsschatz der Landesbediensteten besser ausschöpfen – etwa durch Schulungen, oder indem man Abläufe standardisiert und technische Hilfsmittel einsetzt. Ein einheitlich geregelter Übersetzungsprozess könnte den Zeit- und Kostenaufwand reduzieren und die Kommunikation mit den Bürgern verbessern.“

Die Linguistin von Eurac Research schlägt unter anderem vor, möglichst in die eigene Muttersprache zu übersetzen und eine Software für computergestützte Übersetzung einzusetzen. Um Fehler nicht zu wiederholen, kann es außerdem hilfreich sein, Glossare mit Definitionen und Textdatenbanken mit korrekt übersetzten Beispieltexten zu erstellen. Da die verfügbare Zeit für Übersetzungen häufig knapp ist und die Korrekturarbeiten unterschätzt werden, sollten die Arbeitsabläufe und Abgabefristen außerdem intern klar definiert werden. 

Nach Abschluss der Pilotstudie werden die Forscher ihre Untersuchung vertiefen; morgen (03.10) startet eine Online-Umfrage, die sich an die Mitarbeiter aller Landesabteilungen richtet. Die Studie wird in Zusammenarbeit mit der Generaldirektion, dem Amt für Personalentwicklung sowie dem Amt für Sprachangelegenheit der Autonomen Provinz Bozen durchgeführt.


02.10.2018

Für weitere Informationen: flavia.decamillis@eurac.edu

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