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Die Bedeutung von Emojis in der visuellen Kommunikationsforschung

Eine neue Studie im International Journal of Communication

Seitdem Facebook seinen Standard-Like-Button auf fünf weitere Reaktionsoptionen erweitert hat, öffnet dies auch der Wissenschaft neue Möglichkeiten, in sozialen Netzwerken geteilte Bilder zu analysieren, die emotionale Wahrnehmung zu untersuchen und digitale Affektkulturen herauszufiltern. Eine kürzlich im International Journal of Communication erschienene Studie konnte anhand der Analyse der öffentlichen Facebook-Seite des Syrian Revolution Network belegen, dass die geteilten Bildinhalte bestimmte Muster aufweisen, die wiederum mit bestimmten Reaktionskombinationen zusammenhängen. Zu den Autoren der Studie gehört neben Marloes Geboers, Nathan Stolero, Livia Van Vliet und Arran Ridley auch Anna Scuttari, Senior Researcher am Center for Advanced Studies von Eurac Research.


Die Studie „Why Buttons Matter: Repurposing Facebook’s Reactions for Analysis of the Social Visual” leistet insofern einen wichtigen Beitrag zur Erforschung visueller Kommunikation in sozialen Netzwerken, als dass sie sich einer neuen Methodik bedient. Einerseits kamen quantitative Metriken zum Einsatz, um angegebene Emotionen zu messen. Genauer gesagt: Die Facebook-Buttons wurden in der Auswertung wie Antwortskalen in einem Fragebogen behandelt. Um die Kombination verschiedener angegebener Gefühlbekundungen zu erfassen, wurden die visuellen Inhalte außerdem qualitativ interpretiert.

Facebook bietet ein stark vereinfachtes Raster an emotionalen Aussagen. Dies zwingt die Nutzerinnen und Nutzer möglicherweise dazu, komplexere, emotionale Zustände in ein vordefiniertes Emoji zusammenzuführen. Wie die Forscher herausfanden, weisen insbesondere die Emojis für Trauer und Wut, sowie jene für Liebe und Trauer Korrelationen in der kollektiven Nutzung auf. Kombinationen bestimmter Emotionen könnten auch auf bestimmte Themen oder Objekte bezogen sein, etwa auf Kinder. Bilder von Kindern riefen unterschiedliche Reaktionen hervor. Hier wurden vorwiegend Trauer und Liebe kombiniert.

Mit der Möglichkeit, unmittelbar auf Bilder in sozialen Netzwerken zu reagieren, geben Personen eine Selbsteinschätzung darüber ab, inwieweit sie von Bildern des Krieges beeinflusst werden. Eine emotionale Angleichung kann ein Zeichen von Homogenität in der kollektiven Reaktion auf einen Social-Media-Inhalt sein, während eine Polarisierung der Reaktionen verschiedene Affektkulturen widerspiegeln kann, die auf den gleichen Inhalt reagieren.

Der gesamte Beitrag im International Journal of Communication ist als PDF frei verfügbar:
https://ijoc.org/index.php/ijoc/article/view/11657

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