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„Krebshemmer“ in der Immuntherapie: Start für vielversprechendes Forschungsvorhaben
Krebs ist gekennzeichnet durch ein unkontrolliertes Zellwachstum, das sich auf gesundes Gewebe und Organe ausbreiten kann. Nur fünf bis zehn Prozent der Krebserkrankungen sind erblich bedingt, der Großteil wird zu Lebzeiten von äußeren Einflüssen wie Tabakkonsum, Ernährung, Infektionen oder Strahlung verursacht. Diese äußeren Faktoren können mitunter so genannte epigenetische Veränderungen bewirken. Diese Veränderungen können dazu führen, dass Krebszellen vom Immunsystem nicht mehr als solche erkennbar sind. Die Krebszellen „verstecken“ sich also vor dem Immunsystem, das sie somit nicht mehr angreifen kann.
Jedoch sind einige dieser epigenetischen Veränderungen umkehrbar – und genau hier setzen die Forscher an. Mit Hilfe von hemmenden Wirkstoffen, auch Inhibitoren genannt, blockieren sie diese Veränderung und ermöglichen, dass wichtige deaktivierte Gene wieder ablesbar werden. Das Immunsystem soll sie dadurch wieder erkennen und entartete Zellen angreifen und entfernen.
Das im September 2019 gestartete Projekt „Epigenetics of Immunity in Cancer“ (EPIC) konzentriert sich auf Histon-Deacetylase (HDAC)-Hemmer. Die Forschungsgruppe besteht aus Chemikern, Medizinern, Biologen und Bioinformatikern der Universitäten Udine, Salzburg und Triest sowie des Bozner Instituts für Biomedizin von Eurac Research. Das Team testet die HDAC-Hemmer in Krebszellen und erforscht, wie sie sich auf die weitere Entwicklung der Krebserkrankung auswirken. Die Universität Udine verwendet eine Reihe von HDAC-Wirkstoffen und testet ihre Hemmfähigkeit. In den Laboren von Triest werden vielversprechende Wirkstoffe mithilfe von Computermodellen optimiert und synthetisiert. Erfolgversprechende Hemmer werden an Zellmodellen hinsichtlich ihrer Wirkung auf Krebszellen und das Immunsystem in Salzburg getestet. Die von allen Partnern gewonnenen Daten gehen an die Bioinformatiker von Eurac Research, die mit der Auswertung betraut sind. Mithilfe modernster Sequenzierungsmethoden messen sie den Unterschied zwischen Krebszellen mit und ohne Inhibitoren: Welche Gene aktiv sind, wo sie aktiv sind und welche Auswirkungen die Wirkstoffe im menschlichen Organismus haben könnten. Die ermittelten Daten vergleichen die Forscher mit internationalen Datenbanken, um weitere Erkenntnisse zur Entwicklung von Krebserkrankungen zu erzielen. Auf diese Weise soll das dreijährige Forschungsprojekt die Grundlage für neue Fortschritte in der Immuntherapie bei Krebs schaffen.

Bild: Nukleosomen-Grundpartikel, bestehend aus vier unterschiedlichen Histonproteinen (Credits: Christian Weichenberger)

Kontakt: Christian Weichenberger, christian.weichenberger@eurac.edu, T +39 0471 055533

Dieses Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 gefördert.

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