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Interdisziplinäre Erforschung der Bevölkerungsgeschichte Trentino-Südtirols im Frühmittelalter

Das Frühmittelalter folgt dem Niedergang des Weströmischen Reiches und kennzeichnet den Anfang des Mittelalters der Europäischen Geschichte (von ~400 Ad bis ~1000 AD). Viele germanische Stämme unterschiedlicher Herkunft ließen sich während dieser Zeit durch intensive Migrationsereignisse in ganz Europa nieder (Völkerwanderungszeit). In diesem Zusammenhang erreichten einige dieser Gruppen verschiedene Teile Trients und Südtirols, wie beispielsweise die Franken und Bajuwaren den Nordwesten, die Langobarden den Süden und die Slawen den Osten dieses Territoriums. Tatsächlich hatte dieses Alpengebiet schon immer eine strategisch, territoriale Rolle als Sammelpunkt zwischen Nord- und Südeuropa und als Kontaktzone für Menschen verschiedener Herkunft und Kulturen.

Lokale, historische und archäologische Daten weisen darauf hin, dass sich der Wanderfluss kontinuierlich im Laufe der Zeit erweiterte und dass der Kontakt zwischen lokalen und allochthonen Gruppen zum gegenseitigen Austausch von Gewohnheiten und Traditionen führte. Allerdings wird über die Frage der biologischen Diversität der Völker, die während dem Frühmittelalter die Region tatsächlich bevölkerten, immer noch debattiert.

Mit dem interdisziplinären BioArchEM Projekt streben wir die Analyse von mehreren frühmittelalterlichen Individuen (400-1100 AD) an, die in zehn archäologischen Stätten verteilt in vier Tälern in Trient-Südtirol (Etschtal, Eisacktal, Vinschgau und Meraner-Becken) gefunden worden sind. Wir kombinieren in dieser Studie molekulare, anthropologische und Isotopen Daten um die folgenden Fragen zu beantworten: i) Können Individuen von verschiedenen Orten und Tälern genetisch differenziert werden? ii) Wenn ja, ist es möglich diese Unterschiede mit ihrer Herkunft zu verknüpfen? Ein weiterer Vergleich mit modernen, europäischen Populationen von den vermuteten Herkunftsgebieten kann zur Beantwortung dieser Frage beitragen. iii) Wie ist der genetische Zusammenhang zwischen mittelalterlichen, alpinen und europäischen Individuen derselben Zeitperiode?

Durch die anthropologischen Untersuchungen rekonstruieren wir das biologische Profil der Individuen und selektieren Proben (Felsen- und Schläfenbein) zur weiteren genetischen Analyse. Diese beinhaltet zunächst ein molekulares Screening durch die Shotgun Sequencing Methode, mit dem Ziel den endogenen DNS Anteil in den antiken Proben zu beurteilen. Als weiterer Schritt wird die Kern DNS der am besten konservierten Proben tief sequenziert (Deep Nuclear Sequencing), und die mitochondriale DNS angereichert und  analysiert. Die Isotopenanalyse (δ13C, δ15N und δ34S) schließt menschliche und Fauna Proben mit ein, die von denselben archäologischen Stätten stammen. Zuletzt werden die gesamten Daten in Anbetracht des archäologischen und historischen Wissens diskutiert und interpretiert.


PROJEKT LAUFZEIT: 01.03.2017 - 28.02.2020

PROJECT MANAGER/VICE PROJECT MANAGER: Valentina Coia/Albert Zink

TEAM: Frank Maixner, Alice Paladin

PROJEKTPARTNER:

  • Autonome Provinz Bozen Südtirol, Amt für Bodendenkmäler
  • Universität Bern, Department of Physical Anthropology, Institute of Forensic Medicine



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